So, den ersten Tag in der neuen Firma habe ich erfolgreich überlebt
Die Kollegen und der Chef sind echt super nett und die Atmosphäre lässt keine Wünsche offen. Ich habe zwar momentan den so genannten “Arschloch-Rechner”, der heißt aber nur so, weil er von der Leistung her der schwächste Mac von allen ist. Das merkt man aber ehrlich gesagt gar nicht. Okay, ich muss auch keine 2 virtuellen Maschinen parallel laufen lassen oder extrem große Photoshop-Dateien öffnen
Heute war ja bekanntlich mein de-facto letzter Tag bei meiner Ex-Firma und ich wurde mal wieder von einigen Ex-Kollegen persönlich enttäuscht. Allen voran der Geschäftsführer, der es im Gegensatz zur Sekretärin und zwei anderer Ex-Kollegen anscheinend nicht für nötig hielt, sich persönlich zu verabschieden.
Man muss zwar zu seiner Entlastung anmerken, das er den Vormittag zusammen mit zwei Ex-Kollegen bei einem Kunden war, aber da sie alle vorher noch in der Firma waren, hätten man sich auch da von mir abschieden können. Wenn man denn gewollt hätte!
Ich empfinde das ehrlich gesagt auch ein Stück weit als schlechten Stil. Oder sehe ich das falsch?
Okay, seit heute ist die Kuh vom Eis und ich habe das Arbeitsamt definitiv nicht mehr ab nächsten Montag an den Hacken Ich habe meine Meldung als Arbeitssuchender schon vor einer Woche zurückgezogen und damit sehr hoch gepokert, aber nachdem mein zukünftiger Chef auf mich den Eindruck gemacht hat, das man sich auf seine mündliche Zusage verlassen kann, bin ich das Risiko eingegangen.
Heute habe ich dann Nägel mit Köpfen gemacht und den neuen Arbeitsvertrag unterschrieben, nachdem wir in einem sehr freundlichen und angenehmen Gespräch letzte Unklarheiten aus der Welt geschafft haben.
Schon irgendwie komisch: je näher das Ende meines Arbeitsvertrags bei meinem momentanen Arbeitgeber rückt, desto mehr fühle ich mich hier wie ein Fremdkörper. Ein komisches Gefühl, das ich so bislang gar nicht kannte. Bei meinen bisherigen Arbeitgebern kamen die Kündigungen entweder inklusive Freistellung für die restliche Zeit oder ich habe selber gekündigt, nachdem ich bereits innerlich mit der Firma abgeschlossen hatte.
Naja, ab Morgen Mittag hab ich Resturlaub und danach geht es hoffentlich ausgeruht an die neuen Herausforderungen, die da so auf mich warten
Also ab Dezember wird es dann wohl neben einem neuen Arbeitsplatz bei einem sehr sympathischen, neuen Chef und nicht minder sympathischen neuen Kollegen auch ein paar neue “Spielzeuge” geben, mit denen ich dann arbeiten darf.
Das spannendste zuerst: Der neue Arbeitsplatz ist fast Microsoft frei. Naja, bis auf ein virtualisiertes Windows zum Testen der Webseiten mit dem IE Aber ansonsten keine Windows Workstation und kein MS SQL Server, stattdessen MacOS X und mySQL
Bei den eigentlichen Werkzeugen wird sich zwar auf den ersten Blick nicht so dramatisch viel ändern, sondern, um es mit sed Syntax zu sagen: s/ColdFusion/PHP. Aber auch diese, auf den ersten Blick kleine Änderung, wird mir sicher noch das eine oder andere graue Haar bescheren, was aber nicht weiter dramatisch ist. Immerhin besteht ja schließlich das halbe Leben aus Veränderungen und auch der größte PHP-Crack kocht nur mit Wasser und hat irgendwann einmal klein angefangen
Ansonsten bleiben mit HTML und JavaScript/jQuery auch ein paar Dinge unverändert. Wobei HTML wohl deutlich präsenter in meinem Arbeitsalltag sein wird, da dieser Kelch bislang weitestgehend an mir vorbei gegangen ist, was man jetzt sehen kann, wie man mag.
Vor knapp 2 Wochen haben wir im IT24 eine Änderung aktiviert, die uns automatisch über schwere Fehler, die während des Betriebs auftreten, per Mail informiert.
Da die Fehlermeldungen zusätzlich auch vom IT24 protokolliert werden, können wir anhand des Protokolls relativ einfach herausfinden, ob der betreffende Fehler gehäuft auftritt oder ob es vielleicht irgend ein Muster oder Gemeinsamkeiten bei dem Fehler gibt.
Viel interessanter ist jedoch der Umstand, das es viele Kunden anscheinend nicht für notwendig erachten, uns über die Fehler zu informieren und stattdessen anscheinend glauben, der Fehler würde schon irgendwann von alleine verschwinden
Vielleicht sollte man den Kunden bei Gelegenheit mal verraten, das wir nur Fehler beseitigen können, von deren Existenz wir wissen
Vor ein paar Tagen kam von einem Kunden eine Mail, dass das IT 241 Portal bei einem seiner Kunden nach der Preisabfrage den Netto- als Bruttopreis anzeigen würde.
Auf meine Mail, uns doch bitte einen Screenshot sowie weitere Details zukommen zu lassen, kam (sinngemäß) als Antwort
Ich habe den Verdacht, das unsere EDV für das Problem verantwortlich ist und möchte noch ein paar Tests machen. Ich melde mich wieder.
Da fragt man sich dann schon, warum er uns dann überhaupt angeschrieben hat, zumal er sich seit dem nicht mehr gemeldet hat. Wie dem auch sei, sieht es wohl so aus, als hätte sich das Problem von alleine gelöst