About Heiko

Seit 2008 glücklich verheirateter Ostfriese Baujahr '81, den die Liebe 2002 nach Franken gebracht hat und der seit Februar 2009 Vater eines wunderbaren Sohnes ist.

Versuchskaninchen :-)

Auf der Arbeit bin ich im Moment so ein bisschen ein Versuchskaninchen und ich bin auch noch selber Schuld daran :cool:

Ich weiss nicht, warum, aber mit dem Macromedia DreamWeaver, der auf der Arbeit als “Entwicklungsumgebung” eingesetzt wird, werde ich irgendwie nicht warm. Man merkt dem Ding einfach immer wieder an, das es eigentlich “nur” ein aufgebohrter Editor für Webseiten und keine Entwicklungsumgebung im klassischen sinne ist. Nach ein einem kurzen Klönschnack mit Tante Google bin ich über das Eclipse-Plugin CFEclipse gestolpert, welches ich mir dann auch gleich mal zum Testen eingerichtet habe. Sprich: aktuelle Eclipse-Version heruntergeladen, das Market-Plugin installiert und anschließend CFEclipse aus dem Eclipse-Market installiert und fortan damit meine Arbeit verrichtet.

Während ich gerade über einem Problem mit einem ColdFusion Projekt brüte, kommt mein Chef ins Büro, bemerkt sofort, das ich nicht den DreamWeaver nutze ich spricht mich darauf an. Ich hatte schon ein wenig Dusel, das es deshalb eventuell eins auf die Lampe geben würde, aber er meinte nur, das er es mag, wenn seine Leute auch mal neues ausprobieren. Als nächstes kam dann noch die Frage, ob ich mir nicht den CF-Builder von Adobe installieren wolle. Von dem hätten sie eine Lizenz da, die aber nicht verwendet wird, weil sie bislang nicht mit Eclipse warm geworden sind. Das Angebot habe ich dankend angenommen und jetzt bin ich halt quasi das CF-Builder-Versuchskaninchen, weil ich anscheinend als einzige mit Eclipse zurecht komme :mrgreen:

Die Mär vom “geistigen Eigentum”

Kurz gesagt: Es gibt kein geistiges Eigentum, auch wenn die Content-Kartelle unentwegt etwas anderes predigen. Aber wir alle wissen ja auch, das etwas nicht alleine dadurch wahr wird, das man es oft genug wiederholt hat. ;-)

Es gibt zu dem Thema auch ein sehr schönes Zitat:

Es gibt kein geistiges Eigentum. Sobald eine Idee ausgesprochen ist ist sie frei, denn: Wer eine Idee von mir empfängt, mehrt dadurch sein Wissen, ohne meines zu mindern, ebenso wie derjenige, der seine Kerze an meiner entzündet, dadurch Licht empfängt, ohne mich der Dunkelheit auszusetzen.

Dieses Zitat stammt von niemand geringerem als Thomas Jefferson, seines Zeichens unter anderem Hauptautor der amerikanischen Unabhängigkeitserklärung und dritter Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika.

Social-Media-Gruppenzwang

Falls jemand ein paar Beispiele für Gruppenzwang sucht, soll er sich doch einfach mal die Social-Media-Buttons und -Seiten angucken:

Mittlerweile hat ja jede Seite, die etwas auf sich hält, zumindest den Like-Button von Facebook integriert und somit wird dann quasi auch ein gewisser Druck auf “widerspenstige” Admins, die sich diesen Buttons bislang verweigert haben, aufgebaut, diese doch auch endlich zu integrieren. Schließlich hat ja “jede andere Seite” auch inzwischen einen Like-Button.

Ähnlich, aber noch nicht so schlimm verhält es sich mit den Facebook-Seiten. Auch die hat mittlerweile so ziemlich jeder. Wie notwendig sie für den jeweiligen Besitzer letztendlich sind, sagt die Anzahl der Fans mehr als deutlich ;-) Aber Hauptsache, man gehört dazu und hat eine. Scheiß egal, ob man nur 3 Fans, die allesamt aus der eigenen Familie und dem Freundeskreis stammt, hat. Und ähnlich wie bei den Like-Buttons wird man komisch angeschaut, wenn man bislang noch keine Notwendigkeit gesehen hat, eine Facebook-Seite für seine Webseite anzulegen.

