Ihr spinnt doch!

Also langsam geht mir dieser ganze Laktosefrei- und Vegan-Hype bei Lebensmitteln tierisch auf die Nerven!

Während es für laktosefreie Nahrungsmittel zumindest noch eine gewisse Daseinsberechtigung gibt, da es halt Menschen gibt, die den Milchzucker nicht vertragen, sind (der überwiegende Teil der) Veganer für mich einfach nur Ernährungshypochonder!

Zumal es mittlerweile wissenschaftlich erwiesen ist, das vegane Ernährung nicht wirklich gesünder ist, als normale Ernährung. Davon, das sie für Babys und Kleinkinder absolut tabu ist, ganz zu schweigen.  Und für die Menschen, die sich aus medizinischen Gründen vegan oder laktosefrei ernähren müssen, ist ein Mangel an bestimmten Nährstoffen wohl das kleinste Problem.

Wenn man jetzt von Seiten der Nahrungsmittelindustrie auch noch anfängt, Fruchtsäfte(!) mit einem Vegan-Label zu dekorieren, lässt das eigentlich nur drei Schlüsse zu:

  • Alle total bekloppt 🤷
  • Veganer sind zu blöd, die Zutaten-Liste zu lesen/verstehen 🤦
  • Die Nahrungsmittelindustrie ist einfach nur scharf auf die Kohle dieser Ernährungshypochonder 🤑

Was davon jetzt zutrifft, möge jeder für sich selbst entscheiden.

Potentielle Selbstmörder

Ich bin mir nicht sicher, ob das mir so geht, aber im Moment könnte ich mich immer wieder über diese Menschen aufregen, die Abends dunkel gekleidet (am besten komplett schwarz) unterwegs sind und deren Kleidung keine reflektierenden Elemente hat. Sichtbarkeit galore! Nicht!

Besonders „freue“ ich mich, wenn diese Armleuchter Personen dann an unbeleuchteten Stellen in aller Seelenruhe über die Straße marschieren und einen schon fast zu einer Vollbremsung zwingen.

Denken diese Leute nicht nach?!?

Ich meine, wenn man als Autofahrer solche Armleuchter Personen über den Haufen fährt, weil man sie zu spät gesehen hat, ist das Geschrei groß. Dabei haben diese Pappnasen Personen sich ja eigentlich nach Kräften bemüht, das man sie nicht sehen kann. In solchen Fällen sollten diese Pappnasen Personen eigentlich die Hauptschuld an dem Unfall zugesprochen bekommen.

[Rant] Höher, schneller, weiter – bis die Gesundheit völlig im Eimer ist

Manchmal könnte man meinen, diese Gesellschaft ist mit ihrem permanenten höher, schneller, weiter auf einer Art Selbstzerstörungstripp. Warum müssen wir uns permanent selber und möglichst noch alle anderen überbieten? Das ist doch auf Dauer nicht gesund.

Ich erinnere mich da gerne an meine Jugend zurück. Schlaganfälle und Herzinfarkte waren mit einigen Ausnahmen überwiegend der Generation 60+ vorbehalten, das Burn-Out-Syndrom gab es noch nicht – und wir hatten trotzdem genug Geld zum Leben und das Abendland ist auch nicht untergegangen.

Man könnte auch ganz Provokant fragen, was einem das ganze Geld, das man sich in den ganzen Überstunden hart erarbeitet hat nützt, oder was die eigene Familie davon hat, wenn einem der Herzinfarkt oder Schlaganfall den Boden unter den Füßen wegzieht und man im schlimmsten Fall entweder tot oder ein Pflegefall ist? Vermutlich nicht sehr viel.

S.T.S – Irgendwann bleib i dann dort

Eine Gesellschaft, in der man sich über beruflichen Erfolg oder das Vermögen auf dem Bankkonto definiert, ist in meinen Augen auf Dauer zum Scheitern verurteilt, weil weder beruflicher Erfolg noch Vermögen es wert sind, dafür die eigene Gesundheit oder sogar das eigene Leben aufs Spiel zu setzen.

Können wir uns stattdessen nicht einfach darüber definieren, was wir privat erreicht haben? Darüber, das wir eine Familie gegründet oder ein Haus gebaut haben? Darüber, das unsere Kinder keine kleinen Monster sind, sondern gut erzogene Menschen? Darüber, das man regelmäßig Sport treibt oder, das man  schon einmal einen (Halb)Maraton erfolgreich absolviert hat?

