F*ck you 2012

So 2012 ist endlich zu Ende. Unterm Strich war das Jahr ein ziemlicher Griff ins Klo für uns. Sicher, das ich Anfang des Jahres einen neuen Job bekommen habe und die Geburt von Leevke im September waren sehr positive Ereignisse. Genau so wie der Umstand, das ich trotz dieser unsäglichen Kündigung im Oktober einen nahtlosen Übergang zu meinem neuen Arbeitgeber geschafft habe, war auch ein glücklicher Umstand. Okay, fast hätte ich es vergessen: Das Leons Einstieg in den Kindergarten so reibungslos geklappt hat und das er sich dort so wohl fühlt, kann man sicher auch auf der Positiv-Seite für 2012 verbuchen.

Aber unterm Strich war das Jahr gelinde gesagt eher durchwachsen. Wir sitzen immer noch hier in 1 ½ Zimmern bei den Schwiegereltern und aufgrund der temporären Gehaltseinbuße während der Probezeit brauchen wir im Moment auch gar nicht weiter nach einer eigenen Wohnung schauen. Mittlerweile sind wir hier auch immer mehr das 5. Rad am Wagen, seit die Schwägerin Nachwuchs bekommen hat. Das sorgt auch nicht unbedingt für positive Stimmung und fördert den Wunsch nach einer eigenen Wohnung zusätzlich. Und um ehrlich zu sein, kommt da schon auch eine gehörige Portion Neid auf, wenn ich z.B. auf Facebook die Fotos meiner Kontakte sehe, wie sie in ihren eigenen 4 Wänden Weihnachten feiern.

Ich bin es ehrlich gesagt allmählich Leid, das es jedes mal, wenn man glaubt, jetzt geht es endlich mal vorwärts, irgendwann einen neuen Schlag ins Gesicht gibt, der einen wieder ein gewaltiges Stück zurück wirft. Ich will endlich meine eigene Wohnung haben, wo ich die Tür zu machen kann und weiß, das mich die Welt da draußen mal gepflegt kreuzweise kann. Und wo wir endlich wieder so etwas wie eine Privatsphäre haben und uns nicht ständig für alles rechtfertigen müssen. Und 2013 soll das endlich Wirklichkeit werden, sonst eskalier ich richtig übel!

CC BY-SA 4.0 F*ck you 2012 von Heiko Adams ist lizenziert unter Creative Commons Namensnennung-Weitergabe unter gleichen Bedingungen 4.0 international.

5 Antworten auf „F*ck you 2012“

  1. Wünsche Euch ein „besseres“ Jahr 2013 mit allem was dazugehört. Hoffentlich wird’s nach der Probezeit was mit ’ner neuen Wohnung. Oder gleich klotzen und eine kaufen (oder ein Haus), billiger als im Moment wird geliehenes Geld wohl nicht mehr… 😉

    1. Danke, Euch auch ein frohes neues.

      Und das mit dem auf pump kaufen lasse ich lieber. Als Alleinverdiener, der Frau und Kinder ernähren muss, ist mir das Risiko zu hoch, falls mal wieder etwas schief geht 😉

  2. Oh, das habe ich alles gar nicht gewusst. Da treten unsere Probleme ja fast in den Hintergrund, auch wenn mir gestern beim Feuerwerk schauen aus dem Fenster durchaus bewusst wurde, das werde ich nicht nochmal sehen. Kopf hoch, man kommt immer wieder auf die Beine, auch wenn man denkt, das war es. Ich bin vor 4 Jahren heimgeschickt worden mit den Worten „regeln Sie Ihre Sachen und feiern nochmal Weihnachten zusammen mit Ihren Liebsten“, trotzdem lebe ich, noch. Wenn du Hilfe brauchst, sprich mich ruhig mal an, vielleicht hab ich eine Idee oder kenne den passenden Kontakt, etc. Zum einfach nur mal auskotzen bin ich auch da und Nein, meine Probleme können warten.

    1. Ach weißt Du, es ist einfach nur auf Dauer frustrierend, wenn man ständig vom Leben die sprichwörtlichen Knüppel zwischen die Beine geworfen bekommt, sobald es mal ein wenig rund läuft.

  3. Ein Gutes und erfolgreiches 2013!

    Das mit den Wohnungsmieten bzw . der Mangel an bezahlbaren Wohnungen wird wohl immer schlimmer .. Ich muss ab Februar 13% mehr Miete zahlen..

    Soweit ich weiss sind 20% mehr verteilt über drei Jahre erlaubt.

    Nur die wenigsten erhalten über 3 Jahre gerechnet 20% mehr Gehalt.
    Selbst der Steinbrück sagt, dass das Kanzlergehalt zu niedrig für ihn wäre.
    So einen ehrlichen Politiker hatten wir ja schon lange nicht mehr!

    Der wird jetzt bestimmt gewählt! 😉

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