Wissenschaft für alle: Symphony of Science

Ich bin ja eigentlich kein sehr großer Fan von Elektromusik, aber Symphony of Science ist da eine Ausnahme. Das Projekt hat sich zum Ziel gesetzt, Wissenschaft und die normale Bevölkerung durch Musik zusammen zu bringen. Dazu werden Aussagen von Wissenschaftlern, z.B. in TV-Reportagen, durch den Synthesizer gejagt, neu Arangiert und mit Musik unterlegt. Das ganze klingt echt klasse und die Musik ist cc-nc-sa 3.0 lizensiert und kann kostenlos oder gegen einen kleinen Obolus, dessen Höhe jeder selbst bestimmen kann, heruntergeladen werden.

So, genug geschrieben, jetzt gibt es eine kleine Kostprobe:

Wie Google auf das Leistungsschutzrecht reagieren wird

Im Internet wird momentan munter spekuliert, das Google als Reaktion auf die Ankündigung, ein Leistungsschutzrecht einzuführen, die treibenden Verlage hinter dieser Idee aus seinem Index werfen wird. Wie sie es bereits einmal in Belgien gemacht haben. Nur ist Deutschlands Medienlandschaft nicht mit der Belgischen zu vergleichen. Darüber hinaus wäre so ein Vorgehen für einen findigen Anwalt sicherlich juristisch angreifbar.

Nein, ich glaube Google wird das Problem ganz elegant, aber nicht minder schmerzhaft für die Leistungsschutzrechtbefürworter lösen, indem sie kurz nach dem Beschluss, das Leistungsschutzrecht in Deutschland einzuführen, ankündigen werden, Google News in Deutschland einzustellen.

Google hat sicherlich nicht ohne Hintergedanken immer mal wieder verlauten lassen, das Google News ein defizitäres Produkt ist. Und aus unternehmerischer Sicht ist völlig normal und absolut nicht zu beanstanden, Produkte, die keine Gewinne abwerfen oder wenigstens kostendeckend sind, einzustellen.

Dieser Schritt hätte für Google gegenüber der deindizierung gewisser deutscher Verlage auf jeden Fall den Vorteil, das dieser Schritt juristisch kaum angreifbar ist, da es sich um eine unternehmerische Entscheidung handelt, die zufälligerweise in einem zeitlichen Zusammenhang mit einem Pro-Leistungsschutzrecht Beschluss des Bundestags fällt. Das Gegenteil dürfte jedenfalls kaum zu beweisen sein.

Wie Xing die Basismitglieder immer mehr gängelt

Das Xing die Möglichkeiten der Basismitglieder, welche die Plattform kostenlos nutzen, immer wieder weiter beschnitten hat, um die kostenpflichtige Premium-Mitgliedschaft aufzuwerten, ist ja kein Geheimnis und ein Stück weit auch nachvollziehbar. Immerhin muss Xing ja irgendwie Geld verdienen.

Das man als Basismitglied aber seit neuestem direkt nach dem Login auf eine Seite1 mit einem Werbebanner weitergeleitet wird, die man nur durch deaktivieren seines Adblockers wieder verlassen kann, empfinde ich schon beinahe als Nötigung.  Ich möchte noch immer gerne selber entscheiden, wo ich meinen Adblocker abschalte und wo nicht! Ich muss aber auch der Fairness halber zugeben, das ich noch nicht so schmerzfrei war, mir die offizielle Begründung für die neueste Gängelung der Xing-Basismitglieder anzutun.

Nichts desto trotz überlege ich inzwischen wieder ernsthafter, ob ich Xing weiterhin nutzen soll, oder ob ich meinen Account dort entweder einmotten oder gleich löschen soll.

Update: Mit der Beta 1 der Version 2.1 hat der Autor des XUI Userscriptes dankenswerterweise eine Routine eingebaut, die diese nervige Werbung umgeht und einen direkt auf die “Mein Netzwerk” Seite von Xing weiterleitet.

  1. http://www.xing.com/app/user?op=welcome_ad funktioniert aber nur mit einem Basisaccount []

Die Sache mit der Selbstverpflichtung

Die Selbstverpflichtung ist ein gerne genutztes Werkzeug der Wirtschaft, um gesetzgeberische Maßnahmen zu verhindern, die das eigene Geschäftsmodell gefährden könnten. Da so eine Selbstverpflichtung letztendlich für beide Seiten (Wirtschaft und Politik) eine Win-Win-Situation ist, hat die Politik auch kein Problem damit, sich auf dieses faule Spielchen einzulassen. Wie gesagt, gewinnen durch so eine Selbstverpflichtung beide Seiten: Die Wirtschaft hat ein wohl möglich (aus ihrer Sicht) zu strenges Gesetz verhindert und das Geld für die Lobbyisten gespart, die Politik kann diese Selbstverpflichtung als Erfolg feiern, den man der Wirtschaft in angeblich harten Verhandlungen abgerungen hat.

