Von 0 auf Home Office

Wie schnell man in Zeiten von SarsCov2 aka Corona auf Home Office umschalten kann/muss, durfte ich letzten Donnerstag mehr oder weniger erfolgreich ausprobieren, nachdem wir Mittwoch Abend erfuhren, das unser großer Sohn in Quarantäne muss, da er Kontakt zu einem positiv getesteten ehemaligen Praktikanten hatte.

Ergo Donnerstag Morgen zuerst in der Firma anrufen und dort Bescheid geben, das ich aus diesem Grund einstweilen von zu hause Arbeiten werde (=> freiwillige Selbstisolation), da es ja nicht unwahrscheinlich war, das wir ebenfalls infiziert sind. Glücklicherweise bietet mein Arbeitgeber diese Möglichkeit an, da ich andernfalls meinen restlichen Jahresurlaub hätte neu planen müssen. Anschließend wurde noch ein Termin am selben Tag für einen freiwilligen Corona-Test beim Hausarzt vereinbart.

Als nächstes musste ich mir schnellstmöglich das notwendige Equipment für das Home Office besorgen. Fürs erste sollte ein Headset für einfacheres telefonieren reichen. Da ich das Haus nur ungern verlassen wollte und das Headset schnellst möglichst benötigte, blieb im Grunde nur das große „A“ mit seinem Prime-Versand als Bezugsquelle übrig, damit ich nur einen Tag ohne Headset überbrücken musste. Das ich Freitag Vormittag wie auf Kohlen sitzend auf die Post gewartet habe, muss ich wohl nicht erwähnen 😉

Da mein provisorischer Arbeitsplatz – am Esstisch gegenüber vom großen Sohn – absolut keine Dauerlösung ist, wird es langsam Zeit, mich nach einem Schreibtisch und -stuhl um zuschauen, damit ich mir im Dachgeschoss einen separaten Arbeitsplatz einrichten kann.

Aufgrund der aktuellen Entwicklungen werde ich wohl noch des öfteren von zu hause aus arbeiten können/dürfen. Von daher sollte die Einrichtung eines eigenen Büros durchaus zukunftssicher sein.

Unseriös, unprofessionell und respektlos

Ich weiß nicht, ob ich der einzige bin, dem es so geht, aber wenn ich mich bei einem Unternehmen bewerbe, dann erwarte ich, das man mir zuerst einmal den Eingang meiner Bewerbung bestätigt und mir entweder zeitnah absagt oder mich zum Vorstellungsgespräch einlädt.

Leider haben es anscheinend immer weniger Unternehmen nötig, sich diesen Aufwand zu leisten. Empfangsbestätigungen und zeitnahe Rückmeldungen bekommt man meiner Erfahrung nach – wenn überhaupt –  fast nur noch von größeren Unternehmen. Aber wo ist das Problem? Zur Not wird dazu der Auszubildende im 1. Lehrjahr oder ein Praktikant rekrutiert und entsprechend instruiert. Damals, als man seine Bewerbung noch auf Papier und per Post verschickt hat, ging das mit den Empfangsbestätigungen doch auch?!?

Zumal Unternehmen, die nicht auf Bewerbungen reagieren, einen unprofessionellen und unseriösen Eindruck hinterlassen. Von dem anscheinend nicht vorhandenen Respekt gegenüber dem Bewerber ganz zu schweigen. Ein allgemeines Massenmailing a la

Sehr geehrter Bewerber, vielen Dank für Ihr Interesse … Wir werden Ihre Unterlagen prüfen und uns zeitnah bei Ihnen melden. …

würde schon völlig reichen, damit man sich als Bewerber respektiert fühlt und das Unternehmen sich nicht sofort durch unprofessionelles Verhalten als unseriös disqualifiziert.

Richtig unprofessionell wirken aber Unternehmen, die entweder gar nicht auf (schriftliche) Rückfragen reagieren oder einem dann nur lapidar mitteilen, das die Stelle zwischenzeitlich besetzt wurde. Ja Danke für gar nichts! Da fühlt man sich dann ja als Bewerber mal so richtig vera***t und wahrscheinlich kann man froh sein, das es mit der Bewerbung nicht geklappt hat. Wer weiß, wie solche Unternehmen ihre Angestellten behandeln, wenn sie schon so unprofessionell und respektlos mit Bewerbern umgehen?!?

