Das EU-Rettungspaket für Griechenland erklärt

Da das Rettungspaket für Griechenland für einen normal sterblichen kaum zu durchschauen ist, will ich mal versuchen, die ganze Sache anhand einer kleinen Geschichte zu verdeutlichen:

Ein deutscher Tourist betritt in Griechenland ein Hotel. Da er sich die Zimmer zuerst in Ruhe ansehen möchte, gibt er dem Hotelier 100 Euro als Sicherheit und geht nach oben zu den Zimmern.

Der Hotelier nimmt das Geld, rennt damit zum örtlichen Metzger um seine Schulden zu begleichen. Der Metzger geht mit dem Geld zu seinem Bauern, um die letzten beiden Fleischlieferungen zu bezahlen. Der Bauer wiederum geht mit den 100 Euro zur örtlichen Prostituierten und bezahlt seine letzten beiden Besuche bei ihr. Die Prostituierte geht mit den 100 Euro zum Hotelier um dort ihre Schulden zu bezahlen.

Kurz nachdem die Prostituierte das Hotel verlassen hat, kommt der Deutsche Tourist wieder nach unten, teilt dem Hotelier mit, das ihm keines der Zimmer gefällt, nimmt seine 100 Euro und geht.

Und die Moral von der Geschichte? Alle Schulden sind bezahlt, aber Geld hat trotzdem keiner der Griechen ;-)

Moderner Sklavenhandel

Ich habe ehrlich gesagt keinen blassen Schimmer, was die Dame von der Arbeitsagentur geritten hat, mir ständig mit irgendwelchen befristeten Leih- oder Zeitarbeitsstellen zu kommen.

Die ganze Leih- und Zeitarbeit ist in meinen Augen nichts anderes als moderner Sklavenhandel. Schaut Euch doch mal an, was man laut den Tarifverträgen1 am Monatsende ausbezahlt bekommt. Das sind mit viel Glück gerade einmal knapp über 2000 Euro brutto. Von dem Geld kann doch niemand existieren, geschweige denn in Würde leben!

Von daher: Leih- und Zeitarbeit my ass! :twisted:

  1. BZA-DGB oder IGZ-DGB []

Dümmer gehts (n)immer

Es soll doch tatsächlich Menschen geben, die so beschränkt sind, das sie jeden Mist auf Facebook posten und das obendrein auch noch für alle lesbar. Jüngstes Beispiel ist laut dem Beck-Blog eine Friseur-Azubine aus Düsseldorf, welche sich zuerst krankschreiben lies, anschließend Urlaub auf Mallorca gemacht und das ganze auch noch auf Facebook publik gemacht hat. Das ihr Chef in dem Fall eigentlich gar nicht anders kann, als die Notbremse in Form der sofortigen Kündigung zu ziehen, nachdem er davon Wind bekommen hatte, dürfte eigentlich klar sein.

Für mich unverständlicherweise hat das Arbeitsgericht der Dame auch noch eine Abfindung von 150 Euro zugestanden. In meinen Augen hat die Dame keinen Cent verdient. Immerhin hat sie die Kündigung ja durch ihre eigene Beschränktheit förmlich provoziert.

Oder um es drastisch zu formulieren:

Jeder hat es verdient sich den Lebensweg so zu verbauen wie er es verdient.1

  1. (c) by Helmut Sieber []

Mit den Füßen abgestimmt

Heute, war der Tag des ersten Öl-Wechsels und Kundendienst für unseren Meriva (B). Nachdem mir das Autohaus Staffel mit 200 – 250 Euro doch “etwas” zu teuer war, hat das unweit entfernt gelegene Autohaus Taubmann den Zuschlag und somit den Auftrag erhalten. Das beste: der geschätzte Preis wurden sogar noch unterboten und die zusätzlich in Auftrag gegebene Autowäsche gab es als “Service” kostenlos obendrauf.

