Liebe Browser-Hersteller

Es wäre wirklich schön, wenn Ihr Euch mal endlich dazu durchringen könntet, den aktuellen HTML-Standard vollständig zu unterstützen, bevor Ihr Euch um den noch nicht fertigen HTML5-Standard kümmert. Und wenn Ihr gerade dabei seit: eine vollständige Unterstützung von Javascript wäre auch was feines 😉

Es geht mir und wahrscheinlich auch vielen anderen Webentwicklern nämlich mächtig auf die Nüsse, ständig irgendwelche Hilfskrücken bauen zu müssen, nur weil irgendein Browser genau das HTML-Attribut oder genau die JavaScript-Funktion, die wir gerade brauchen meint, nicht unterstützen zu müssen.

Also tut doch bitte mal etwas sinnvolles und fangt an, Euch damit zu überbieten, wer Javascript und den HTML-Standard besser und vollständiger unterstützt, anstatt Eure Browser mit unzähligen neuen Features aufzublähen!

Ich will kein Write-API für Google+

Die Futurezone berichtet heute, das der Entwicklungsleiter von Google+ sich bislang gegen die Veröffentlichung eines Write-API für Google+ gesträubt hat, da man den Stream der Nutzer nicht überfrachten will. Ein paar Sätze später heißt es aber, das dieses API noch dieses Jahr kommen wird.

Sehr geehrter Herr Gundotra, in dem Moment, in dem Google ein Write-API für Google+ freigeben wird, werden die üblichen Social-Media-Spammer, die bereits Facebook mit ihrem „Qualitätscontent“ zumüllen, auch Google+ für sich entdecken und auch diese Plattform nahezu unbrauchbar machen. Das wird so sicher sein, wie das Amen in der Kirche.

Um um ehrlich zu sein, habe ich ein Write-API für Google+ bislang nicht wirklich vermisst. Ich bin ehrlich gesagt heilfroh, das die Spiele auf Google+ mir nicht wie auf Facebook den Stream mit irgendwelchen Meldungen, die mich nicht die Bohne interessieren, voll kotzen. Ich denke, ich bin auch nicht der einzige, der Google+ primär als Kommunikationsplattform zum Austausch von Nachrichten sieht und für den Social-Games allenfalls als Zeitvertreib sind, der aber nichts in meinem Stream zu suchen hat.

Wenn Google denn unbedingt ein Write-API für Google+ veröffentlichen will, dann möge man doch bitte dafür sorgen, das man die über das API abgesetzten Meldungen wenigsten aus seinem Stream heraus halten kann, ohne jede x-beliebige Anwendung einzeln blocken zu müssen. Das ist schon bei Facebook extrem nervig und ich genieße es momentan noch, das mir dieser Krampf bei Google+ erspart bleibt.

Mit Dual-Head mach das Programmieren mehr Spaß

Ich muss nächste Woche meinen Chef mal fragen, ob ich einen zweiten Monitor 1Dual-Head für meinen PC bekommen kann. Aus meiner Zeit bei der Matusch GmbH weiß ich, dass das Programmieren einfach mehr Spaß macht, wenn man zwei Monitore zur Verfügung hat. Und das gilt wahrscheinlich für die Webentwicklung noch mehr, als für die klassische Desktop-Anwendungen-Entwicklung.

Monitor Nr. 1 beherbergt die Entwicklungsumgebung und auf den zweiten Monitor kommt der Browser mit der geöffneten Seite, an der man gerade schraubt. Das ständige durch die Fenster getabbe nervt mit der Zeit wirklich tierisch. Besonders, wenn man regelmäßig das falsche Fenster erwischt und z.B. anstatt in den Browser ins Outlook wechselt, weil man einmal zu oft ALT+TAB gedrückt hat.

Fußnoten   [ + ]

1.Dual-Head

Warum die VZ-Netzwerke das nächste MySpace sind

Ich wage einfach mal, die These aufzustellen, das die VZ-Netzwerke das nächste MySpace sein werden.

Einerseits, weil die VZ-Netzwerke aufgrund ihres teils rigiden Datenschutzes 1Profile nicht öffentlich zugänglich, keine Infos über Profiländerungen im Buschfunk und der völlig altbackenen Oberfläche schlicht und einfach unattraktiv sind. Was war denn die letzte große Neuerung? Ein Facelift für den Buschfunk! Oder anders gesagt: Wo ist das Killer-Feature der VZ-Netzwerke? Es gibt keins! Die VZ-Netzwerke vermitteln ihren Nutzern einfach ein Gefühl von Stillstand in der Weiterentwicklung und das rächt sich in abwandernden Nutzern.

Andererseits wird die Nutzerzahl der VZ-Netzwerke eher kleiner oder bleibt im besten Fall einigermaßen konstant. Einen größeren Abgang von Nutzern (>= 100.000) dürfte den VZ-Netzwerken aber wohl deutlich mehr zusetzen, als beispielsweise Facebook.

Schlussendlich muss man aber einfach sagen, das die Zeit der kleinen Netzwerke schlicht und ergreifend vorbei ist, weil die meisten Menschen, wenn Sie z.B. alte Freunde suchen, dies gleich bei Facebook tun und immer weniger Menschen bereit sind, in mehreren Netzwerken parallel angemeldet zu sein.

