Eltern von Koma-Trinkern sollen zahlen

FDP will Eltern von Koma-Trinkern zur Kasse bitten Foto: pixelio.de / RainerSturm

Wie der Spiegel schreibt, will die FDP, das sich Eltern von Kindern und Jugendlichen, die wegen akuter Alkoholvergiftungen behandelt werden mÌssen, an den entstehenden Kosten beteiligen.

Der stellvertretende Vorsitzende der FDP-Bundestagsfraktion, Rainer BrÌderle, begrÌndet den Vorstoÿ wie folgt:

„Koma-Saufen schÀdigt nicht nur massiv die Gesundheit von Jugendlichen, sondern belastet auch unser Gesundheitssystem. FÌr die Kosten der Entgiftungsbehandlungen sollten die Eltern mit zur Kasse gebeten werden“

Laut Spiegel haben sich die Kosten der akuten Entgiftungsbehandlungen bei Patienten unter 20 Jahren von 2003 bis 2007 alleine bei der Techniker Krankenkasse beinahe verdoppelt.

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32 Antworten auf „Eltern von Koma-Trinkern sollen zahlen“

  1. @Hilfe: Dein Vergleich hinkt ein wenig. Den Missbrauch einer SO gefÀhrlichen Droge wie Alkohol kann man sehr schlecht mit einem Sturz vom Baum vergleichen. Vom Alkohol-Missbrauch kann man abhÀngig werden (frag mal einen trockenen Alkoholiker, wie er Ìber Alkohol denkt). Vom Sturz vom Baum wohl kaum 😉

  2. @hilferuf…..
    Finde, der Vergleich hinkt ein wenig. Kein Kind klettert auf den Baum, um herunter zu fallen. Wenn allerdings ein Jugendlicher eine Flasche Wodka „trinkt“, weiÿ er vorher genau, was geschehen wird.
    Bin Ìbrigens durchaus auch der Meinung, dass sich betroffene Versicherungen auch bei anderem mutwilligen Blödsinn mehr an die Verursacher halten sollten. Hat etwas mit Selbstverantwortung zu tun, die den Menschen in unserer Gesellschaft weitgehend abgenommen wurde.

  3. @SO: Gebe Dir Recht, was die Selbstverantwortung angeht. Wer vorsÀtzlich (mutwillig) gesundheitliche Risiken eingeht (z.B. Koma-Trinken oder Extremsportarten) sollte sich auch an den entstehenden Kosten beteiligen.

    Oder anders: Leute verabschiedet Euch endlich von der irrsinnigen Illusion der 68er vom Rundum-Sorglos-Sozialstaats. Den wird es niemals geben, weil er einfach nicht zu bezahlen ist.

  4. Nö, der einzige der hier im Vergleich hinkt ist der BaumstÌrzer 😉 . Die medizinische Versorgung muss in beiden FÀllen unabhÀngig vom Geldbeutel der Eltern gesichert und auch versichert sein. Wie soll denn die Zuzahlung z.B. in FÀllen mit Einkommen unterhalb der PfÀndungsfreigrenze eingetrieben werden? Davon unabhÀngig ist ein Reform der Sozialsysteme sicher nötig, aber nicht durch solche rechtlich umstrittenen Einzelmaÿnahmen. So, Pause vorbei, jetzt leiste ich wieder was fÌr unsere KK-BeitrÀge!

  5. @ostfriese: Immerhin hÀlst Du die Ohrfeige ja heute fÌr berechtigt, aber das geht wirklich niemanden was an. Ich empfand meine Ohrfeigen (davon gabŽs auch nicht viele) jedenfalls immer total ungerecht und habe meine Oldies drei Tage mit Missachtung gestraft. Was ist denn da in Kanada los?

  6. @Hilfe: Als ich mir die Ohrfeige eingefangen hab, war ich auch der Meinung, das sie ungerecht war. Nur im Nachhinein und mit einigen Jahren Abstand sehe ich das inzwischen anders. Scheint wohl der mit dem Alter kommenden Vernunft und Einsicht zu liegen. 🙂

  7. Die Vernunftphase habe ich wahrscheinlich ausgelassen und bin direkt dem infantilen Altersstarrsinn verfallen. Die GrÌnde der körperlichen ZÌchtigungen 🙂 habe ich nÀmlich auch vergessen. Viel Spass heute beim Fussballkrimi! Deutschland: Portugal 3:0 mit Jogis Putsch gegen die UEFA.

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