Der Ersatzwagen für die Zeit der Inspektion war ein Meriva A und ich muss sagen, das die Redensart “ein Unterschied wie Tag und Nacht” noch fast unter trieben ist. Aber das wäre ja auch irgendwie schlecht, wenn dem nicht so wäre ;-)

Also allmählich verliert mich das Autohaus Staffel immer mehr als Kunden. Ich bin inzwischen fast geneigt, meine Reifenwechsel zukünftig auch beim Taubmann machen zu lassen. Besonders nach dem Bock, den sie beim Staffel beim letzten Reifenwechsel geschossen haben: Erst sind die Reifen nicht auffindbar, was man mir aber erst nach über 1 Std. Warten mitteilt, dann sind sie am nächsten Tag doch da, aber irgendwelche Kulanz für die 1 Std. unnötiges warten und die doppelte Fahrerei? Fehlanzeige! Voller Preis berechnet. :evil:

Ein Festival-Gelände für Coburg?

Ich habe es ja hier schon einmal ganz kurz angerissen, aber will die Idee noch mal etwas ausführlicher fort schreiben.

Bislang finden sämtliche coburger Festivitäten, wie z.B. das Samba-Festival oder das HUK-Open-Air in Coburg selber Stadt, was für die Anwohner mehr oder weniger mit Einschränkungen verbunden ist. Beispielsweise:

  • Während des Samba-Festivals ist in der Regel vor 2 Uhr nicht an Schlafen zu denken
  • Während des HUK Open Air wird regelmäßig die Straße zwischen Bürglas-Schloss und Ehrenburg gesperrt, um den Zaungästen das Leben schwer zu machen.

Was wäre denn, wann man in Coburg, ähnlich wie in vielen anderen Städten ein Festival-Gelände am Stadtrand mit ausreichend Parkplätzen schaffen würde? Okay, die coburger Wirte würden im ersten Moment Sturm laufen, weil ihnen (angeblich) ein Haufen Geld durch die Lappen geht und einige andere würden die fehlende Atmosphäre beklagen. Aber ansonsten wäre das doch für alle beteiligten eine Win-Win-Situation:

Wie Festival-Gäste brauchen sich um irgendwelche Ruhezeiten kaum zu scheren und können feiern, bis sie umfallen und die Bewohner der coburger Innenstadt können wieder ruhig schlafen und brauchen sich nicht über die gesperrte Straße zwischen Bürglas-Schloss und Ehrenburg ärgern. Die Veranstalter würden auch einiges an Geld, was sie im Moment für Sicherungsmaßnahmen ausgeben müssen, für andere Zwecke zur Verfügung haben. Und die coburger Wirte könnten mit einigen Sauf- und Fressbuden auf dem Festival-Gelände auch noch ein paar Euros verdienen und müssten nicht befürchten, demnächst Insolvenz beantragen zu müssen, weil ihnen die Einnahmen vom Samba-Festival und HUK-Open-Air fehlen.

Oder sehe ich das falsch?

Es gibt keinen gravierenden Fachkräftemangel

Die Chefs der großen Wirtschaftsunternehmen sowie Teile der Presse werden nicht müde, das Schreckgespenst des Fachkräftemangels immer wieder an die Wand zu malen.

Dabei gibt es einige Gründe, die dafür sprechen, das es sich hierbei um einen Mythos handelt:

  • Gäbe es einen Fachkräftemangel dann müssten zumindest in den angeblich betroffenen Branchen die Gehälter dem Gesetz von Angebot und Nachfrage folgende, steigen, da die Nachfrage angeblich höher ist als das Angebot.
  • Man hört und liest jedoch nichts dergleichen in der Presse und auch bei den letzten Tarifverhandlungen waren die Arbeitgeber eher bemüht, die Gehaltserhöhungen so klein wie möglich zu halten.
  • Wenn die Gehaltsgrenze für die Einstellung ausländischer Fachkräfte ohne Zustimmung der Bundesagentur für Arbeit immer weiter abgesenkt wird kann es sich bei den Gesuchten Fachkräften nicht mehr tatsächlich um Spezialisten sondern um billige Arbeitnehmer handeln. Welcher gut ausgebildete “Spezialist” wäre denn bereit, für knapp 40.000 Euro1 brutto im Jahr in Deutschland zu arbeiten?
  • Wenn es einen Fachkräftemangel gibt, warum lässt man dann Jahr für Jahr gut ausgebildete junge Menschen ins Ausland abwandern anstatt ihnen hier eine Perspektive zu bieten?

