Dreiste Abzocke der Autofahrer

Laut der Neuen Presse hat sich Hans-Joachim Büttner1 deutlich über die aktuellen Spritpreise geäußert (>>klick) und prophezeit, das die aktuellen Preise noch um 5 – 6 Cent/Liter steigen werden.

Seiner Meinung nach haben die hohen Benzinpreise einzig den Zweck, den ab Februar flächendeckend verfügbaren E-10 Kraftstoff zu subventionieren und für die Kunden attraktiver zu machen. Diese Ansicht wird unter anderem auch vom ADAC geteilt.

Das würde dann bedeuten, dass das klassische Super-Benzin knapp 1,60 Euro/Liter kosten würde. Und das nur, um einen Kraftstoff, den sonst wohl kaum jemand tanken würde, mit Gewalt in den Markt zu drücken. Das kommt davon, wenn Produkte politisch gewollt sind und die Wirtschaft sich auf Knebelverträge2 einlässt.

Komisch nur, das hier noch niemand aus der Politik lauthals „Abzocke“ schreit. Einige Politiker-Darsteller sind da doch sonst auch immer ganz schnell. Warum schweigen sie ausgerechnet jetzt?

Insbesondere verwundert es, das die, die ansonsten immer den freien Markt als Wunderwaffe gegen alle Leiden dieser Welt predigen, erstaunlich ruhig sind. Eigentlich müsste doch jedem Liberalen die Hutschnur hochgehen, angesichts dieser Wettbewerbsverzerrung. Aber wahrscheinlich hat die Mineralölindustrie großzügig gespendet und sich damit ihren Seelenfrieden erkauft.

  1. Walther Tankstelle gegenüber dem Arbeitsamt []
  2. mind. 6,25% Absatzquote, sonst Vertragsstrafen []

CC BY-SA 4.0 Dreiste Abzocke der Autofahrer von Heiko Adams ist lizenziert unter Creative Commons Namensnennung-Weitergabe unter gleichen Bedingungen 4.0 international.

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