Ein Festival-Gelände für Coburg?

Ich habe es ja hier schon einmal ganz kurz angerissen, aber will die Idee noch mal etwas ausführlicher fort schreiben.

Bislang finden sämtliche coburger Festivitäten, wie z.B. das Samba-Festival oder das HUK-Open-Air in Coburg selber Stadt, was für die Anwohner mehr oder weniger mit Einschränkungen verbunden ist. Beispielsweise:

  • Während des Samba-Festivals ist in der Regel vor 2 Uhr nicht an Schlafen zu denken
  • Während des HUK Open Air wird regelmäßig die Straße zwischen Bürglas-Schloss und Ehrenburg gesperrt, um den Zaungästen das Leben schwer zu machen.

Was wäre denn, wann man in Coburg, ähnlich wie in vielen anderen Städten ein Festival-Gelände am Stadtrand mit ausreichend Parkplätzen schaffen würde? Okay, die coburger Wirte würden im ersten Moment Sturm laufen, weil ihnen (angeblich) ein Haufen Geld durch die Lappen geht und einige andere würden die fehlende Atmosphäre beklagen. Aber ansonsten wäre das doch für alle beteiligten eine Win-Win-Situation:

Wie Festival-Gäste brauchen sich um irgendwelche Ruhezeiten kaum zu scheren und können feiern, bis sie umfallen und die Bewohner der coburger Innenstadt können wieder ruhig schlafen und brauchen sich nicht über die gesperrte Straße zwischen Bürglas-Schloss und Ehrenburg ärgern. Die Veranstalter würden auch einiges an Geld, was sie im Moment für Sicherungsmaßnahmen ausgeben müssen, für andere Zwecke zur Verfügung haben. Und die coburger Wirte könnten mit einigen Sauf- und Fressbuden auf dem Festival-Gelände auch noch ein paar Euros verdienen und müssten nicht befürchten, demnächst Insolvenz beantragen zu müssen, weil ihnen die Einnahmen vom Samba-Festival und HUK-Open-Air fehlen.

Oder sehe ich das falsch?

Coburger Polit-Kindergarten

Man kann sich bei der aktuellen Diskussion über die Coburger Hallenneubauten momentan nur noch an den Kopf fassen und leise an der Zurechnungsfähigkeit aller Beteiligten zweifeln. Teilweise hat man den Eindruck, der Coburger Stadtrat besteht nicht aus verantwortungsvoll handelnden Erwachsenen sonder aus Kindergarten- und Vorschulkindern.

Von einem verantwortungsvollen Stadtrat sollte man als Bürger dieser Stadt erwarten können und dürfen, das die ihnen anvertrauten Steuergelder verantwortungsvoll und zum Wohle der Allgemeinheit verwendet werden. Immerhin ist der Stadtrat die legislative Gewalt in Coburg, welchem die zur Exekutive gehörende Stadtverwaltung untergeordnet ist. Bei der Umsetzung des vom bürgerlichen Lager so vehement befürworteten NIK kommen einem jedoch Zweifel daran, ob hier wirklich noch verantwortungsvoll mit Steuergeldern umgegangen wird.

Bestes Beispiel dafür dürfte sein, das man die Sporthalle auf dem Anger neuerdings erst für mehrere Millionen Euro sanieren will, um sie dann einige Jahre später für die endgültige Umsetzung des NIK abreißen zu lassen. Ein Schildbürgerstreich, der den Bürgern Coburgs wohl nur schwer zu verkaufen sein dürfte.

Was hat die coburger Stadträte geritten, trotz Ermahnung des Oberbürgermeisters bezüglich der zu erwartenden Finanzlage im Jahr 2014 gegen den kostengünstigeren Entwurf der Verwaltung und für die Verbrennung von 2 – 3 Millionen Euro zu stimmen? Das würde mich und wahrscheinlich auch viele andere Coburger brennend interessieren.