ESC – Einfach nur noch unfair


Fairplay bei Eurovison Songcontest? Foto: pixelio.de / Lizzaran

Es ist einfach nur traurig, wenn man mitansehen muss, wie sich die osteuropÀischen Teilnehmer beim Eurovision Song Contest (ESC) gegenseitig die hohe Punkte zuschanzen und somit den Wettbewerb de-facto unter sich ausmachen.

Es wird wohl langsam Zeit, das sich die EBU mal ernsthaft gedanken darÌber macht, wie man den Bewertungsmodus modifizieren kann, um wieder einen fairen Wettbewerb zu gewÀhrleisten. Das derzeitige System kann jedenfalls keinen fairen Wettbewerb mehr gewÀhrleisten.

So sollte vielleicht mal Ìber die folgenden Optionen nachdenken:

  • Der Beitrag des gastgeberllandes lÀuft auÿer Konkurrenz d.h. es kann nicht fÌr ihn abgestimmt werden.
  • Am Voting dÌrfen nur die LÀnder teilnehmen, die auch am Finale teilnehmen.
  • Die Anzahl der Stimmen wird gewichtet, d.h. Stimmen fÌr LÀnder, aus denen viele Emigranten kommen oder die direkte Nachbarn sind, werden niedriger gewichtet als Stimmen fÌr andere LÀnder. Die Vergabe der Punkte erfolgt anschlieÿend anhand der gewichteten Anzahl der Stimmen.
  • Das Voting per Telefon wird abgeschafft. An seiner Stelle wird die Bewertung wieder von einer Experten-Jury vorgenommen, die sich aus je einem Juror der am Finale teilnehmenden LÀnder zusammensetzt. Wie schon beim Telefonvoting darf kein Land sich selber bewerten bzw. diese Eigenbewertung wird nicht berÌcksichtigt.
  • Man benennt die Veranstaltung in EasternEuropeanSongContest um. Dann weiss wenigstens jeder von Anfang an, was er zu erwarten hat.

Auch wenn ich nicht viel von der Bild-Zeitung halte, so finde ich ihren Werbeslogan

„Jede Wahrheit braucht einen mutigen, der sie ausspricht“

in diesem Fall sehr passend.

CC BY-SA 4.0 ESC – Einfach nur noch unfair von Heiko Adams ist lizenziert unter Creative Commons Namensnennung-Weitergabe unter gleichen Bedingungen 4.0 international.

11 Antworten auf „ESC – Einfach nur noch unfair“

  1. Mein Vorschlag, Deutschland macht nicht mehr mit, spart sich eine menge Geld (ich habe mal gelesen wer wieviel zu dieser veranstaltung finanziell beisteuert) und wir mÌssen uns nicht jedesmal blamieren bzw. Àrgern, denn bis auf ein paar Ausrutscher waren die BeitrÀge aus Deutschland ja nicht SO schlecht.

  2. Der Wettbewerb hat fÌr mich persönlich ungemein an Bedeutung verloren in Folge der gefÌhlten Kurzlebigkeit der Musik und gecasteten Popsternchen, kenne jedenfalls keinen der letzten Gewinner mehr. Max Mutzkes Beitrag habe ich aber noch im Ohr, Klasse Titel! Habe gestern allerdings glatt vergessen, einzuschalten. So entscheidet doch jeder fÌr sich, welche Musik er mag. @tim: Wonach richten sich den die Finanzspritzen der Teilnehmer?

  3. Also soweit ich weiss, sind Deutschland, Frankreich, England und Spanien die gröÿten Geldgeber dieser Veranstaltung, weshalb sie dieses Jahr auch als einzige Nationen nicht durch die Halbfinals mussten. Aber um ehrlich zu sein, ist das ein schwacher Trost angesichts der offensichtlichen KlÌngelei der OsteuropÀer.

  4. Musik ist eigentlich grenzenlos, zumindest bis zum Atlantik. Wenn der Irak teilnehmen und gewinnen wÌrde, wÀre das bestimmt ein Superargument fÌr die Republikaner im amerikanischen Wahllkampf :-). Aber die haben wahrscheinlich noch nie was vom ESC gehört. Aber der Artikel ist gut. Danke und haut Euch noch was in die Sonne!

  5. Ich schlieÿe mich Tim an.
    Und natÌrlich fÀnde ich diese Haltung auch im Hinblick auf die Olympiade und manche anderen Veranstaltungen, die mal gut gedacht waren und mittlerweile nur noch Ìble GeschÀftemacherei sind, mehr als angemessen.
    Brot und Spiele gab es zu allen Zeiten, aber nur selten mussten wir fÌrs Verarschtwerden auch noch bezahlen.

  6. Mich Àrgert besonders an den Eurovision Blamagen Àrgert ist die Tatsache, das hier Jahr fÌr Jahr Millionen an TV-GebÌhren regelrecht verbrannt werden und der Gegenwert fÌr diese Millionen von GebÌhren unterm Strich der alljÀhrliche osteuropÀische PunkteklÌngel ist.

  7. Das Argument der Verschwendung von TV-GebÌhren Ìberzeugt. Wer entscheidet denn heute Ìber die nationale Teilnahme, sind das die Chefs der Rundfunkanstalten? Mir fehlen da Grundkenntnisse…

  8. Soweit ich weiÿ, wurde vor Millionen von Jahren entschieden, beim Eurovision Songcontest mitzumachen und seit dem verheizt man Jahr fÌr Jahr junge Talente fÌr dieses sinnlose Unterfangen. Bei der Armee wÌrde man wohl von einem „Himmelfahrtskommando“ sprechen 😡

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.