Fußnoten   [ + ]

1.Profile nicht öffentlich zugänglich, keine Infos über Profiländerungen im Buschfunk

Democracia real ya! – echte Demokratie jetzt!

Auf Facebook gibt es mittlerweile eine deutsche Übersetzung des Manifestes der jugendlichen Demonstranten in Spanien:

  • Gleichheit, Fortschritt, Solidarität, kulturelle Freiheit, Nachhaltigkeit und Entwicklung, sowie das Wohl und Glück der Menschen müssen als Prioritäten einer jeden modernen Gesellschaft gelten.
  • Das Recht auf Behausung, Arbeit, Kultur, Gesundheit, Bildung, politische Teilhabe, freie persönliche Entwicklung und Verbraucherrechte im Sinne einer gesunden und glücklichen Existenz sind unverzichtbare Wahrheiten, die unsere Gesellschaft zu befolgen hat.
  • In ihrem momentanen Zustand sorgen unsere Regierung und das Wirtschaftssystem nicht dafür, sondern stellen sogar auf vielerlei Weise ein Hindernis für menschlichen Fortschritt dar.
  • Die Demokratie gehört den Menschen (demos = Menschen, krátos = Regierung), wobei die Regierung aus jedem Einzelnen von uns besteht. Dennoch hört uns in Deutschland der Großteil der Politiker überhaupt nicht zu. Politiker sollten unsere Stimmen in die Institutionen bringen, die politische Teilhabe von Bürgern mit Hilfe direkter Kommunikationskanäle erleichtern, um der gesamten Gesellschaft den größten Nutzen zu erbringen, sie sollten sich nicht auf unsere Kosten bereichern und deswegen vorankommen, sie sollten sich nicht nur um die Herrschaft der Wirtschaftsgroßmächte kümmern und diese durch ein Zweiparteiensystem erhalten, welches vom unerschütterlichen Akronym PP & PSOE angeführt wird.
  • Die Gier nach Macht und deren Beschränkung auf einige wenige Menschen bringt Ungleichheit, Spannung und Ungerechtigkeit mit sich, was wiederum zu Gewalt führt, die wir jedoch ablehnen. Das veraltete und unnatürliche Wirtschaftsmodell treibt die gesellschaftliche Maschinerie an, einer immerfort wachsenden Spirale gleich, die sich selbst vernichtet indem sie nur wenigen Menschen Reichtum bringt und den Rest in Armut stürzt. Bis zum völligen Kollaps.
  • Ziel und Absicht des derzeitigen Systems sind die Anhäufung von Geld, ohne dabei auf Wirtschaftlichkeit oder den Wohlstand der Gesellschaft zu achten. Ressourcen werden verschwendet, der Planet wird zerstört und Arbeitslosigkeit sowie Unzufriedenheit unter den Verbrauchern entsteht.
  • Die Bürger bilden das Getriebe dieser Maschinerie, welche nur dazu entwickelt wurde, um einer Minderheit zu Reichtum zu verhelfen, die sich nicht um unsere Bedürfnisse kümmert. Wir sind anonym, doch ohne uns würde dergleichen nicht existieren können, denn am Ende bewegen wir die Welt.
  • Wenn wir es als Gesellschaft lernen, unsere Zukunft nicht mehr einem abstrakten Wirtschaftssystem anzuvertrauen, das den meisten ohnehin keine Vorteile erbringt, können wir den Missbrauch abschaffen, unter dem wir alle leiden.
  • Wir brauchen eine ethische Revolution. Anstatt das Geld über Menschen zu stellen, sollten wir es wieder in unsere Dienste stellen. Wir sind Menschen, keine Produkte. Ich bin kein Produkt dessen, was ich kaufe, weshalb ich es kaufe oder von wem.

So Long, and Thanks for All the Fish

So, das war es dann wohl nach knapp 4 1/4 Jahren bei Regenspurger in Untersiemau. Gestern wurde mir betriebsbedingt gekündigt. Keine Aufträge mehr für mich vorhanden und auch nix in Aussicht. So kann es laufen, wenn es nicht mehr so recht läuft.

Und ich? Naja, so wie es aussieht werde ich mich wohl mal wieder mit der Arbeitsagentur herumschlagen müssen. Hab nach knapp 7 Jahren durchgehend arbeiten schon wieder total vergessen, wie lästig sein kann. Aber vielleicht passiert ja doch noch ein kleines Wunder und ich schaffe einen nahtlosen Wechsel. Bis zum 30.04. hab ich ja noch Zeit, um das zu schaffen. Auch wenn ich nicht so Recht daran glauben mag.

So bleibt mir wohl nur, den legendären Douglas Adams zu zitieren:

So Long, and Thanks for All the Fish

Falls jemand eine Firma hier in der Gegend kennt, die einen Fachinformatiker Anwendungsentwicklung sucht, ich bin für jeden Tipp dankbar. Groß umziehen möchten wir aber nicht, da wir sehr lange gebraucht haben, für Leon Ärzte und Therapeuten zu finden, die ihm ernsthaft helfen wollen und die nicht nach 5 Minuten die sprichwörtliche Flinte ins Korn werfen. Und danach, diese Suche nochmal zu machen, haben wir verständlicherweise kein gesteigertes Interesse 😎