Einfach mal in Ruhe bei einem Bier oder Glas Wein drüber nachdenken 😉

Warum ich kaum noch Radio höre

Ich will ehrlich sein: Mittlerweile höre ich kaum noch Radio.

Die Sender klingen mit Ausnahme ihrer Jingle alle irgendwie gleich, da sie alle mehr oder weniger die selbe Musik spielen. Irgendwas von den 1970ern bis heute. Wenn ich dann auch noch zwischen mehreren Sendern wechseln muss, weil alle zur selben Zeit einen Song spielen, den ich nicht mag, bekomme ich Puls und weiß wieder, warum ich kaum noch Radio höre. Sicher kommt das jetzt nicht so oft vor, aber es ist ein gutes Beispiel für die Beliebigkeit der Sender.

Erschwerend kommt hinzu, das die Musik die sich heute so in den Charts tummelt, für mich kaum noch qualitativ gute Musik ist. Sicher haben die Künstler mit den Songs einen gewissen kurzfristigen Erfolg. Aber wirklich von Dauer ist da selten was. Von den meisten hört man 1 – 2 Songs und dann sind sie auch wieder in der Versenkung verschwunden, aus der sie gekommen sind. Quantität statt Qualität könnte man das vielleicht auch nennen.

Meine persönlichen Kriterien für gute Musik sind mittlerweile folgende:

  • Der Song brennt sich in Dein Gedächtnis ein, so das man auch Wochen oder Monate später nur maximal 2 Akkorde oder wenige Sekunden braucht, um den Song zu erkennen.
  • Der Rhythmus geht ins Blut und man hat Probleme, ruhig auf seinem Platz ruhig sitzen zu bleiben.
  • Der Text hat eine Botschaft und handelt nicht von irgendwelchen Belanglosigkeiten.
  • Es kommen echte Instrumente zum Einsatz und nicht nur irgendwelche Synthesizer oder Computer.
  • Die Künstler haben sich selber den Erfolg erarbeitet und nicht irgendwelche Casting-Shows gewonnen.
  • Die Künstler schreiben eigene Songs und covern nicht einfach ältere Hits anderer Künstler. Das geht nämlich inzwischen leider in den meisten Fällen einfach nur gewaltig in die Hose.

Also liebe Radiosender, wenn ihr mich als Hörer zurückgewinnen wollt, dann fangt endlich wieder an, euch von den anderen Sendern zu unterscheiden, indem ihr vielleicht mal Songs spielt, die man nicht ständig irgendwo anders auch hört. Sucht Euch ein paar Perlen, die auch ruhig schon ein wenig älter sind, und spielt die mal wieder. Die Künstler freuen sich sicher, wenn sie von ihrer Plattenfirma mal wieder ein paar Euros überwiesen bekommen 😉

Beispiel gefällig? Bitte!

Simple Minds – Waterfront (Live)

Und ja, ich mag die Simple Minds und ihre Musik. 30 Jahre in dem Business aktiv sein und dabei auch noch einen gewissen Erfolg zu haben, muss man auch erst einmal schaffen!

Liebe Mitmenschen, liebe Medien

Es ist absolut löblich und aller Ehren wert, das Ihr Euch so engagiert für die vor Krieg und Verfolgung nach Deutschland fliehenden Menschen einsetzt und der rechten Hetze sachlich und mit fundierten Argumenten begegnet.

Ich hätte da aber trotzdem mal eine Bitte: könntet Ihr Euch bitte auch in dem selben Maße für die Menschen engagieren, die unverschuldet in die Fänge des HarzIV-Regiemes geraten sind?

Wer sich mal auch nur ein wenig mit diesem Thema beschäftigt, merkt eigentlich ganz schnell, dass das System „HarzIV“ reine Menschenverachtung ist und eigentlich sofort abgeschafft gehört, da es nichts in einem Sozialstaat zu suchen hat.

Beispiel: Dank der hiesigen SPD (wofür steht das „S“ nochmal?) gelten in der Stadt Coburg für eine 4-köpfige Familie 90m² und 506 EUR Warmmiete als angemessen. Letzteres ist, wenn man mal einen kurzen Blick auf den hiesigen Immobilienmarkt wirft, blanker Hohn! Für das Geld bekommt man mit viel Glück vielleicht eine kleine, nicht renovierte 3-Zimmer Wohnung irgendwo am Stadtrand, aber nie und nimmer eine Wohnung mit 90m².