Also wenn das kein Gruppenzwang, was dann?? :mrgreen:

Machen Social-Media-Buttons die Diskussionskultur kaputt?

Ich weiss nicht, ob es nur mir so geht, aber wenn ich so durch diverse Blog surfe, habe ich den Eindruck, das die Leute immer weniger kommentieren, seit es den “Like” Button von Facebook bzw. sein “+1″ Pendant von Google+ gibt.

Das ist jedoch irgendwo auch schade, da man sich als Blogger ja gerade darüber freut, wenn die Leser ihr Feedback als Kommentar posten und nicht nur auf “gefällt mir” klicken und dann zur nächsten Seite verschwinden. Blogs leben davon, das sie gelesen werden und das die Besucher sich durch Kommentare an den Diskussionen beteiligen, indem sie sowohl positives als auch negatives Feedback posten. Wie soll man sich als Blogger verbessern und weiterentwickeln können, wenn man von seinen Lesern kein brauchbares Feedback in Form von Kommentaren bekommt?

Sicher ist es nervig, wenn man sich bei vielen Seiten erst registrieren muss, nur um einen Kommentar schreiben zu können. Ich will auch nicht wirklich wissen, wie viele Karteileichen sich bei diesen Seiten so tummeln. Zum Glück ist es aber bei den meisten Blogs so, das man sich eben nicht registrieren muss, um einen Kommentar schreiben zu können, sonder höchstens ein Capche oder eine Mathe-Aufgabe lösen muss.

Aus diesem Grund habe ich auf meinen Blogs heute die Social-Media-Buttons entfernt, um die Besucher wieder dazu anzuregen, Kommentare zu schreiben, anstatt “gefällt mir” zu klicken. Es wäre schön, wenn sich andere Blogger dieser Aktion anschließen würden.

Vergleich Windows <> Linux

Software installieren unter Linux:
1. sudo apt-get install [Paket-XY]
Paket inklusive aller Abhängigkeiten wird heruntergeladen. 20 Sekunden später ist das Programm einsatzbereit.

Softwareinstallation unter Windows:
1. Programm via Google suchen und downloaden.
2. “Hallo, ich bin der Installationsassisten. Ich “helfe” ihnen bei der Installation. Aber erst muss ich 5 min irgendwelches Zeug entpacken.”
3. “Gleich wird ihr Programm installiert. Vorher müssen sie nur noch diesen 200 Seiten langen Knebelvertrag durchlesen und absegnen.”
4. “Wollen Sie vielleicht eine yahoo-Toolbar installieren?”
5. “Nein, dann vielleicht ein bisschen kostenloses Snakeoil, das ihren PC verlangsamt?”
6. “Ganz sicher?”
7. “Wollen Sie das Programm wirklich dort installieren, wo alle anderen Programme auch installiert sind?”
8. “Ok, dann beginnen wir mit der Installation…”
9. “Ach nee, doch nicht. Da fehlt Ihnen noch diese [hier beliebige Abhängigkeit einsetzen].”
10. Abbruch der Installation. Zurück zu Schritt 1.

Liebe GEZ

Liebe GEZ,

auch wenn Ihr es vielleicht nicht gerne hört, aber mit Euren ständigen Schreiben, in denen Ihr euch erkundigt, ob ich mir nicht vielleicht doch in der Zwischenzeit einen Fernseher gekauft habe, geht mir inzwischen tierisch auf den Wecker!

Sollte ich mir jemals in nächster Zukunft einen Fernseher kaufen, was ich auf Grund des unbefriedigenden und niveauarmen Programmangebots jedoch momentan mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit ausschließe, seit Ihr die Ersten, die es erfahren. Versprochen!

Aber bis es so weit ist, lasst mich bitte mit Euren ständigen Nervbriefen in Ruhe und denkt ja nicht daran, Eure Fußtruppen (vulgo: GEZ-Drücker) vorbei zu schicken. Die lasse ich eh nicht rein. Muss ich ja auch nicht ;-)

Ach ja, und falls Ihr doch meint, mich unbedingt weiter nerven zu müssen, dann vergesse ich auch in Zukunft die Briefmarke auf den Rückumschlag zu kleben :mrgreen:

MfG und LMAA

H. Adams

Zwischenbericht nach 2 Arbeitstagen

So, nach 2 Arbeitstagen mal ein kleines Zwischen-Fazit zur neuen Firma und den neuen Kollegen – auch wenn ich noch nicht alle kenne, da einige krank sind oder Urlaub haben.

