Die Coburg-App – ein Fall für die Tonne

Coburg will hipp sein und so gibt es seit einiger Zeit schon eine Coburg-App, mit der z.B. Touristen schnell herausfinden können sollen, was in Coburg Event-mäßig so los ist. Die Idee war sicher gut, aber die Umsetzung wurde wie so oft bei solchen Unternehmungen meiner Meinung nach ordentlich versemmelt, um es höflich zu formulieren.

Das fängt schon mit dem Userinterface an, das ich persönlich hässlich wie die Nacht und total altbacken finde. Solche UIs hat man vielleicht zu Zeiten von Android 2.x gebaut, aber nicht mehr im Jahr 2016! Wie heißt es so schön: 2010 hat angerufen und will sein (Android-)Userinterface zurück! Das sich das Userinterface der Android-Version nicht an die Material-Design-Regeln von Google hält und die App deshalb wie ein Fremdkörper wirkt, ist da schon fast nebensächlich. Ebenso wie der Umstand, das sich hinter vielen Punkten der App lediglich Verweise auf Webseiten befinden, die dann in der App geöffnet werden.

Als Fazit kann man festhalten, das die aktuelle Coburg-App ein gutes Beispiel dafür ist, wie man eine Stadt-App nicht umsetzen sollte, wenn man sich nicht vollends damit blamieren möchte. Auch die Bewertung im Google Play-Store mit 3,5 Sternen und die letzten Kommentare sprechen schon fast für sich und gegen die App.

Liebe Mitmenschen, liebe Medien

Es ist absolut löblich und aller Ehren wert, das Ihr Euch so engagiert für die vor Krieg und Verfolgung nach Deutschland fliehenden Menschen einsetzt und der rechten Hetze sachlich und mit fundierten Argumenten begegnet.

Ich hätte da aber trotzdem mal eine Bitte: könntet Ihr Euch bitte auch in dem selben Maße für die Menschen engagieren, die unverschuldet in die Fänge des HarzIV-Regiemes geraten sind?

Wer sich mal auch nur ein wenig mit diesem Thema beschäftigt, merkt eigentlich ganz schnell, dass das System „HarzIV“ reine Menschenverachtung ist und eigentlich sofort abgeschafft gehört, da es nichts in einem Sozialstaat zu suchen hat.

Beispiel: Dank der hiesigen SPD (wofür steht das „S“ nochmal?) gelten in der Stadt Coburg für eine 4-köpfige Familie 90m² und 506 EUR Warmmiete als angemessen. Letzteres ist, wenn man mal einen kurzen Blick auf den hiesigen Immobilienmarkt wirft, blanker Hohn! Für das Geld bekommt man mit viel Glück vielleicht eine kleine, nicht renovierte 3-Zimmer Wohnung irgendwo am Stadtrand, aber nie und nimmer eine Wohnung mit 90m².

Wenn man jetzt auch noch davon ausgeht, das der durchschnittliche Quadratmeterpreis in Coburg bei etwa 6,40 EUR/m² liegt, dann würde schon die Kaltmiete für eine als angemessen geltende 90m² Wohnung 70 EUR über dem Betrag liegen, den ein ALG2-Empfänger vom JobCenter für die Miete überwiesen bekommt. Diese 70 EUR müssten dann im Zweifelsfall von der Grundsicherung abgezweigt – und somit zweckentfremdet – werden, wenn man keine Lust auf Mietschulden hat.

Daher nochmals meine Bitte: Bitte engagiert Euch neben den Flüchtlingen auch für diese Menschen, da man ansonsten den Eindruck bekommt, das Euch Flüchtlinge wichtiger sind, als HarzIV-Empfänger. Denn genau DAS wäre zusätzliches Wasser auf die Mühlen von AfD, PEGIDA und der ganzen anderen rechten Flachzangen – und das wollen wir doch alle nicht wirklich, oder? ODER? 😉

Es nervt!

Allmählich fängt die ewige Debatte um den Neubau eines Verkehrslandeplatzes in Neida an, tierisch zu nerven. Nein, nicht die Debatte an sich nervt, sondern der Fanatismus, mit dem die Gegner des Neubaus ihre Argumente wiederholen. Unbeirrt davon, das eben diese Argumente bereits mehrmals als Unwahrheit, ökologischer oder ökonomischer Wahnsinn entlarvt wurden.

