Open Government in Coburg?

Notizen (c) RainerSturm/Pixelio

Wer in Coburg erfahren will, was im Stadtrat so abgeht, muss sich entweder selber in selbigen wählen lassen, die Sitzungen besuchen1 oder sich mit verkürzten Zusammenfassungen in der Neuen Presse, dem Tageblatt oder dem Stadtratfernsehen begnügen. Jedoch berichtet die Coburger Presse nicht über jede Sitzung des Stadtrates und wenn dann meistens nur auszugsweise bzw. stark verkürzt. Darüber hinaus hat man bei manchen Presse-Berichten den Eindruck, das der Autor ein wenig voreingenommen ist.

Wer jetzt auf die Idee kommt, sich im Sinne von Open Government einfach die Protokolle der Stadtratssitzungen durchlesen zu wollen, der wird in Coburg schnell scheitern, da diese anscheinend nicht veröffentlicht werden. Zumindest für öffentliche Sitzungen wäre es in meinen Augen wünschenswert, wenn der Stadtrat die Protokolle im Internet zum Download bereitstellen würden.

Es ist in sich auch nicht wirklich schlüssig, wenn Politiker sich mehr aktive Beteiligung der Bürger wünschen, den Bürgern andererseits jedoch Informationen vorenthalten und sie somit ein Stück weit daran hindern, sich zu beteiligen.

Nachtrag:

Im (gut versteckten) Bürgerinformationssystem der Stadt Coburg findet man zwar auch „Niederschriften“ sprich Protokolle, komischerweise ist die letzte veröffentlichte Niederschrift die, der Stadtratssitzung vom 21.10.2010. Keine Ahnung, ob es normal ist, das zwischen einer Sitzung und der Veröffentlichung des Protokolls fast 2 Monate liegen.

  1. für viele Erwerbstätige aufgrund der Sitzungszeiten kaum möglich, ohne dafür Urlaub zu nehmen oder Überstunden abzubauen []

CC BY-SA 4.0 Open Government in Coburg? von Heiko Adams ist lizenziert unter Creative Commons Namensnennung-Weitergabe unter gleichen Bedingungen 4.0 international.

2 Antworten auf „Open Government in Coburg?“

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