Mit den Statistiken ist das so eine Sache

So so, statistisch gesehen, hat der Deutsche 17.500 Euro auf der hohen Kante und bekommt im Monat ein Gehalt von 2.400 Euro brutto. Ich habe weder ein Bank-Vermögen von 17.500 Euro, noch ein Gehalt von 2.400 Euro/Monat. Muss ich mich jetzt schlecht fühlen oder soll ich mich darüber ärgern, das ich anscheinend nicht dem Durchschnitt entspreche?

Ich werde weder das eine, noch das andere tun. Statt dessen halte ich es mit einem schönen Sprichwort:

Traue keiner Statistik, die Du nicht selber gefälscht hast!

Spätestens seit den Statistiken des Statistischen Bundesamtes, die uns weiß machen wollen, das es uns nur so vorkommt, als ob alles teurer wird, wissen wir, das man Statistiken nur mit Vorsicht begegnen sollte. Der Trick des Statistischen Bundesamtes ist eigentlich recht simpel: Man erstellt einen Warenkorb, einmal Querbeet durch das Warenangebot des Einzelhandels und vergleicht dann die Preise. Und dann hat man schon sehr schnell den Effekt, das z.B. die Preissteigerungen bei Lebensmitteln durch Preissenkungen bei Unterhaltungselektronik egalisiert werden. Zu Dumm nur, das der normale Bürger selber merkt, das er beim Einkauf im örtlichen Supermarkt für immer mehr Geld immer weniger Waren bekommt. Da hilft es ihm kaum, das im Gegensatz dazu ein 45 Zoll Plasmafernseher statt 5.000 Euro nur noch 3.575 Euro kostet.

Ergo: Es schadet nie, offizielle Statistiken und  Behauptungen der Politiker kritisch zu hinterfragen 😉

CC BY-SA 4.0 Mit den Statistiken ist das so eine Sache von Heiko Adams ist lizenziert unter Creative Commons Namensnennung-Weitergabe unter gleichen Bedingungen 4.0 international.

7 Antworten auf „Mit den Statistiken ist das so eine Sache“

  1. Daran ist wieder einmal erkennbar wie unglaublich ungleichmäßig das Geld verteilt ist. Während die Einen sich den dritten Mercedes leisten, kaufen die Anderen drei Tage altes Brot.

    Ein voller Einkaufswagen hat mal unter 100 DM gekostet. Heutzutage (trotz Berücksichtigung von ca. 30% Inflations-Mehrkosten) ist für 100 EUR der Wagen nicht voll. Der Spritpreis wird künstlich hoch gehalten, alternativen blockiert. Hauptsache das obere Drittel ist satt – da ist es weder nachvollziehbar noch interessiert, ob ein Kind in der Gosse den Hungertod stirbt. Willkommen in Amerika – sorry – Deutschland meinte ich natürlich.

  2. Also statistisch gesehen, hab ich jetzt die hohe Kante gefunden. Nur leider war die so hoch, das ich da noch nie was ablegen konnte und da von oben nix drauf fällt, war diese nur staubig.

    Neulich rief auch meine Rentenzusatzversicherung an und fragte ob ich nicht 150 mehr einzahlen möchte, dann würde ich irgendwas mehr dazu bekommen.
    Klaaaaaarrrr – ich zahl die jetzt mehr ein – ich fragte von was ich die nehmen solle??? Dann sagte ich, da muß ich aber die Bescheisser-Lebens bei ihnen kündigen – oder überweisen sie mir bitte 150 pro Monat gehen sie nicht über Los und ziehen keine 4000 Euro ein paaahhhhh

    Was verdienen eigentlich diese Leute bei den Versicherungen, das die denken, man kann jeden Monate derlei Summen für so Qwatsch, wo man nicht mal weis, ob man es erlebt, aufwenden.

  3. Ich hab noch eine Rechnung 1987, wurde bei uns im Haus der letzte Gasbrenner für die Heizung gekauft. Mit Einbau macht das dann 3000 DM genau. Jetzt brauchte ich einen neuen, macht mit Einbau 5000 Euro.
    Ach und übrigens, das scheint man ja aus der Protokasse zahlen können zu müssen und zudem – naaaaiiiinnnnn ist ja nix teurer geworden.
    Liebe Politiker, wenn man dem Volk unbarmherzig in die Tasche greift, muß man aufpassen das man nicht irgendwann durch das Loch in dieser den Schwanz in der Hand hat. Sonst wäre es am Ende noch sexuelle Vergewohltätigung.

    1. Also in Euro umgerechnet und plus 96% (ungefähre Gesamt-Inflation seit 1987) wären wir heute bei knapp 2600 Euro. Selbst, wenn man den Herstellern höhere Rohstoffkosten etc. zu gute hält, wird es schwer, die knapp 2400 Euro Differenz zu rechtfertigen. Aber gut möglich, das ich hier gerade eine Milchmädchen-Rechnung aufmache 😎

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.