Nein, diese Leute behaupten immer und immer wieder, das man den vorhandenen Landeplatz auf der Brandensteinsbene genau so gut „ertüchtigen“ könne und damit der Neubau überflüssig würde.

Diesen Leuten scheint es völlig egal zu sein, das bei einem regelkonformen Ausbau der Bahn des VLP – sofern der überhaupt wirtschaftlich machbar ist – eben diese in die ersten Vorgärten des Stadtteils Rögen hineinreichen würde. Ebenso scheint es ihnen egal zu sein, das auch die vorgeschriebene Anflugbefeuerung in rögener Vorgärten aufgestellt werden müsste.

Aber noch mehr nervt eben der bereits erwähnte Fanatismus der Neubau-Gegner, der schon teilweise vom Verhalten her an PEGIDA und Co erinnert: Jeder, der nicht ihrer Meinung ist, wird wüst beschimpft und als Lügner bezeichnet. Sie selber nehmen jedoch für sich die Meinungsfreiheit in Anspruch. Irgendwie schizophren.

Können diese Menschen bitte wieder unter ihren Steinen verschwinden, unter denen sie hervor gekrochen sind, bis sie bereit sind, sich ihrem Alter entsprechend an der Debatte zu beteiligen?

Und wo wir gerade beim Artikel 5 des Grundgesetzes sind:

Bild: xkcd, Text: Anatol Stefanowitsch, CC-BY-NC 2.5

Studenten in Coburg brauchen Wohnraum

Also langsam krieg ich echt Puls, wenn ich schon wieder höre, das es auch in diesem Jahr für die „armen“ Studenten in Coburg nicht genug Plätze in den inzwischen 5(!) Wohnheimen gibt und das Privatpersonen ihre Zimmer/Wohnungen doch bitte an die „armen“ Studenten vermieten sollen.

Es reicht langsam echt, jedes Jahr aufs neue diesen Bullshit hören zu müssen! Das es in Coburg etliche Familien gibt, die dank der ganzen Studenten-WGs keine 3- oder 4-Zimmer Wohnung mehr bekommen, scheint ja anscheinend niemanden so wirklich zu interessieren und das KOTZT MICH AN!

Natürlich vermieten Vermieter (sorry für diese blöde Formulierung) lieber an Studenten WGs, weil sie dann für jedes Zimmer die Miete und Nebenkosten separat kassieren können, was in der Summe oft mehr Geld bringt, als wenn sie die Wohnung als ganzes vermieten würden. Oder wer zahlt schon freiwillig 900 Euro kalt für eine 4-Zimmer Wohnung in Coburg?!?

Auch wenn die Politik es immer wieder leugnet, aber bei 3- und 4-Zimmer Wohnungen herrscht in Coburg zur Zeit definitiv Wohnungsmangel und der ist hausgemacht. Die Hochschule expandiert in den letzten Jahren und richtet immer neue Studiengänge ein, die natürlich auch Studenten von außerhalb anlocken, ohne jedoch dafür zu sorgen, das es ausreichend Platz in den Wohnheimen gibt. Sicher könnte man jetzt sagen, dass das Problem mit den Wohnheimen nicht Sache der HS ist, da die Wohnheime vom Studentenwerk betrieben werden. Das hält aber weder die Hochschule noch das Studentenwerk davon ab, ihre Vorhaben besser zu koordinieren. Zumal dieses Problem seit mehreren Jahren regelmäßig zu Beginn des neuen Semesters auftritt und bislang anscheinend nicht zufriedenstellen gelöst werden konnte.

Und um das klar zu stellen: Ich habe nichts dagegen, das Studenten Wohngemeinschaften bilden. Ich habe auch nichts dagegen, das die Hochschule expandiert und neue Studiengänge anbietet. Ich habe nur etwas dagegen, das Familien, die eine 3- oder 4-Zimmer Wohnung suchen, darunter leiden müssen, das es die Verantwortlichen offensichtlich nicht auf die Reihe bekommen, für ausreichend Platz in den Wohnheimen zu sorgen und Studenten deshalb gezwungen sind, auf den ohnehin schon angespannten privaten Wohnungsmarkt in Coburg auszuweichen.

