Berater für Private Krankenversicherungen müsste man sein

Zumindest, wenn es stimmt, das einige Gesellschaften ihren Beratern für neue Vertragsabschlüsse bis zu 9 Monatsbeiträge als Provision zahlen. Da selbst die preiswertesten Verträge kaum unter 400 Euro zu haben sind, macht das alleine bei solchen „billig“ Verträgen eine Provision von 3.600 Euro pro Vertrag. Jetzt wisst ihr auch, warum die Berater einem immer möglichst teure Tarife auf schwatzen wollen. 😉

Im Umkehrschluss würde das bedeuten, das die Gesellschaften, wenn sie ehrlich wären, bei so mancher „Tarifanpassung“ als Begründung sinngemäß

… Leider müssen wir Ihren Tarif anpassen, da unsere Berater im Moment zu erfolgreich und wir so wahnsinnig sind, ihnen 9 Monatsprämien als Provision für neue Kunden zahlen …

schreiben. Das werden sie aber kaum machen, da dann sicher so mancher Kunde auf die Idee kommen würde, über einen Wechsel der Gesellschaft nachzudenken. Immerhin kann man seine Altersrückstellungen ja (auf dem Papier) inzwischen bei einem Versicherungswechsel mitnehmen. 😎

CC BY-SA 4.0 Berater für Private Krankenversicherungen müsste man sein von Heiko Adams ist lizenziert unter Creative Commons Namensnennung-Weitergabe unter gleichen Bedingungen 4.0 international.

2 Antworten auf „Berater für Private Krankenversicherungen müsste man sein“

  1. Mag sein, aber für die Gesellschaften, die ihren Beratern mehrere Monatsbeiträge als Provision zahlen, ist jeder Neukunde ja erst einmal ein Verlustgeschäft, weil seine eingereichten Rechnungen während der Zeit, in der seine Monatsbeiträge quasi an den Berater gehen, ja über die Prämien der Bestandskunden reguliert werden.

    Und was Direktversicherungen angeht: Bei bestimmten Versicherungen (Haftpflicht, Krankenversicherung) habe ich lieber jemanden vor Ort, dem ich zur Not aufs Dach steigen kann 😉 Am Telefon geht so was – wenn überhaupt – nur suboptimal 😎

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