Von A…nachbarn und ihren Handwerkern

Unsere Nachbarschaft hier ist echt ein Fall für das zukünftige Atommüllendlager, wo auch immer das dann sein wird.

Seit fast 2 Monaten werden wir hier von den Handwerkern der Familie B. 6 Tage die Woche (Montag bis Samstag) mit Baulärm förmlich terrorisiert. Familie B. scheint den Garten hinter ihrem Haus komplett um zu gestalten. Obendrein wurden die Balkone rund um das Haus ersetzt und anscheinend wir auch noch das Pflaster entsprechend umgestaltet, damit es zur neuen Optik passt.

Der Oberhammer ist aber, das Familie B. seit Beginn der Bauarbeiten kaum noch zu hause war. Die waren immer mal wieder nur für 2 – 3 Tage da und sind dann wieder verschwunden. Wahrscheinlich waren sie eh nur zum Wäsche waschen, Koffer neu packen und nach dem Rechten schauen da und lassen es sich in der Zwischenzeit irgendwo gut gehen, während wir hier mit dem Baulärm und wild parkenden Handwerkern leben müssen.

Da fällt es dann echt schwer, ruhig zu bleiben und keine Gewaltphantasien zu bekommen!

Elendige Drecksäcke! Oder: Milchpulverknappheit in Coburg und anderswo

Also langsam kriege ich nen Hals von hier bis nach Lübeck und zurück!

In so gut wie allen Geschäften hier in Coburg sind die Folgemilchs 2 und 3 mehr oder weniger permanent ausverkauft. Einzige Ausnahmen sind im Moment noch Humana und die Eigenmarken der Drogerien, was die Sache aber nicht unbedingt besser macht.

Das bedeutet im Umkehrschluss, das wir jede Woche sämtliche Geschäfte abfahren dürfen, um zu schauen, wo wir das Milchpulver für Leevke bekommen. 10 Euro für die Humana Milch sind uns nämlich doch ein wenig zu viel, auch wenn wir auf Dauer wohl kaum um einen Herstellerwechsel herum kommen werden, wenn das so weiter geht. Und bei Eigenmarken bin ich von Natur aus immer etwas vorsichtig, keine Ahnung, warum.

Und alles nur wegen dieser Drecksäcke, welche die Milchpulverbestände hier aufkaufen und nach Asien schicken, weil die Leute dort ihren eigenen Milchpulvern nicht (mehr) trauen. Leute, wenn die Hersteller in Eurer Heimat kein ordentliches Milchpulver zustande bringen, gibt das euch noch lange nicht das Recht, hier sämtliche Milchpulverbestände aufzukaufen.

Und nein, in diesem Punkt bin ich ein egoistisches Arschloch, denn wie gut oder schlecht das Milchpulver dort ist, geht mir gepflegt am Ar*** vorbei, weil es nicht mein Problem ist! Wenn ich aber jede Woche wegen euch Drecksäcken kreuz und quer durch die Stadt fahren muss, um für meine Tochter Milchpulver zu bekommen, dann ist das für mich und viele andere ei Problem und dann hört für mich der Spaß auf und ich fange an, meine gute Erziehung zu vergessen!

E-Mail-Verschlüsselung für alle

Es ist schon irgendwie paradox, das es seit über 20 Jahren im Grunde mit S/MIME-Zertifikaten und PGP zwei Systeme gibt, um seine Mails durch Verschlüsselung vor neugierigen Blicken Dritter, wie dem BND oder der NSA zu schützen.

Beide Systeme haben jedoch einen entscheidenden Nachteil: ihre Handhabung ist für den 0815-Anwender zu komplex. Um S/MIME-Zertifikate nutzen zu können, muss man beispielsweise die entsprechenden Zertifikate bei einem Zertifikate-Anbieter kaufen, in seinem Client installieren und obendrein müssen die Zertifikate auch noch regelmäßig kostenpflichtig erneuert werden.