Paywall bei der Neuen Presse

Nachdem das Tageblatt, bzw. das inFranken Portal, schon vor einiger Zeit mit der Paywall vorgelegt hat, hat in den letzten Tagen auch die Neue Presse nachgezogen.

Die hinter der Paywall geparkten Artikel nennt man dort ganz euphemistisch Premium-Artikel und macht sie durch ein Kronen-Symbol kenntlich.

Um so einen Artikel als nicht Abonnent lesen zu können, hat man im Grunde nur zwei Optionen:

  • Die aktuelle Ausgabe der Neuen Presse als E-Paper für 0,89 € kaufen,
  • Ein Abo für 19 €/Monat (E-Paper) abschließen

Die Option, nur diesen einen Artikel zu kaufen, gibt es – wie bei den meisten anderen Zeitungen auch – leider nicht. Wobei das für viele wahrscheinlich die interessanteste Option wäre. Genau so, wie die Möglichkeit, sich das E-Paper selber zusammen zu stellen, in dem man z.B. nur die Rubriken auswählt, die einen interessieren und dann einen entsprechend angepassten Preis für das E-Paper bezahlt.

Aber da würde man sich ja an den Wünschen der Kunden orientieren und mal was wirklich modernes und innovatives machen. Das geht ja gar nicht ….

Coburg und die Baustellen: Es nervt!

Also langsam gehen mir die Baustellen in Coburg einfach nur noch tierisch auf die Nüsse! Man weiß ja schon fast gar nicht mehr, wie man noch fahren soll/kann/darf:

  • Bahnhofstraße: letztes Stück aufgrund einer Baustelle Einbahnstraße in Richtung Bahnhof
  • Uferstraße: gesperrt
  • Sonntagsanger: gesperrt
  • Neustädterstraße: Zwischen hinterer Floßanger und Thüringer Kreuz Einbahnstraße stadteinwärts

Ist es nicht möglich, das alles ein wenig besser zu planen und nicht an allen Ecken gleichzeitig die Straßen auf zu reißen? Zumal ja auch noch immer die Ampelanlagen in Coburg erneuert werden und ja wohl auch noch einige Straßenbaumaßnahmen auf der Agenda für 2013 stehen. Hoffentlich nicht alle gleichzeitig 👿

Faschingsdienstag in Coburg (Rant)

Der Faschingsdienstag in Coburg ist mittlerweile so was von sinnfrei, das man gut und gerne auf ihn verzichten könnte! Denn obwohl der Gaudiwurm der Coburger Narhalla schon seit einigen Jahren nicht mehr am Faschingsdienstag, sondern am Sonntag vor Rosenmontag stattfindet, haben am Faschingsdienstag noch immer gefühlt ¾ der Geschäfte in und um Coburg geschlossen.

Was soll der Scheiß?!? Nicht nur, das hier im weiteren Sinne unnötig Geld von liegen gebliebener Arbeit zum Fenster hinaus geworfen wird, nein, es ist auch einfach nur ungerecht, wenn ein großer Teil der Erwerbstätigen in Coburg ohne Grund unter der Woche einen Tag frei kriegt und der Rest in die Röhre schauen oder Jahresurlaub verbrauchen darf!

Abgesehen davon macht Einkaufen am Faschingsdienstag echt Spaß. Nicht!!!!1111einself Wer mal versucht hat, seine Einkäufe am Faschingsdienstag abseits der großen SB-Warenhäuser oder E-Center zu machen, wird wissen, was ich meine. 😉

Die Lösung wäre dabei ganz einfach: entweder der Gaudiwurm findet wieder am Faschingsdienstag statt, dann hätte es auch wieder einen Sinn, das an diesem Tag in Coburg ab Mittag die Bürgersteige hochgeklappt werden oder man behält die momentane Regelung bei und verzichtet aber auch auf diese sinnlose Regelung mit dem halben freien Tag.

Und wer denn unbedingt zur Zwangsbespaßung zu den Faschingsumzügen z.B. nach Sesslach oder Sonneberg will, der soll sich gefälligst den Nachmittag Urlaub nehmen oder Überstunden abbummeln!