Ich kann auch spontan

Keine Ahnung, was mich geritten hat, aber als ich gestern Abend meine Feierabend-Runde laufen wollte, habe ich spontan beschlossen, an der Einmündung Sonneberger Straße nicht links abzubiegen und die übliche Runde durch das thüringer Viertel zu laufen, sondern stattdessen geradeaus weiter nach Scheuerfeld zu laufen.

Der Anstieg, den Judenberg nach Scheuerfeld rauf sah auch schlimmer aus, als er tatsächlich war. Jedenfalls hatte am Ende des Anstiegs wieder Erwarten noch genug Puste, um auf die eingeplante Pause zu verzichten. Stattdessen bin ich direkt den geplanten Kringel durch die Dr.-Otto-Straße, den Steinmitzig und die Devßingstraße zurück zum Judenberg und dann wieder zurück nach Hause gelaufen.

Zuhause hat sich dann noch zu dem guten Gefühl, statt der üblichen 3,7 fast 4,5 Kilometer gelaufen zu sein auch die Erkenntnis gesellt, das den Hobylauf beim Coburger Nightrun in einer ordentlichen Zeit zu finishen, eine lösbare Aufgabe sein sollte.

The sound of silence

Ich laufe jetzt schon seit einiger Zeit mit meiner Polar M400 Uhr und habe das Smartphone bislang beim Laufen nur noch als MP3-Player verwendet. Seit einigen Wochen laufe ich jedoch komplett ohne Musik, weil ich es angenehmer finde, statt von Musik von den Geräuschen der Umgebung begleitet zu werden.

Es ist einfach viel angenehmer, beim Laufen den Zwitschern der Vögel zu lauschen, als sich von irgendwelchen Musik-Beats oder -Takten anpeitschen zu lassen.

Zusatzmeter

Immer die selbe Runde laufen ist ja im Grunde irgendwann langweilig und deshalb habe ich meine Runde gestern spontan ein wenig verlängert, indem ich einen zusätzlichen Schlenker gelaufen bin.

Die Zeit und Pace haben sicher noch ein wenig Luft nach oben, aber das liegt auch an der Erkältung, die mich in der letzten Woche ordentlich ausgebremst hat und die mir anscheinend immer noch ein wenig in den Knochen steckt.

Ich habe auch letzte Woche mal probiert, die bisherige Runde in entgegengesetzter Richtung zu laufen, was sich aber wegen der permanenten Steigung auf dem letzten Kilometer, die zwar nicht stark ist, aber auf Dauer ordentlich auf die Pumpe geht,  als schlechte Idee herausgestellt hat.

Neue Laufschuhe und neue Bestzeit

Von einem Arbeitskollegen habe ich den Tipp bekommen, mal bei Outlet46 zu schauen, weil ich ehrlich gesagt ein Problem damit habe, über 100 Euro für ein Paar Laufschuhe auszugeben.

Nach einigem Suchen habe ich mir dann den X-Scream Foil in Blau von Salomon bestelllt, der mir alles in allem am besten gefallen hat – insbesondere die Ersparnis zum UVP 😉

Da ich jedoch gestern nicht mehr dazu gekommen bin, die Schuhe auf meiner Hausstrecke einzuweihen, wurden sie zuerst heute Nachmittag bei einem Spaziergang mit Leon ein wenig einglaufen, bevor sie dann heute Abend bei einer schnellen Runde quasi offiziell in Dienst gestellt wurden.

Keine Ahnung, ob es an den Schuhen oder der Tatsache, das ich diese Woche fast jeden Tag gelaufen bin, lag, aber jedenfalls habe ich dann auch mal gleich meine Zeit für die Runde und damit auch meine Zeit pro Kilometer deutlich verbessert.

Ich tippe mal auf eine Kombination aus beidem 😉

Von nix kommt nix!

Spontane Entscheidungen sind ja eigentlich nicht so mein Ding – zumindest beim Sport. Heute habe ich mich da aber doch mal spontan entschlossen bei meinen Runden um den Goldbergsee eine weitere Runde dran zu hängen und 3 anstatt der üblichen 2 Runden zu laufen.

Das hat mich in sofern selbst überrascht, weil ich heute mal wieder die Runde entlang der Rodacher Straße und nicht Richtung Sulzbach begonnen habe, was für mein Empfinden die anspruchsvollere Art ist, die Runde zu laufen. Ich mag mich da aber auch täuschen.

Nichts desto trotz standen am Ende 6 Kilometer auf der „Uhr“ und eine eher durchwachsene Pace. Das lag aber auch daran, das ich auf der letzen Runde ziemlich auf dem sprichwörtlichen Zahnfleisch gegangen bin. Das ist aber nichts, was man nicht durch Training wieder gerade biegen kann. Jedenfalls weiß ich jetzt, das ich auch in der Lage bin, 6 Kilometer in einer halbwegs ordentlichen Zeit zu laufen. ✌ 💪

Auf zu neuen (Lauf-)Ufern

Nachdem mich das schlechte Wetter mich zuletzt dazu gezwungen hat, auf das Laufband im Fitness-Studio auszuweichen, habe ich heute Vormittag die Gelegenheit genutzt, dem Nebel getrotzt und die Wege rund um den Goldbergsee als neue Laufstrecke ausprobiert.

Um es kurz zu machen: Test bestanden. Die Strecke ist deutlich flacher, als meine bisherigen Laufstrecken, was es mir zum ersten Mal erlaubt hat, die 2 Runden um den See mit insgesamt 4,37 Kilometern durchzulaufen und auf die obligatorischen Geh-Pausen zu verzichten.

Das dabei der Puls insbesondere während der kurzen Anstiege mehrmals kurzzeitig über 166 Schläge pro Minute ging, habe ich dabei wohlwollend ignoriert, da er sich wieder beruhigt hat, sobald der Anstieg geschafft war und es wieder eben war. Was ja auch irgendwie logisch ist, da der Körper ja mehr arbeiten muss, wenn man bergauf läuft – da helfen auch kleinere Schritte oder kontrollierte, tiefe Atmung nicht mehr viel 😉

Die Coburg-App – ein Fall für die Tonne

Coburg will hipp sein und so gibt es seit einiger Zeit schon eine Coburg-App, mit der z.B. Touristen schnell herausfinden können sollen, was in Coburg Event-mäßig so los ist. Die Idee war sicher gut, aber die Umsetzung wurde wie so oft bei solchen Unternehmungen meiner Meinung nach ordentlich versemmelt, um es höflich zu formulieren.

Das fängt schon mit dem Userinterface an, das ich persönlich hässlich wie die Nacht und total altbacken finde. Solche UIs hat man vielleicht zu Zeiten von Android 2.x gebaut, aber nicht mehr im Jahr 2016! Wie heißt es so schön: 2010 hat angerufen und will sein (Android-)Userinterface zurück! Das sich das Userinterface der Android-Version nicht an die Material-Design-Regeln von Google hält und die App deshalb wie ein Fremdkörper wirkt, ist da schon fast nebensächlich. Ebenso wie der Umstand, das sich hinter vielen Punkten der App lediglich Verweise auf Webseiten befinden, die dann in der App geöffnet werden.

Als Fazit kann man festhalten, das die aktuelle Coburg-App ein gutes Beispiel dafür ist, wie man eine Stadt-App nicht umsetzen sollte, wenn man sich nicht vollends damit blamieren möchte. Auch die Bewertung im Google Play-Store mit 3,5 Sternen und die letzten Kommentare sprechen schon fast für sich und gegen die App.