Warum ich meine Twitter-Timeline filtere

In den sozialen Netzwerken bin ich mit vielen interessanten Leuten verbunden, deren Mitteilungen ich in aller Regel gerne lese.

Da es jedoch bei der schieren Masse an Mitteilungen, die da so den Tag über durch die jeweiligen Newsstreams rauschen, irgendwann zu so etwas wie einem Information-Overflow kommen würde und weil ich Leute nicht wegen ein paar (für mich) irrelevanter Mitteilungen aus meinen Netzwerken werfen möchte, versuche ich, dort wo es geht, irrelevante Themen von vornherein auszufiltern.

Das hört sich jetzt dramatischer an, als es ist. Für Twitter nutze ich beispielsweise Corebird als Client, da dieser eben eine Möglichkeit zum Filtern bietet, welche ich auch nutze. Dennoch sieht meine Filterliste noch sehr überschaubar aus:

Corebird-Filterliste
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Corebird-Filterliste

Im Grunde filtere ich nur Tweets zu (für mich) irrelevanten TV-Formaten oder Veranstaltungen, sowie Nachrichten, die von irgendwelchen Diensten oder (Web-)Anwendungen automatisch gepostet werden, aus.

Zusätzlich habe ich aber noch einen Filter, der sicherstellen soll, das Mitteilungen von Personen, die ich eigentlich geblockt habe, nicht doch durch das Zitieren der Personen in meiner Twitter-Timeline landen.

So aus der Hüfte würde ich mal schätzen, das pro Tag vielleicht 1% der Tweets aus meiner Twitter-Timeline ausgefiltert werden. Wenn überhaupt.

Es wird allmählich langweilig!

In Paris ermorden zwei religiös fanatisierte Vollidioten einen Polizisten sowie mehrere Journalisten, die für ein Satire-Magazin gearbeitet haben, das in der Vergangenheit schon jeder Religion mindestens einmal kräftig ans Bein gepinkelt hat.

Und das einzige, was den Damen und Herren Innenministern Land auf, Land ab einfällt, ist noch mehr Schleifen von Bürger- und Freiheitsrechten und noch mehr Totalüberwachung? Seriously??

Das ist ja schon fast so, als würde man ankommende Asylbewerber in einer ehemaligen KZ-Aussenstelle unterbringen wollen … oh … wartet!

absolutistische Twitter-Eliten

Ich mag mich ja täuschen, aber irgendwie hat sich bei den (von den Medien so genannten) Twitter-Eliten eine Art Meinungsabsolutismus etabliert.

Beispielsweise werden alle, die eine andere Meinung haben oder das Blog von fefe lesen, pauschal als Idioten hingestellt und andere Twitterer werden indirekt aufgefordert, andere Twitterer, die einen bestimmten Account retweeten, zu entfolgen oder gar zu blockieren.

Auf diese Art von Absolutismus kann ich jedoch gerne verzichten und werde wohl zukünftig verstärkt dazu übergehen diese Personen zu blockieren, um sie aus meiner Timeline raus zu halten.

Uhl’scher Reflex

Ein anscheinend vorwiegend bei konservativen Innenpolitikern zu beobachtendes, medizinisches Phänomen ist der nach dem Unionspolitiker Hans-Peter Uhl benannte, Uhl’sche Reflex.

Personen, die an diesem Reflex leiden, erkennt man daran, das sie quasi reflexartig mit der Forderung nach Wiedereinführung der Vorratsdatenspeicherung oder der Einführung anderer anlassloser Überwachungsmaßnahmen sowie der Forderung nach Ausweitung der Befugnisse der Sicherheitsbehörden reagieren.

Um diesen Reflex auszulösen, reicht es meistens, bestimmte Buzzwords wie “Terror” oder “Anschlag” in einem, an dem Reflex leidenden Politiker gerichteten Satz unterzubringen. Der angesprochene Politiker antwortet darauf dann reflexartig und ohne weiteres Nachdenken mit einer oder mehrerer der oben genannten Forderungen.

