Die Chefs der großen Wirtschaftsunternehmen sowie Teile der Presse werden nicht müde, das Schreckgespenst des Fachkräftemangels immer wieder an die Wand zu malen.
Dabei gibt es einige Gründe, die dafür sprechen, das es sich hierbei um einen Mythos handelt:
- Gäbe es einen Fachkräftemangel dann müssten zumindest in den angeblich betroffenen Branchen die Gehälter dem Gesetz von Angebot und Nachfrage folgende, steigen, da die Nachfrage angeblich höher ist als das Angebot.
- Man hört und liest jedoch nichts dergleichen in der Presse und auch bei den letzten Tarifverhandlungen waren die Arbeitgeber eher bemüht, die Gehaltserhöhungen so klein wie möglich zu halten.
- Wenn die Gehaltsgrenze für die Einstellung ausländischer Fachkräfte ohne Zustimmung der Bundesagentur für Arbeit immer weiter abgesenkt wird kann es sich bei den Gesuchten Fachkräften nicht mehr tatsächlich um Spezialisten sondern um billige Arbeitnehmer handeln. Welcher gut ausgebildete “Spezialist” wäre denn bereit, für knapp 40.000 Euro brutto im Jahr in Deutschland zu arbeiten?
- Wenn es einen Fachkräftemangel gibt, warum lässt man dann Jahr für Jahr gut ausgebildete junge Menschen ins Ausland abwandern anstatt ihnen hier eine Perspektive zu bieten?
Ich habe inzwischen eher den Eindruck, das es primär darum geht, ein zusätzliches Druckmittel in die Hand zu bekommen, um den hiesigen Arbeitnehmern Lohnkürzungen aufzwingen zu können, frei nach dem Motto
Also wenn Sie nicht bereit sind, für 35.000 Euro im Jahr zu arbeiten, werden wir uns eine osteuropäische Fachkraft besorgen, die gerne bereit ist, für das Gehalt ihre Arbeit zu übernehmen!
Zumal auch nicht bekannt ist, was die klagende Wirtschaft unter Fachkraft versteht. Laut gängiger Definition ist eine Fachkraft jemand, der seine Berufsausbildung erfolgreich abgeschlossen hat.
In meinen Augen ist dieser Fachkräftemangel nur ein Vorwand von Teilen der Wirtschaft, um an möglichst preiswerte Arbeitskräfte zu kommen und somit den Gewinn und die Gehälter der Führungsetagen weiter nach oben zu treiben.
Die Chefs der großen Wirtschaftsunternehmen sowie Teile der Presse werden nicht müde, das Schreckgespenst des Fachkräftemangels immer wieder an die Wand zu malen. Dabei gibt es einige Gründe, die dafür...