Was man von solchen Selbstverpflichtungen halten darf, will ich mal mit folgender (sarkastisch überspitzten) Aussage verdeutlichen:

Gerüchten zufolge arbeitet der Bundesverband deutscher Wohnungseinbrecher (BVdW) an einer Selbstverpflichtung seiner Mitglieder gegenüber den Strafverfolgungsbehörden, nicht mehr in Einfamiliehäuser einzubrechen, vor denen kein hochwertiges Fahrzeug der Oberklasse geparkt ist. Diese Selbstverpflichtung soll jedoch nicht für Einfamilienhäuser gelten, bei denen sich die Fahrzeuge in abgeschlossenen Garagen befinden, da Garagen und deren Inhalt in den Zuständigkeitsbereich des Bundesverbandes deutscher Autodiebe (BVdA) fallen würden.

Bitte nicht falsch verstehen. Es ist zwar schön und gut, wenn die Unternehmen sich an die Selbstverpflichtung halten, aber letztendlich ist sie nutzlos, sobald einzelne Unternehmen aufhören, sich an die Selbstverpflichtung zu halten, weil sehr oft keine abschreckenden Sanktionen vereinbart wurden. Warum denn auch? der Markt regelt doch angeblich alles von alleine!

Liebe SEO-Spammer

Heute kam (mal wieder) eine nette Mail von einem SEO-Futzi:

Hallo,

Mein Name ist T* und ich bin der Webmaster von Inter Online SEO

Nebenbei arbeite ich auch für meine anderen Projekt-Webseiten und dadurch
stieß ich auf heiko-adams.de und ich schätze wirklich das gute Design und die Informationen.

Ich habe Seiten von sehr guter Qualität , von wo aus Sie verlinkt würden.
Wie Sie vielleicht wissen, Links von guter Qualität könnenauf jeden Fall
helfen beim Page Rank, Verkehr und bei höherer Platzierung in den wichtigsten Suchmaschinen
wie Google, Yahoo und Bing.

Sollten Sie Interesse an weiteren Details haben, dann melden Sie sich bitte zurück bei mir
und ich werde Ihnen den perfekte Vorschlag für Ihre Website machen, der bei der Verbesserung
Ihrer Website in allen Aspektenhilft.

Hoffebaldvon Ihnen zu hören und einen schönen Tag wünsche ich Ihnen

Mit freundlichen Grüßen,

So, nun noch einmal in aller Deutlichkeit und für alle SEO-Spammer zum Mitschreiben:

Geht bitte endlich sterben, Ihr nutzloses Gesindel und hört auf, meine Zeit mit Euren Spam-Mails zu verschwenden!

Ich habe kein Interesse an Euren “Dienstleistungen”, weil ich nicht sehe, was Ihr besser macht, als das SEO-Plugin meines Blogs oder daran, irgendwelche Links zu angeblichem “Qualitätscontent” auf meiner Seite zu platzieren. Am besten noch mit “dofollow” damit die Suchmaschienen Euren “Qualitätscontent” höher bewerten, weil es genug Deppen gibt, die auf Eure Anfragen eingehen? Nicht mit mir! Mein Spam-Filter ist inzwischen so gut trainiert, das er Eure Mails zuverlässig in den Junk-Ordner entsorgt.

Und das ist auch gut so!

Facebook und die Fakes: es nervt!

Es ist zum verrückt werden. Es vergeht fast kein Tag, an dem nicht irgendwelche Fake-Bilder oder -Seiten auf Facebook ohne Rücksicht auf Verluste geteilt werden.

Es ist schon irgendwie putzig, wie viele Menschen allen ernstes zu glauben scheinen, das ein Unternehmen iPhones oder andere hochwertige Produkte für das “liken” der entsprechenden Seiten verschenken würde. Manchmal könnte man auch glauben, das bei vielen Menschen das Hirn auf Standby schaltet, sobald sie sich bei Facebook einloggen. Als Experiment könnte man ja einfach mal eine Seite mit dem Titel

Die ersten 500 weiblichen Fans werden schwanger ohne vorher Sex gehabt zu haben

anlegen und schauen, wie lange es dauert, bis man die 500 weiblichen Fans zusammen hat.

Viel schlimmer finde ich aber, das immer wieder und trotz der entsprechenden Hinweise, das es sich um Fakes handelt, Bilder von kleinen Kindern oder Babys mit Verbrennungen, Krebstumoren o.ä. geteilt werden, nur weil irgendwer behauptet, das Facebook für jedes Teilen 3 Cent spenden würde.

Was muss man denn noch tun, außer Facebook nicht mehr nutzen, damit dieser Mist endlich aufhört?