Bei PGP/GPG hingegen muss man zwar kein Geld in die Hand nehmen, jedoch bieten viele Mail-Clients keine standardmäßig keine Unterstützung für PGP/GPG, so das man gezwungen ist, entweder auf einen Client mit Support für PGP/GPG umzusteigen, oder – sofern vorhanden – die Unterstützung per Plugin nachrüsten. Egal, für welche Option man sich entscheidet: beide sind nicht wirklich praktikabel für den 0815-Anwender.

Wenn man jetzt also die flächendeckende Verwendung von Mail-Verschlüsselung vorantreiben möchte, müsste man also zuerst einmal Druck auf die Anbieter von Mail-Clients und Webmail-Diensten ausüben, das sie nach Möglichkeit sowohl S/MIME-Zertifikate als auch PGP/GPG unterstützen. Will man dann noch die Verwendung von S/MIME-Zertifikaten, welche insgesamt wohl einfacher einsetzbar sind, vorantreiben, wäre es am einfachsten, wenn der Staat in den Markt mit S/MIME-Zertifikaten eingreift, indem das BSI die von den Bürgern selbst erstellten S/MIME-Zertifikate nach einer Authentifizierung durch den nPA und gegen einen kleinen Obolus zur Deckung der Kosten, digital signiert. Alternativ könnte der Staat aber auch Zuschüsse an Privatpersonen für den Kauf und die Verlängerung von S/MIME-Zertifikaten zahlen.

Das alles nützt aber wenig, wenn man die Leute nicht auch darüber aufklärt, was E-Mail-Verschlüsselung ist und warum man sie nutzen sollte. Diese Aufgabe könnten die allgemeinbildenden Schulen sowie die Volkshochschulen übernehmen. Erstere im Rahmen des normalen EDV-Unterrichts und letzte im Rahmen kostenloser Vorträge zu dem Thema.

Tiny Tiny RSS: (m)ein Google Reader-Ersatz

Da Google ja bekanntlich seinen RSS-Reader zum 01.07. einstellt, habe ich einige Zeit damit verbracht, mich nach einem Ersatz für den lieb gewonnenen Reader um zuschauen. Ich habe mir dabei einige hochgelobte Alternativen wie z.B. feedly angeschaut, konnte mich aber nicht mit ihnen anfreunden.

Schlussendlich bin ich dann beim vorletzten Punkt auf meiner Alternativen-Liste angekommen: Tiny Tiny RSS, einem Open Source RSS-Reader zum selber hosten. Die Installation an sich ging relativ schnell und unproblematisch, ein wenig tricky war nur die automatische Aktualisierung der Feeds per Cronjob, was aber eher mit der Konfiguration des Webspace zusammen hing. Letztendlich erledigt das jetzt ein externer, kostenloser Webservice.

Die Optik und das Handling von Tiny Tiny RSS erinnern ein wenig an den Google Reader, wobei die Möglichkeiten, die sich einem bieten ungleich größer sind. Neben verschieden Anzeigemöglichkeiten hat man auch die Mögichkeit, die einzelnen Artikel der abonnierten Feeds mit Hilfe von Filtern und Labels nach bestimmten Kriterien zu sortieren. Besonders interessant ist auch die Möglichkeit, per Plugin mehrere Installationen von Tiny Tiny RSS miteinander zu verbinden und auf dem Weg die Abonnierten Feeds miteinander zu teilen. Fehlende Funktionen kann man relativ einfach über die Plugin-API selber nachrüsten, sofern man sich mit PHP und ggf. JavaScript auskennt. Auch schön ist, das es Clients für Android, iOS und Windows Phone gibt, mit denen man seine Feeds auch auf dem Smartphone/Tablet lesen kann.