2014: guter Anfang, kleines Zwischentief und versöhnliches Ende

Wenn ich so das Jahr 2014 (Fuck you!) revue passieren lasse, dann fing es super an, da ich im Januar wieder einen gut bezahlten Job angenommen habe und auch nicht vor habe, die Firma so bald freiwillig wieder zu verlassen.

Ein kleines Zwischentief gab es jedoch kurz vor Pfingsten, als ich wegen einer außer Kontrolle geratenen Schleimbeutel-Entzündung 5 Wochen lang krank geschrieben war und fast 10 OPs über mich ergehen lassen musste. Die hohe Anzahl OPs kam jedoch dadurch zustande, das mir nach der Entfernung des Schleimbeutels zur Wundreinigung eine Unterdruckpumpe an den Ellenbogen „angeschlossen“ wurde und der Schwamm der Pumpe regelmäßig unter Vollnarkose gewechselt werden musste.

Zum Jahresende hin hat 2014 dann nochmal die Kurve zum positiven hin bekommen, als wir dann Mitte September (ursprünglich war Mitte August geplant) in unser Mietshaus einziehen konnten und seit dem endlich wieder ein Familienleben und genug Platz für alle haben. Besonders Leon genießt den neuen Freiraum und feilt permanent an seiner Lauftechnik 😉

Schauen wir mal, was 2015 so an (positiven) Überraschungen für uns bereit hält …

Bye bye Mint

Auf der Arbeit haben wir inzwischen alle neue Notebook mit Linux Mint bekommen – ich war quasi das Versuchskaninchen, weil meine Windows-Möhre die lahmste von allen war.

Linux Mint hat für mich nur ein Problem: Sie nutzen standardmäßig den Cinnamon Desktop, der quasi eine misslungene Kreuzung aus Gnome 2 und Gnome 3 ist.  Also ein veraltetes Bedienkonzept mit aktueller Technik entwickelt.

Ich hab mir dann doch lieber den „echten“ Gnome Desktop installiert, was bei Mint leichter gesagt als getan ist, weil die Gnome 3.8 Pakete von Mint einige kaputte Abhängigkeiten haben. Beispielsweise hat Mint noch immer gedit 2.3 im Angebot. 😯 Aus dem Grund habe ich dann doch lieber eine aktuelle Gnome-Version aus dem PPA des Gnome3-Teams von Ubuntu installiert, womit Mint dann letztendlich nicht mehr viel mehr war,  als ein Ubuntu mit Mint Optik.

Aus dem Grund hab ich dann heute ein wenig gegoogelt und mit Hilfe einer sehr guten Anleitung mein Mint endgültig zu einem richtigen Ubuntu gemacht. Ging einfacher, als ich gedacht habe. Nur 3 Dateien editieren, die Mint-Repositories und -Pakete aus dem System schmeißen und ein paar verbleibende Pakete auf die Versionen von Ubuntu downgraden. Fertig :mrgreen:

If it’s not in the bugtracker, it’s not a bug!

Vor knapp 2 Wochen haben wir im IT24 eine Änderung aktiviert, die uns automatisch über schwere Fehler, die während des Betriebs auftreten, per Mail informiert.

Da die Fehlermeldungen zusätzlich auch vom IT24 protokolliert werden, können wir anhand des Protokolls relativ einfach herausfinden, ob der betreffende Fehler gehäuft auftritt oder ob es vielleicht irgend ein Muster oder Gemeinsamkeiten bei dem Fehler gibt.

Viel interessanter ist jedoch der Umstand, das es viele Kunden anscheinend nicht für notwendig erachten, uns über die Fehler zu informieren und stattdessen anscheinend glauben, der Fehler würde schon irgendwann von alleine verschwinden 😯

Vielleicht sollte man den Kunden bei Gelegenheit mal verraten, das wir nur Fehler beseitigen können, von deren Existenz wir wissen 😉

Frei nach dem Motto:

If it’s not in the bugtracker, it’s not a bug!