Bislang muss ich sagen war der Wiedereinstieg in das Berufsleben relativ schmerzlos, was ich ehrlich gesagt nicht so erwartet habe. Irgendwie bin ich davon ausgegangen, das ich morgens mehr Blei in den Beinen hätte, aber sei es drum :mrgreen:

Die neue Kollegen1 und vor allem der Chef sind bislang auch noch nicht negativ in Erscheinung getreten und die Firma ist auch prima. Der Umgangston ist entspannt und locker, Tee und Kaffee kann man sich auch jederzeit machen und wer lieber Wasser oder ne Limo mag, die gibts auch auf Kosten der Firma :-)

Die Büros sind geräumig, in unmittelbarer Nähe zueinander und die Schreibtische sind glücklicherweise großzügig dimensioniert. Das einzige, das momentan noch ein wenig nervig ist, was sich aber hoffentlich bald ändern wird, ist die Sache mit dem Parken. Da für mich kein Transponder mehr übrig war, muss erst ein neuer bestellt werden und bis dahin müsste mir jedes mal einer der Kollegen mit Transponder die Schranke öffnen. Da mir das aber ein wenig zu blöde ist und ich deswegen auch niemanden nerven mag, schaue ich lieber, ob ich zumindest morgens nicht vielleicht doch noch einen der wenigen kostenlosen Parkplätze in der direkten Umgebung ergattern kann. Und die paar Schritte, die ich dann mehr laufen muss, bringen mich auch nicht um ;-)

Die für die Webprojekte verwendete Programmiersprache Cold Fusion ist zwar im Moment noch ziemliches Neuland, aber das ist sicher auch nur eine Frage der Zeit. Was im Moment bei der Einarbeitung ein wenig hinderlich ist, ist der Umstand, das die Quellcodes historisch bedingt zuweilen ein wenig chaotisch aussehen und man teilweise ein wenig suchen muss, bis man fündig wird. Aber sonst würde es ja auch irgendwie keinen Spaß mehr machen, wenn alles so einfach wäre :mrgreen:

Aber was mir ganz wichtig ist: keine One-Man-Show mehr! Soll heißen, ich muss mich nicht mehr alleine durchschlagen, sondern es gibt immer mindestens einen Kollegen, den ich Fragen kann. Und jetzt alle so: yeah! :-)

  1. zumindest die, die ich bislang kennengelernt habe []

Shitstorm aus der Verwandschaft

Ach, ich liebe meine Verwandtschaft. Da hat man nach knapp 7 Monaten, in denen man mit weniger als 1000 Euro ALG leben muss, endlich einen neuen Job gefunden und erwähnt nebenbei bei einem Weihnachts-Telefonat, das man sich demnächst mal eine Wohnung anschauen möchte und schon bricht ein Familien-Shitstorm über einen herein :shock:

Ironischerweise das vorgebrachte Hauptargument gegen die eigene Wohnung:

Lasst Euch damit Zeit und wartet die Probezeit ab, vorher ist das zu riskant!

Dieser Ratschlag kommt zu allem Überfluss ausgerechnet von Leuten, die die Situation hier überhaupt nicht kennen, da sie noch nie hier waren und auch nicht den Eindruck erwecken, daran demnächst etwas ändern zu wollen. Darüber hinaus haben sie mit Probezeiten oder sonstigen beruflichen oder gar finanziellen Risiken absolut nichts mehr am Hut, da sie seit etlichen Jahren nicht mehr arbeiten und zu der Zeit, als sie noch gearbeitet haben, vernünftig bezahlt wurden.

Würde jeder junge Mensch so denken und so lange mit Familie und den eigenen 4 Wänden warten, bis es “sicher genug” ist,  würden viele von denen wahrscheinlich noch mit Mitte 40 bei ihren Eltern wohnen, weil immer wieder etwas dazwischen kommt und es eben nicht (mehr) sicher genug ist ;-)

Sicherheit hat man als Berufstätiger heute nur noch, wenn man Beamter auf Lebenszeit ist. Für alle anderen ist ein sicherer Job letztendlich nicht mehr als eine Illusion, an die man sich klammert, weil man weiss das es jederzeit jeden erwischen kann, wenn es nur schlecht genug läuft. Und das kann heute ja schneller passieren, als man denkt. :evil: