Das Problem ist größer, als man vielleicht denkt

Viele Leute reduzieren das Problem der zuneige gehenden Erdöl-Vorkommen darauf, das unsere Autos dann irgendwann nicht mehr fahren. Zumindest, wenn es die Industrie bis dahin nicht geschafft hat, alternative Antriebskonzepte zu etablieren.

Das ist aber nur die Spitze des Eisbergs. Ohne Erdöl haben noch ganz andere Industriezweige ein enormes Problem: Zum Beispiel ist Erdöl die Basis für Kaugummis1 oder Kunststoffe. Und jetzt schaut Euch einfach mal um, wo in Eurer Umgebung überall Kunststoff verwendet wird und denkt Euch bei Eurem Computer oder Handy mal den ganze Kunststoff weg. Apropos Computer: Für die Herstellung von Microchips wird soweit ich weiß auch Erdöl benötigt 😉

  1. lecker nicht? []

pure Verzweifelung?

Ist das die pure Verzweiflung angesichts des drohenden Scheiterns von E10-Krafstoff, die unseren Bundesumwelt Minister dazu bewegt hat, all jene, die Super Plus anstatt E10 tanken, als Unterstützer von Gaddafi zu diffamieren?

http://twitter.com/#!/dasgesetzbinich/status/45234286785343488

Dem Herrn Minister scheint dabei entfallen zu sein, das es auch Menschen gibt, die kein E10 tanken können, weil es der Motor nicht überleben würde 👿

Aber in Deutschland verdienen wir ja dank Mindestlohn und gerechtem Steuersystem alle genug, um uns spätestens alle 3 Jahre ein neues Auto kaufen zu können1 😎

  1. Vorsicht: Ironie []

Benzingipfel

Die Bundesregierung hat heute den so genannten „Benzingipfel“ veranstaltet, um ihre Totgeburt E10 noch zu retten. Was dabei am Ende herauskommen würde, dürfte wohl jedem von Anfang an klar gewesen sein: es wird am E10 festgehalten und der Verbraucher soll jetzt noch mehr mit Propaganda weich gekocht werden, um diese Plörre zu tanken.

Daran sieht man einmal mehr sehr deutlich, das die Politik teilweise den Kontakt zu den Wählern vollends verloren hat. Ansonsten hätte sie nicht plump behauptet, die Verbraucher seinen nur verunsichert und müssten besser informiert werden. Sie würde dann nämlich wissen, das viele Verbraucher sehr wohl informiert sind und E10 einfach nicht wollen, obwohl ihr Auto den Kraftstoff angeblich verträgt, weil für sie die Nachteile einfach zu sehr überwiegen. Daran wird auch keine Pro-E10-Propaganda etwas ändern, das durch die Produktion von Bioethanol zwangsläufig die Preise für Lebensmittel steigen und die Zahl der Hungersnöte speziell in Entwicklungsländern steigt. Das E10-Kraftstoff weniger Motorleistung bei einem erhöhten Verbrauch bedeutet, ist da schon fast zu vernachlässigen.

Anstatt also noch mehr Steuergelder für einen Gipfel, dessen Ergebnis auch ohne paranormale Fähigkeiten vorhersehbar war, zu verschleudern, hätte man besser die Reißleine ziehen und die Einführung von E10 zugunsten der Förderung alternativer Konzepte stoppen sollen. Das wäre mal verantwortungsvolle Umweltpolitik gewesen!

Streit um E10

Die Tagesschau berichtet (>>klick), das es im Moment wegen des Boykotts der Verbraucher gegen E10-Benzin zwischen Politik und Mineralöl-Konzernen ordentlich knirscht und sich beide gegenseitig den schwarzen Peter zuschieben. :mrgreen:

Das die Verbraucher E10 boykottieren hat weniger mit fehlender Information oder gar Verunsicherung zu tun, wie Industrie und Politik behaupten. Ich denke eher, das sich die Leute nicht von der Politik vorschreiben lassen wollen, welches Benzin sie zu tanken haben. Zumal sie keine Vorteile für sich in dem E10 Benzin sehen: Ihr Fahrzeug hat weniger Leistung, einen höheren Verbrauch und ob die Motoren E10 auch langfristig1 vertragen scheint auch noch niemand wirklich zu wissen. Der einzige, der definitiv vom E10 profitiert, ist der Fiskus, der sich über höhere Einnahmen aus der Mineralölsteuer freut, weil die Leute öfter tanken müssen 👿

Das jetzt die ersten Politiker aus dem EU-Parlament scheinheilig die Abschaffung von E10 fordern ist in meinen Augen einfach nur unglaubwürdig und verlogen. Das muss man sich einmal auf der Zunge zergehen lassen: Die EU erlässt eine Richtlinie, mit der die Mitgliedsstaaten gezwungen werden, E10 Kraftstoff einzuführen. Aber anstatt treudoof das E10 in die Tanks ihrer Autos zu kippen tankt das Stimmvieh einfach weiterhin E5 Super oder Super+ und den Raffinerien laufen die Tanks mit E10 über 😎

Hätte man auf diese Richtlinie verzichtet, hätte man sich wahrscheinlich eine Menge Zeit, Geld und Nerven gespart 😉

  1. über einen Zeitraum von mehr als 12 Monaten []

Kein Versuchskaninchen!

Heute wäre es fast passiert: Um ein Haar hätte ich diesen blöden E10 Sprit getankt. Blöder weise ist an meine Stamm-Tanke mein Stamm-Zapfpistole die, aus der jetzt die E10 Plörre kommt 👿 Aber halb so schlimm, ich habe es ja noch rechtzeitig bemerkt 😎

Was mich heute ein wenig stutzig gemacht hat, ist die Tatsache, das Super und Super+ nur noch einen Cent auseinander sind. Sonst waren das doch immer mindestens 5 Cent/Liter 😯 Die werden doch nicht auch noch den Super-Sprit für diese Pseudo-Bio-Plörre opfern? 😈

Ich für meinen Teil bleibe bei meiner Meinung zu E10: Mein Auto ist kein Versuchskaninchen für irgendwelche Öko-Fanatiker und ihre Milchmädchenrechnungen. Von wegen CO² Reduktion: das was die Autos weniger an CO² ausstoßen, wird doch garantiert durch die erhöhte Produktion egalisiert und am Ende ist die ganze Sache wahrscheinlich sogar noch umweltschädlicher als E5 Benzin 😉

Und obendrein will nicht mit daran Schuld sein, wenn in anderen Ländern kleine Kinder hungern müssen, weil ihre Familien den Mais oder Weizen wegen der E10 Plörre nicht mehr bezahlen können 👿

Wohin mit dem rechten Fuß?

Leute, die ein Auto ohne Tempomat fahren, werden das Problem nicht kennen, aber wenn man einen (Tempomat) hat und nutzt, stellt sich einem sehr schnell die Frage

wohin mit dem rechten Fuß?

Vom Gaspedal nehmen und im Fußraum „parken“ ist auf Dauer genau so unbequem, wie den Fuß über dem Gaspedal halten. Lässt man den Fuß jedoch auf dem Gaspedal, kann es passieren, das man unbewusst das Gaspedal leicht drückt und somit den Tempomat quasi arbeitlos macht. Irgendwie ist die Idee mit dem Tempomat nicht ganz zuende gedacht worden 😉