In den Online-Shop genötigt

Wenn man seinen Kindern mal etwas ess- oder trinkbares abseits von Hipp oder Alete anbieten möchte, ist man schon förmlich genötigt, im Internet zu bestellen.

Jüngstes Beispiel: Vor einiger Zeit war Hipp wegen seiner stark gezuckerten Kinder-Tees in die Kritik geraten, hatte diese dann vom Markt genommen und durch zucker-freie Tees ersetzt, die natürlich trotz weniger Inhalt mehr kosten. BabyVita, die ebenfalls zu Hipp gehören, verkaufen aber weiterhin genau die selben Tees, wegen derer Hipp in die Kritik geraten war.

Da es aber in den üblichen Verkaufsstellen für Baby- und Kleinkinder-Nahrung aber nur Tees von Hipp oder BabyVita gibt, war ich jetzt gezwungen, den Tee eines anderen Herstellers im Internet zu bestellen, da er hier in der Gegend nirgendwo auf normalem Wege zu bekommen war.

Und genau da liegt auch das Problem, das der Einzelhandel hat und weswegen ihm immer öfter die Kunden weglaufen: die Produktsortimente der einzelnen Ketten gleichen sich mittlerweile gefühlt zu mindestens 99,9%. Es ist also – abgesehen vom Preis – relativ egal, wo man einkaufen geht, da man überall mehr oder weniger die selben Produkte der selben Hersteller angeboten bekommt. Wenn man jedoch ein wenig abseits dieser ausgetretenen Produkt-Pfade wandeln möchte, ist man schon förmlich genötigt, die gewünschten Produkte online zu bestellen.

Warum können sich die einzelnen Ketten mit ihren Produkt-Sortimenten nicht wieder mehr von einander abgrenzen, so das man bestimmte Artikel z.B. eben nur bei Edeka, andere aber nur bei real bekommt? Dadurch würden sich die Produkt-Paletten des Einzelhandels insgesamt doch wieder mehr verbreitern und man wäre wahrscheinlich weniger gezwungen, Produkte online zu bestellen.

Zumal die Online-Bestellung oftmals auch noch teurer ist, als der Gang zum Einzelhändler, da man in aller Regel auch noch Versandkosten bezahlen muss, solange man einen gewissen Bestellwert nicht erreicht.

CC BY-SA 4.0 In den Online-Shop genötigt von Heiko Adams ist lizenziert unter Creative Commons Namensnennung-Weitergabe unter gleichen Bedingungen 4.0 international.

2 Antworten auf „In den Online-Shop genötigt“

  1. Hallo Heiko, warum kocht ihr nicht einfach frueh einen grossen Topf voll Tee (Fruechtetee oder Kraeutertee), dann habt ihr selber in der Hand, ob, und wenn ja wieviel Zucker drin ist. Billiger ist es auch noch. Dir als Ostfriese muesste das Teekochen doch schon in die Wiege gelegt worden sein:-)

    1. Das könnte man sicher machen, aber das mit dem Tee war auch nur ein Beispiel. Das eigentliche Problem ist, das man im Einzelhandel fast nur noch Baby-/(Klein)Kindernahrung oder Tees von HIPP oder Alete bekommt.

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