E10 und die Politik

Falls man sich noch immer wundert, warum die Politik den E10 Kraftstoff so hartnäckig verteidigt, sollte man folgendes nicht vergessen:

  1. Die Dienstwagen von Politikern sind in der Regel mit Dieselmotoren bestückt. Da Politiker oft und viel unterwegs sind, haben sich die Mehrkosten in der Anschaffung sehr schnell durch den Preisvorteil an der Zapfsäule amortisiert.
  2. Die gesamte Regierung wird aus Steuermitteln finanziert. Das bedeute auch, das ein Minister die Tankrechnungen für dienstliche Fahrten nicht selber bezahlen muss. Das tut letztendlich der Steuerzahler. Und wie einfach man privates und dienstliches verbinden kann, hat Ulla Schmidt sehr gut in ihrem letzten Spanien-Urlaub als Gesundheitsministerin vorgemacht.

Ich wette, das die Herren Minister auch nur dann mit gutem Vorbild vorangehen und E10 tanken (lassen), wenn die Medien in der Nähe sind. Ansonsten werden die Fahrzeuge der Ministerien mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit mit SuperPlus bzw. normalem Diesel betankt. Es würde ja auch etwas peinlich sein, wenn der Dienstwagen von Herrn Brüderle oder Herrn Röttgen auf der A1 mit einem Motorschaden liegenbleiben würde, weil der E10 Kraftstoff vielleicht doch nicht so ungefährlich ist :mrgreen:

Nein, das Privileg des Motorschadens bleibt wahrscheinlich dem Steuern zahlendem Stimmvieh vorbehalten 👿

CC BY-SA 4.0 E10 und die Politik von Heiko Adams ist lizenziert unter Creative Commons Namensnennung-Weitergabe unter gleichen Bedingungen 4.0 international.

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