Der größte Vorteil von Tiny Tiny RSS ist aber die Tatsache, das man Herr über seine Daten bleibt und sich nicht von Anbietern wie Google reinreden lassen muss, welche Artikel eventuell interessant für einen sein könnten ;-)

Mich persönlich hat Tiny Tiny RSS vollends überzeugt, so das ich den letzten Feed-Reader auf meiner Liste getrost ignorieren konnte.

Verlängerung für Leon

Für Leon geht es im Kindergarten ab Montag in zweierlei Hinsicht in eine Verlängerung:

Zuerst einmal darf er ein weiteres Jahr in der Käfer-Gruppe bleiben und muss noch nicht in eine Gruppe, die seinem Alter entsprechen würde, wechseln. Dort wäre er wohl höchstwahrscheinlich unter gegangen.

Zum anderen darf Leon ab Montag auf Anraten “seiner” Erzieherinnen und des pädagogischen Fachdienstes bis 15 Uhr im Kindergarten bleiben. Ich denke davon profitieren sowohl wir als auch Leon. Er, weil es ihm dort sehr gut gefällt, er sich dort wohlfühlt und er sich dort richtig austoben kann, was hier aufgrund der beengten Platzverhältnisse nur schwer geht. Wir profitieren davon, weil wir uns keinen Kopf mehr machen müssen, wie wir zwei Kinder den ganzen Nachmittag bei Laune halten.

Die notwendige Zusatzvereinbarung zum Betreuungsvertrag habe ich übrigens gestern Nachmittag unterschrieben, als ich Leon um kurz nach 15 Uhr aus dem Kindergarten abgeholt habe. Das war dann auch gleichzeitig der erfolgreiche Probelauf für Montag ;-)

Chance vs. Möglichkeit

In der Politik wird in letzter Zeit gerne die so genannte Chancengerechtigkeit propagiert, die nichts anderes als eine Nebelkerze ist, um von der tatsächlichen Ungerechtigkeit in diesem Land abzulenken. Chancengerechtigkeit heißt in diesem Kontext nichts anderes, als das man behauptet, das z.B. jeder die Chance auf einen ordentlich bezahlten Job hat.

Das klingt ja an sich ganz gut, ist aber nicht. Was nützt es einem, wenn man zwar die (theoretische) Chance auf einen ordentlich bezahlten Job hat, es aber an den Möglichkeiten fehlt, diese Chance auch zu nutzen? Mal ganz abgesehen davon, das eine sich bietende Chance auch immer etwas zufälliges ist.

Würde man jedoch z.B. sagen

Jeder Mensch hat durch gute Noten und Fleiß die Möglichkeit, einen ordentlich bezahlten Job zu bekommen.

würde man von echter Gerechtigkeit sprechen, da es von jedem selbst abhängt, ob er die gebotene Möglichkeit durch das Erfüllen der verlangten Voraussetzung(en) nutzt.

Damit würde dann auch das alte Sprichwort

Jeder ist seines eigen Glückes Schmied

wieder mit Leben erfüllt werden, da es ja von einem selber abhängt, ob man die Möglichkeiten, die sich einem bieten, nutzt oder nicht.

Termine aus der Jobbörse der Arbeitsagentur exportieren

Wer als Arbeitssuchender die Jobbörse der Arbeitsagentur nutzen muss, kommt des öfteren auch in die Situation, das dort Termine für einen hinterlegt werden. Aus nicht nachvollziehbaren Gründen ist es jedoch nach wie vor nicht möglich, diese in den eigenen Kalender zu exportieren.

Mit einem kleinen Umweg über die App der Jobbörse ist es jedoch möglich, Termine quasi über Bande zu exportieren. Dazu muss man sich, sofern nicht bereits geschehen, die App auf seinem Smartphone installieren und sich mit seinen Zugangsdaten der Jobbörse in der App anmelden.

Anschließend öffnet man die linke Seitenleiste der App, wechselt in die Termine und öffnet den gewünschten Termin. Um diesen nun zu exportieren braucht man jetzt nur noch auf das Kalendersymbol oben rechts zu klicken.