Manche Kunden

Vor ein paar Tagen kam von einem Kunden eine Mail, dass das IT 24 1Industrietechnik 24 Portal bei einem seiner Kunden nach der Preisabfrage den Netto- als Bruttopreis anzeigen würde.

Auf meine Mail, uns doch bitte einen Screenshot sowie weitere Details zukommen zu lassen, kam (sinngemäß) als Antwort

Ich habe den Verdacht, das unsere EDV für das Problem verantwortlich ist und möchte noch ein paar Tests machen. Ich melde mich wieder.

Da fragt man sich dann schon, warum er uns dann überhaupt angeschrieben hat, zumal er sich seit dem nicht mehr gemeldet hat. Wie dem auch sei, sieht es wohl so aus, als hätte sich das Problem von alleine gelöst 😉

Fußnoten[+]

Das fragwürdige Demokratieverständnis des Herrn S.

Die Neue Presse hat heute auszugsweise aus einem Brief des Vorsitzenden der Brose Gesellschafterversammlung zitiert, in dem dieser der Region Wirtschaftsfeindlichkeit vorwirft. Anlass des Briefes ist die berechtigte Sorge der Coburger Lokalpolitik, Brose könnte in Zukunft weitere Teile des Unternehmens aus Coburg verlagern.

Die zitierten Passagen offenbaren in meinen Augen jedoch ein sehr fragwürdiges Demokratieverständnis. Das lässt sich sehr gut daran erkennen, das er sich darüber beklagt, das die von Seiten der Wirtschaft und IHK unterstützte Kandidatin im letzten Kommunalwahlkampf nicht zur Oberbürgermeisterin gewählt wurde und das sie während des Wahlkampfes als „Frau der Wirtschaft“ bezeichnet wurde, was Herr S. als Makel interpretiert. Weiter führt er als „Beweis“ für die Wirtschaftsfeindlichkeit der Region an, das die Bewohner des Landkreises den SPD-Kandidaten, der mit dem Slogan „Kein Flugplatz für die Wirtschaft“ angetreten war, gewählt haben. Insgesamt kann man den Eindruck haben, das Herr S. ein Problem mit demokratischen Entscheidungen hat, solange sie nicht in seinem Interesse sind.

Frau Lochner wurde nicht gewählt, weil sie eine „Frau der Wirtschaft“ war, sondern weil die Coburger erkannt haben, das sie nur eine Marionette eben dieser gewesen wäre. Das Frau Lochner seit der verlorenen Wahl als „Relocaterin“ arbeitet unterstreicht diese These noch zusätzlich. Und wer ihr größter Auftraggeber sein dürfte, sollte auch nicht schwer zu erraten sein.

Womit wir bei der letzten Landratswahl wären. Dort hat sich bekanntlicher weise Michael Busch gegen den als Favoriten gehandelten Jürgen W. Heike mit seinem Slogan „Kein Flugplatz für die Wirtschaft“ durchgesetzt. Das Herr S. dies als Beweis für seine Behauptung, die Region wäre wirtschaftsfeindlich, anführt zeigt nur, das ihm die berechtigten Interessen der betroffenen Bürger sowie die stichhaltigen Argumente gegen einen Verkehrslandeplatz in der Region nicht interessieren, da sie seinen eigenen Interessen im Weg stehen. Ich möchte jetzt aber nicht weiter auf das Flugplatz-Thema eingehen, da es genug Stoff für mindestens einen eigenen Beitrag bietet.

Insgesamt muss man feststellen, das Herr S. ein Mann mit einem fragwürdigem Demokratieverständnis und einem bekannter weise starkem Ego ist, der es jedoch immer wieder versteht, durch zeitlich gut platzierte Äußerungen die nötige Unruhe zu stiften, um seinen Interessen und Forderungen den in seinen Augen nötigen Nachdruck zu verleihen.