Ich habe inzwischen eher den Eindruck, das es primär darum geht, ein zusätzliches Druckmittel in die Hand zu bekommen, um den hiesigen Arbeitnehmern Lohnkürzungen aufzwingen zu können, frei nach dem Motto

Also wenn Sie nicht bereit sind, für 35.000 Euro im Jahr zu arbeiten, werden wir uns eine osteuropäische Fachkraft besorgen, die gerne bereit ist, für das Gehalt ihre Arbeit zu übernehmen!

Zumal auch nicht bekannt ist, was die klagende Wirtschaft unter Fachkraft versteht. Laut gängiger Definition ist eine Fachkraft jemand, der seine Berufsausbildung erfolgreich abgeschlossen hat.

In meinen Augen ist dieser Fachkräftemangel nur ein Vorwand von Teilen der Wirtschaft, um an möglichst preiswerte Arbeitskräfte zu kommen und somit den Gewinn und die Gehälter der Führungsetagen weiter nach oben zu treiben.

  1. = 3.333 Euro im Monat []

Untere Gruppe

Vor einiger Zeit gab es auf Xing die Möglichkeit, an einer Gehaltsumfrage des Manager Magazin teilzunehmen. Am Ende der Umfrage hatte man zusätzlich die Möglichkeit, eine individuelle Gehaltsanalyse anzufordern, was ich auch tat.

Heute kam dann also die Mail mit dem Link zu Analyse und das Ergebnis hat mich ehrlich gesagt nicht wirklich überrascht: Mit meinem (letzten) Gehalt befinde ich mich durchweg in der unteren Gehaltsgruppe. Was mich schon eher überrascht hat, war das durchschnittliche Jahreseinkommen, das andere in einer vergleichbaren Position bekommen. Das bewegt sich zwischen 43.000 und 53.000 Euro, was einem Brutto-Monatsgehalt von 3.500 bis 4.5001 entspricht. Zum Vergleich: Mein Jahresgehalt belief sich auf 21.600 Euro, sprich 1.800 Euro pro Monat.

Im Moment wäre ich schon froh, eine Stelle zu finden, wo ich wenigstens 3.000 Euro im Monat bekommen würde.

  1. gerundet []

Ein neuer Buggy für Leon

Heute stand eine kurzfristig anberaumte Neuanschaffung auf dem Plan: ein neuer Buggy. Leons Physiotherapeutin war mit seinem aktuellen nicht zufrieden, da man das Rückenteil nicht weit genug vorstellen kann und er in dem Buggy mehr liegt als sitzt, was für Leon aber eher kontraproduktiv ist. Da wir von unserem Kinderwagen aber noch wussten, das man dort das Rückenteil sehr weit vorstellen kann, sind wir nach Leons Physio also spontan zu Heike Hauck nach Bieberbach gefahren und haben uns die Buggys dort angeschaut.

Wie zu erwarten, lässt sich bei ihren Buggys das Rückenteil fast senkrecht stellen, weshalb wir also knapp 150 Euro für einen neuen Buggy investiert haben1. Die Alternative wäre laut der Physiotherapeutin wohl nur ein Reha-Wagen gewesen. Von der Idee haben wir aber nichts gehalten, da wir nicht wollen, das jeder sofort sieht, das mit Leon etwas nicht stimmt und das er dann sofort den Stempel “behindert” aufgedrückt bekommt. Und ganz nebenbei sehen die Teile auch nicht wirklich toll aus und für Leon wäre es wahrscheinlich die sprichwörtliche Kanone, die auf Spatzen schießt.

  1. Ist im aktuellen Budget zwar nicht mehr wirklich drin, aber einen Sponsor finden wir garantiert 8-) []

Muss ich das jetzt verstehen?

Muss ich das verstehen, wenn meine Hausbank mir ohne Vorwarnung 5 Euro(!) Gebühren für Abhebungen an Geldautomaten anderer VR-Banken berechnet? Auf Nachfrage hieß es zwar, das sei schon seit letztem Oktober so, aber das macht die Sache auch nicht wirklich angenehmer. Auch nicht, das ich 8 Abhebungen pro Monat “frei” habe und danach erst zahlen darf. Und was mir richtig stinkt, ist, das ich zuerst fälschlicherweise die coburger VR-Bank in Verdacht hatte, mir die Gebühren zu berechnen.

Naja, mal schauen, was ich jetzt mache …