Liebe SPD, wir müssen reden!

Liebe SPD, vielleicht ist es Euch ja entgangen, aber Ihr seit schon seit einigen Jahren keine Regierungs- sondern Oppositionspartei. Und die originäre Aufgabe der Opposition ist nicht, der Kanzlerin den Rücken zu stärken, sondern die Arbeit der Regierung zu kontrollieren und ggf. im Rahmen des möglichen einzugreifen und Schaden vom deutschen Volk abzuwenden.

Und was als verantwortungsbewusster Politiker mal gar nicht geht, ist, etwas zu zustimmen, obwohl man es nicht versteht! Das ist einfach nur unverantwortlich und unredlich!

Warum profitiert Ihr denn kaum von den sinkenden Umfragewerten der Schwarz-Gelben Regierung? Weil die Menschen inzwischen nicht zu unrecht den Eindruck haben, das es egal ist, wer regiert, weil sich eh nichts ändert! Weil die Menschen sehr oft und nicht wirklich unberechtigterweise den Eindruck haben, das vielen Abgeordneten ihre Nebeneinkünfte wichtiger sind, als ihr Mandat und das selbiges nur dazu dient, um an lukrative Jobs zu kommen. Aber um daran etwas zu ändern fehlt Euch einfach der nötige Arsch in der Hose!

Und um ehrlich zu sein, wünsche ich mir insgeheim, das die Wähler Euch 2013 gehörig in den Arsch treten und Eure Rot-Grünen-Phantasien dadurch gründlich verhageln, das die Piraten ihre momentanen Umfragewerte halten können und entsprechend stark in den Bundestag einziehen.

Warum ich Personalvermittler (eigentlich) nicht mag

Eigentlich mag ich Personalvermittler nicht wirklich und halte sie für ein Krebsgeschwür des Arbeitsmarktes. Ich rede halt lieber direkt mit dem Kuchen anstatt mit der Kuchenform, wenn Ihr wisst, was ich meine.

Aber dummerweise kommt man aber immer schwerer an interessante Stellen, ohne sich mit eben diesen Personalvermittlern herumschlagen zu müssen. Was mich dabei jedes mal nervt, ist, das man sich auf eine konkrete Stelle bewirbt und anschließend Fragebögen und Fragen beantworten darf, die kaum etwas mit der Stelle, auf die man sich beworben hat, zu tun haben, nur weil man (angeblich) in die Kartei des jeweiligen Personalvermittlers aufgenommen werden „muss“.

Während man also diese ganzen Fragebögen ausfüllt, stellt man sich immer wieder unweigerlich die Frage

Warum fragen Sie das? Das steht doch alles in meinen Bewerbungsunterlagen!

Man bekommt also zwangsläufig den Eindruck, das diese Leute die Unterlagen entweder gar nicht lesen oder nur überfliegen.

Was mich aber immer wieder richtig ärgert, ist, das diese Leute einem Hoffnung machen, das sie einen passenden Job für einen haben oder zumindest eben so einen finden und man aber nie wieder etwas von ihnen hört.

Grün ist das neue Gelb …

… und wer Grün wählt, der bekommt Schwarz. Und das dem so ist, hat man zuletzt eindrucksvoll im Saarland und in Hamburg gesehen.

Wer noch immer glaubt, das die Grünen eine linke Partei sind, mag damit im Bezug auf einzelne Landesverbände oder deren untergeordnete Gliederungen Recht haben, aber zumindest auf Bundesebene und in vielen Landesverbänden, ist die Ähnlichkeit zur FDP so frapierend, das es mich nicht wundern würde, wenn beide Parteien in naher Zukunft fusionieren würden.

Und wessen Geistes Kind die Vorsitzende dieser ehemals linken Partei ist, hat sie selber eindrucksvoll demonstriert, als sie angekündigt hat, nach der Wahl in Berlin die Mitglieder der Piratenpartei resozialisieren zu wollen, um damit einen politischen Konkurrenten auszuschalten. Ich bin ehrlich gesagt erschrocken, solch eine Aussage aus dem Mund einer erfahrenen Politikerin (Frau Künast war zwischenzeitlich mal Bundesministerin) zu hören und verwundert, das es niemand vom Spitzenpersonal der Sellerie-Partei für nötig gehalten hat, sich von solchen Äußerungen zu distanzieren.

Man sollte erwähnen, das in vielen pseudo-demokratischen Staaten mit Resozialisierung oftmals eine Umerziehung der betroffenen Personen mit dem Ziel, diese auf Linie zur Staatsführung zu bringen, gemeint ist. Und der Kontext der Äußerung, das Frau Künast die Piraten resozialisieren möchte, damit sie zukünftig nicht mehr zu Wahlen antreten, lässt ein erschreckendes Maß an rechtem Gedankengut bei dieser Frau erkennen.

Die Grünen täten sehr gut daran, sich von Frau Künast und ihren kruden Äußerungen und Gedanken schnell und deutlich zu distanzieren und Frau Künast einen umgehenden Verzicht auf alle Parteiämter nahe zu legen. Wer solche kruden Gedanken hegt und sich obendrein auch noch traut, diese öffentlich zu äußern, hat sich in meinen Augen als Demokrat selber disqualifiziert und somit auch nichts mehr in irgendwelchen Spitzenpositionen einer demokratischen Partei zu suchen.

