Liebe SEO-Spammer

Heute kam (mal wieder) eine nette Mail von einem SEO-Futzi:

Hallo,

Mein Name ist T* und ich bin der Webmaster von Inter Online SEO

Nebenbei arbeite ich auch für meine anderen Projekt-Webseiten und dadurch
stieß ich auf heiko-adams.de und ich schätze wirklich das gute Design und die Informationen.

Ich habe Seiten von sehr guter Qualität , von wo aus Sie verlinkt würden.
Wie Sie vielleicht wissen, Links von guter Qualität könnenauf jeden Fall
helfen beim Page Rank, Verkehr und bei höherer Platzierung in den wichtigsten Suchmaschinen
wie Google, Yahoo und Bing.

Sollten Sie Interesse an weiteren Details haben, dann melden Sie sich bitte zurück bei mir
und ich werde Ihnen den perfekte Vorschlag für Ihre Website machen, der bei der Verbesserung
Ihrer Website in allen Aspektenhilft.

Hoffebaldvon Ihnen zu hören und einen schönen Tag wünsche ich Ihnen

Mit freundlichen Grüßen,

So, nun noch einmal in aller Deutlichkeit und für alle SEO-Spammer zum Mitschreiben:

Geht bitte endlich sterben, Ihr nutzloses Gesindel und hört auf, meine Zeit mit Euren Spam-Mails zu verschwenden!

Ich habe kein Interesse an Euren „Dienstleistungen“, weil ich nicht sehe, was Ihr besser macht, als das SEO-Plugin meines Blogs oder daran, irgendwelche Links zu angeblichem „Qualitätscontent“ auf meiner Seite zu platzieren. Am besten noch mit „dofollow“ damit die Suchmaschienen Euren „Qualitätscontent“ höher bewerten, weil es genug Deppen gibt, die auf Eure Anfragen eingehen? Nicht mit mir! Mein Spam-Filter ist inzwischen so gut trainiert, das er Eure Mails zuverlässig in den Junk-Ordner entsorgt.

Und das ist auch gut so!

Die Mär vom „geistigen Eigentum“

Kurz gesagt: Es gibt kein geistiges Eigentum, auch wenn die Content-Kartelle unentwegt etwas anderes predigen. Aber wir alle wissen ja auch, das etwas nicht alleine dadurch wahr wird, das man es oft genug wiederholt hat. 😉

Es gibt zu dem Thema auch ein sehr schönes Zitat:

Es gibt kein geistiges Eigentum. Sobald eine Idee ausgesprochen ist ist sie frei, denn: Wer eine Idee von mir empfängt, mehrt dadurch sein Wissen, ohne meines zu mindern, ebenso wie derjenige, der seine Kerze an meiner entzündet, dadurch Licht empfängt, ohne mich der Dunkelheit auszusetzen.

Dieses Zitat stammt von niemand geringerem als Thomas Jefferson, seines Zeichens unter anderem Hauptautor der amerikanischen Unabhängigkeitserklärung und dritter Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika.

Umdenken bei Adblockern

Der populäre Adblocker Adblock+ für Firefox ist heute in der finalen Version 2.0 erschienen.

Allerdings ist zumindest die Funktion, unaufdringliche Werbung durchzulassen, nicht zu unrecht unter den Anwendern umstritten, da sie entweder gar keine Werbung angezeigt bekommen wollen oder selber entscheiden möchten, auf welchen Seiten Werbung angezeigt wird und auf welchen nicht. Das sich Werbetreibende zudem gegen Bezahlung von der Filterung frei kaufen können, sofern sie bestimmte Regeln einhalten, hat obendrein noch zusätzlich G’schmäckle.

Vielleicht wäre es aber auch einfach an der Zeit, die Logik der Adblocker umzukehren. Bislang kann man lediglich einzelne Seiten auf eine Whitelist setzen und somit für diese Seiten die Anzeige von Werbung erlauben. Wäre es nicht besser und auch den Zielen von Adblock+ zuträglicher, wenn Adblock+ standardmäßig überall Werbung anzeigen würde und der Anwender Seiten, auf denen ihn die Werbung stört oder nervt auf eine Blacklist setzen könnte, damit dann nur auf den Seiten, die auf dieser Blacklist stehen, Werbung gefiltert wird?

Somit würde man nur die Seiten bestrafen, auf denen die Werbung vom eigentlichen Content ablenkt oder einfach nur störend oder lästig ist. Auf allen übrigen Seiten würde die unaufdringliche Werbung angezeigt werden und die Seiten somit nicht von den notwendigen Einnahmen abgeschnitten werden. Somit hätten Seitenbetreiber einen besseren Ansporn, auf nervige und aufdringliche Werbung zu verzichten, damit sie nicht auf den Blacklists der Besucher landen.

Das Content-Kartell schlägt zurück

Wie auf Netzpolitik zu lesen ist, hat es das Content-Kartell anscheinend geschafft, mit Sigfried Kauder einen Betonkopf aus der Wirtschaftspartei CDU auf ihre Seite zu ziehen.

Eben dieser halt nämlich laut der Musikwoche angedroht, das man binnen 8 Wochen einen Gesetzentwurf für ein 2-Strikes-Warnmodell in den Bundestag einbringen wolle. In wie weit hier nur ein vom Content-Kartell vorgefertigter Text verwendet wird, lasse ich mal dahingestellt. Es dürfte aber jeden klar sein, das der Weg von 2- zu 3-Strikes nicht weit ist.

Sollte es tatsächlich soweit kommen und sollte des SPD diesen Blödsinn noch unterstützen, ist das eine gute Gelegenheit, das rote gegen ein orangenes Parteibuch auszutauschen.

Ist die Content-Mafia nicht eigentlich ein Content-Kartell?

Die Content-Industrie wird wegen ihres teilweise mehr als fragwürdigen Handelns das fast immer zum Nachteil der Nutzer/Kunden geht, sehr oft auch als Content-Mafia bezeichnet. Ich finde den Begriff des Content-Kartells bzw. der Content-Kartelle wesentlich besser, weil treffender.

Einfach übersetzt ist ein Kartell ja nichts anderes wie ein Zusammenschluss z.B. von Anbietern zum Nachteil der Kunden. Kartelle haben auch immer die Absicht, den Wettbewerb in ihrem Marktsegment soweit wie möglich zu unterbinden oder sogar den Markt monopolartig unter den Kartellteilnehmern aufzuteilen. Und nichts anderes macht die Content-Industrie. Sie schottet „Ihren“ Markt soweit möglich gegen neue Wettbewerber und Vertriebsmodelle ab, weil sie nicht willens oder fähig ist, ihre veralteten Geschäfts- und Vertriebsmodelle an die veränderte Wirklichkeit anzupassen. Stattdessen werden Scharen von Lobbyisten gehalten, um die Gesetzgebung nach den eigenen Interessen zu beeinflussen und somit ihre veralteten Geschäfts- und Vertriebsmodelle künstlich am Leben zu erhalten.

Vielleicht sollte mal jemand den Content-Kartellen erklären, dass das Leben aus stetiger Veränderung besteht und der Stillstand, den sie praktizieren, irgendwann unweigerlich ihren Tod bedeutet.