Charlie Hebdo und die Vorratsdatenspeicherung

Der Charlie Hebdo Anschlag ist doch im Grunde der beste Beweis dafür, das die Vorratsdatenspeicherung absolut nutzlos ist.

In Frankreich gibt es die Vorratsdatenspeicherung und so wie es im Moment aussieht, hat sie weder geholfen, diesen widerlichen Anschlag zu verhindern, noch konnten die Täter durch die Vorratsdatenspeicherung bereits gefasst werden.

Das sich jetzt – keine 48 Stunden nach diesem schrecklichen Verbrechen – konservative Politiker, die man auch als innenpolitische Hardliner oder Betonköpfe bezeichnen könnte, hinstellen  und unverhohlen die Wiedereinführung ebendieser nutzlosen Vorratsdatenspeicherung fordern, ist nicht nur pietätlos, sondern auch an populistischer Realitätsverweigerung kaum zu überbieten.

Extremisten bekämpft man nicht mit wirkungsloser Totalüberwachung oder damit, das man vor den rechten Pegida-Spinnern den Schwanz einzieht und in der Hoffnung auf zusätzliche Wählerstimmen bereitwillig Bürger- und Freiheitsrechte schleifen will. Nein, Extremisten jedweder Couleur bekämpft man am besten, indem man sie gesellschaftlich isoliert und ihnen durch Bildung, Aufklärung und ernst gemeinte Integration den Nährboden entzieht.

Alles andere sind Nebelkerzen und blanker Populismus.

Twitter und wichtige Ereignisse

Merke: Wenn irgendetwas weltbewegendes passiert, ist Twitter den Rest des Tages unbenutzbar, wenn man keinen Client hat, der Filtern kann.

Nicht falsch verstehen, aber wenn ein und das selbe Foto zum x-ten mal als Retweet oder der x-te gleichlautende Tweet durch meine Timeline rauscht, fängt es einfach an, nervig zu werden. Ich bin dann immer heilfroh, das die Leute ihren Tweets einen identischen Hashtag hinzufügen. Das erleichtert das Filtern ungemein.

So und jetzt dürft Ihr mich gerne als herzlos beschimpfen, aber ich sage es Euch gleich: das geht mir am Ar*** vorbei :P

Spaß mit dem Gesundheitsamt (mal anders)

Vor einigen Wochen waren wir mit Leon beim Gesundheitsamt wegen der Schultauglichkeitsuntersuchung. Und obwohl die nette Dame bei Leon wenig zu tun hatte, wies sie uns noch darauf hin, das bei Leon demnächst Impfaufrischungen anstehen würden.

Da bei Leevke noch die MMR-Impfung (Masern,Mumps,Röteln) an stand, haben wir also gestern beide Kinder zum Kinderarzt gebracht, um sie piecksen zu lassen.

Als der Kinderarzt jedoch Leons Impfpass durchschaute, meinte er fragend zu uns, was er denn bei Leon machen solle, da sein Impfschutz vollständig und noch keine Auffrischung nötig sei. Wir waren total überrascht und fragten uns, wieso die Dame beim Gesundheitsamt dann meinte, das bei Leon Impfungen aufgefrischt werden müssten.

Die Lösung war so einfach, wie naheliegend: Die Dame ging anscheinend ausschließlich von Leons Alter aus, ohne zu schauen, welche Impfungen wann gemacht wurden. Da Leon die meisten Impfungen als Kombination bekommen hatte, bei denen der Impfstoff anscheinend länger wirkt, stehen die nächsten Auffrischungen frühestens nächstes Jahr an.

Tja, und die Moral von der Geschicht:

Vertraue im Zweifelsfall eher Deinem Kinderarzt, als irgendwelchen Mitarbeitern von Gesundheitsämtern oder anderen Behörden, wenn es um die Gesundheit Deiner Kinder geht!

Denn der Kinderarzt sollte neben Dir (und Deinem Partner) die Person sein, die am besten weiß, wann welche Impfungen/Untersuchungen bei Deinem Kind gemacht wurden und was wann ansteht. Er sollte auch in diesen Dingen auch immer Dein erster Ansprechpartner sein!