Disclaimer: Ich bin weder Parteimitglied der Grünen noch der Piratenpartei

Zwischenstand: 24 Stunden mit XFCE

Nach knapp 24 Stunden mit XFCE als Linux-Desktop will ich mal ein kleines Zwischen-Fazit ziehen:

Positiv fällt vor allem auf, das der Lüfter von meinem Notebook nicht mehr ständig Amok läuft sondern mehr oder weniger leise vor sich hin surrt 🙂

Weniger Positiv ist, das man schon fast gezwungen ist, das Gnome-Theme Adwaita zu nutzen, da ansonsten sämtliche GTK3 Anwendungen1 Augenkrebs verursachen. Womit wir auch gleich beim nächsten Negativ-Punkt wären. Die schwarzen Icons für die Lautstärkeregelung und das Bluetooth Applet aus dem Fedora-Icon-Theme wirken wie Fremdkörper und stören den optischen Gesamteindruck ein wenig.

Alles in allem habe ich es bislang jedoch nicht bereut, Gnome 3 durch XFCE zu ersetzen. :mrgreen:

  1. z.B. PakageKit, abrt oder NetworkManager []

Meinungsmonopole

Das Kartellrecht verbietet zur Zeit u.a. einem Unternehmen eine marktbeherrschende Stellung zu erlangen. In solchen Fällen verordnet das Bundeskartellamt dem betroffenen Unternehmen in der Regel eine Schlankheitskur.

Komischerweise bleiben Unternehmen die eine meinungsbeherrschende Stellung inne haben jedoch vom Staat relativ unbehelligt. Ein Beispiel für ein solches Unternehmen dürfte wohl die Axel Springer AG sein, die so ziemlich für jedes Segment im Markt der Print-Medien mindestens eine entsprechende Publikation im Angebot hat. Wer jetzt bestreitet, das solch ein Unternehmen in der Lage ist, die öffentliche Meinung in die eine oder andere Richtung zu lenken, der verkennt die Verflechtungen von Politik und Medien.

Spätestens seit dem Skandal um die Abhöraktionen der zum Murdoch-Imperium gehörenden News of the World, ist vielen Menschen wohl schmerzhaft klar geworden, wie eng teilweise die Verbindungen zwischen Medien und Politik sind. Aber auch schon vorher hatte man zu weilen den Eindruck das so mancher Politiker mehr Angst vor der BILD-Zeitung als vor den eigenen Wählern hat.

Ich würde mir daher wünschen, wenn das Kartellrecht irgendwann auch meinungsbeherrschende Stellungen von Konzernen unterbindet. Das es jedoch jemals so weit kommen wird, wage ich jedoch irgendwie zu bezweifeln.

Selbstbedienungsladen Bundestag?

Manchmal bekommt man ernsthaft den Eindruck, das der Deutsche Bundestag mehr und mehr zu einer Art Selbstbedienungsladen verkommt:

Die Abgeordneten schustern sich gegenseitig Verdienstkreuze zu, obwohl die einzige Leistung welche die Empfänger in Ihrer Eigenschaft als Abgeordnete erbracht haben, sehr oft wahrscheinlich nur die Wahrnehmung eben dieses Mandats ist. Wenn man sich jedoch die leeren Reihen bei diversen Debatten im Bundestag ansieht, muss man sogar daran zweifeln, ob das Mandat überhaupt ernsthaft wahrgenommen wird oder nur als Türöffner für attraktive Aufsichtsratsposten dienen sollte.

Hinzu kommt, das sich eben diese Abgeordneten in schöner Regelmäßigkeit ihre Gehaltserhöhungen selber genehmigen, während man gleichzeitig unter anderem Sozialleistungen weiter kürzt oder die Bedingungen zum Bezug selbiger verschärft. Zumindest das mit dem selber genehmigen der Gehaltserhöhungen wäre in der freien Wirtschaft wahrscheinlich der Traum eines jeden Arbeitnehmers 😉

Zu guter Letzt bedient sich auch die Wirtschaft fleißig im Bundestag, indem sie Heerscharen von Lobbyisten und Mietmäuler Sachverständiger auf die Abgeordneten los lässt, damit diese bloß nicht zu viel an den Gesetzentwürfen ändern, welche die von der Wirtschaft in die jeweiligen Ministerien entsandten „Maulwürfe“ mitgeschrieben haben.

Armes Deutschland, wenn die Väter des Grundgesetzes sehen würden, was die Politik hier heute so treibt, sie würden wohl ein Schleudertrauma bekommen, so oft wie sie sich in ihren Gräbern umdrehen würden.

Mein neuestes Spielzeug: Google+

Ja, auch ich bin schon bei Google+. Wer es noch nicht kennt: Google+ ist die Antwort von Google auf Facebook. Mein erster Eindruck ist durchweg positiv. Man könnte es auch mit einem Zitat von Gerhard Schröder aus seinem ’98er Wahlkampf zusammenfassen:

Wir machen nicht alles besser, aber vieles anders

Natürlich sollte man auch bei Google+ überlegen, was man dort postet und was nicht, aber die Einstellungen für die Privatsphäre und das gesamte Handling sind definitiv um Längen besser gelöst, als bei Facebook.

Wer auch bei Google+ ist und mich circlen möchte, folge einfach diesem Link 😉