Wenn man jetzt auch noch davon ausgeht, das der durchschnittliche Quadratmeterpreis in Coburg bei etwa 6,40 EUR/m² liegt, dann würde schon die Kaltmiete für eine als angemessen geltende 90m² Wohnung 70 EUR über dem Betrag liegen, den ein ALG2-Empfänger vom JobCenter für die Miete überwiesen bekommt. Diese 70 EUR müssten dann im Zweifelsfall von der Grundsicherung abgezweigt – und somit zweckentfremdet – werden, wenn man keine Lust auf Mietschulden hat.

Daher nochmals meine Bitte: Bitte engagiert Euch neben den Flüchtlingen auch für diese Menschen, da man ansonsten den Eindruck bekommt, das Euch Flüchtlinge wichtiger sind, als HarzIV-Empfänger. Denn genau DAS wäre zusätzliches Wasser auf die Mühlen von AfD, PEGIDA und der ganzen anderen rechten Flachzangen – und das wollen wir doch alle nicht wirklich, oder? ODER? 😉

Unseriös, unprofessionell und respektlos

Ich weiß nicht, ob ich der einzige bin, dem es so geht, aber wenn ich mich bei einem Unternehmen bewerbe, dann erwarte ich, das man mir zuerst einmal den Eingang meiner Bewerbung bestätigt und mir entweder zeitnah absagt oder mich zum Vorstellungsgespräch einlädt.

Leider haben es anscheinend immer weniger Unternehmen nötig, sich diesen Aufwand zu leisten. Empfangsbestätigungen und zeitnahe Rückmeldungen bekommt man meiner Erfahrung nach – wenn überhaupt –  fast nur noch von größeren Unternehmen. Aber wo ist das Problem? Zur Not wird dazu der Auszubildende im 1. Lehrjahr oder ein Praktikant rekrutiert und entsprechend instruiert. Damals, als man seine Bewerbung noch auf Papier und per Post verschickt hat, ging das mit den Empfangsbestätigungen doch auch?!?

Zumal Unternehmen, die nicht auf Bewerbungen reagieren, einen unprofessionellen und unseriösen Eindruck hinterlassen. Von dem anscheinend nicht vorhandenen Respekt gegenüber dem Bewerber ganz zu schweigen. Ein allgemeines Massenmailing a la

Sehr geehrter Bewerber, vielen Dank für Ihr Interesse … Wir werden Ihre Unterlagen prüfen und uns zeitnah bei Ihnen melden. …

würde schon völlig reichen, damit man sich als Bewerber respektiert fühlt und das Unternehmen sich nicht sofort durch unprofessionelles Verhalten als unseriös disqualifiziert.

Richtig unprofessionell wirken aber Unternehmen, die entweder gar nicht auf (schriftliche) Rückfragen reagieren oder einem dann nur lapidar mitteilen, das die Stelle zwischenzeitlich besetzt wurde. Ja Danke für gar nichts! Da fühlt man sich dann ja als Bewerber mal so richtig vera***t und wahrscheinlich kann man froh sein, das es mit der Bewerbung nicht geklappt hat. Wer weiß, wie solche Unternehmen ihre Angestellten behandeln, wenn sie schon so unprofessionell und respektlos mit Bewerbern umgehen?!?

Wiederholt sich 9/11?

Irgendwie habe ich im Moment den Eindruck, das sich die Geschichte diesmal sehr schnell wiederholt: Die schrecklichen Anschläge von Paris und keine 48 Stunden danach wird nach schärferen Gesetzen gerufen und Kriegsrhetorik benutzt. Frankreich sei im Krieg. Gegen den DAESH (arabisches Akronym für ISIS) und all jene, die Frankreich von innen zerstören wollen. Grenzen werden geschlossen, der Ausnahmezustand wird verhängt und damit Bürgerrechte massiv eingeschränkt. Gestern wurden dann noch quasi als Vergeltung DAESH-Stellungen in Syrien massiv bombardiert.

Irgendwie hab ich im Moment das Gefühl, das wir das alles schon einmal hatten: Nach dem, was wir alle nur noch als „9/11“ kennen: Die Anschläge auf das World Trade Center und das Pentagon. Auch danach wurden Gesetze verschärft, Bürgerrechte eingeschränkt und mit Afghanistan ein souveräner Staat ohne ein UN-Mandat von den USA und einigen Verbündeten angegriffen, was dazu geführt hat, das die gesamte Region weiter destabilisiert wurde.

Die Parallelen sind erschreckend und es ist zu befürchten, das es auch dieses mal zum Schluss wieder heißen wird „außer Spesen nichts gewesen“ …