2014: guter Anfang, kleines Zwischentief und versöhnliches Ende

Wenn ich so das Jahr 2014 (Fuck you!) revue passieren lasse, dann fing es super an, da ich im Januar wieder einen gut bezahlten Job angenommen habe und auch nicht vor habe, die Firma so bald freiwillig wieder zu verlassen.

Ein kleines Zwischentief gab es jedoch kurz vor Pfingsten, als ich wegen einer außer Kontrolle geratenen Schleimbeutel-Entzündung 5 Wochen lang krank geschrieben war und fast 10 OPs über mich ergehen lassen musste. Die hohe Anzahl OPs kam jedoch dadurch zustande, das mir nach der Entfernung des Schleimbeutels zur Wundreinigung eine Unterdruckpumpe an den Ellenbogen „angeschlossen“ wurde und der Schwamm der Pumpe regelmäßig unter Vollnarkose gewechselt werden musste.

Zum Jahresende hin hat 2014 dann nochmal die Kurve zum positiven hin bekommen, als wir dann Mitte September (ursprünglich war Mitte August geplant) in unser Mietshaus einziehen konnten und seit dem endlich wieder ein Familienleben und genug Platz für alle haben. Besonders Leon genießt den neuen Freiraum und feilt permanent an seiner Lauftechnik 😉

Schauen wir mal, was 2015 so an (positiven) Überraschungen für uns bereit hält …

Urlaub im Chiemgau

So, nachdem wir die letzte Woche seit langem mal wieder einen Urlaub gemacht haben – der letzte „Urlaub“ war ein verlängertes Wochenende im letzten Oktober – sind wir wieder in Coburg zurück und ich muss (leider) sagen:

Bonjour Coburg, bonjour Alltag!

Urlaub auf dem Brandstetterhof in Nußdorf am Inn

Von Sonntag bis Freitag waren wir auf dem Brandstetterhof in Nußdorf am Inn zu Gast. Das Örtchen liegt, wie der Name schon sagt, in unmittelbarer Nähe des Inn und ca 15 Kilometer von Rosenheim entfernt. Bis nach Kufstein in Österreich sind es auch nur ca 30 Minuten zu fahren, was dadurch begünstigt wird, das die A-93 in unmittelbarer Nähe verläuft.

Unsere Gastgeberin war absolut freundlich und hat Leon sofort in ihr Herz geschlossen, was uns doch ein wenig überrascht hat. Nichts desto trotz haben wir uns auf dem Hof absolut wohl gefühlt und bei unserer Abreise angekündigt, das wir auch unseren nächsten Urlaub dort verbringen werden.

Nußdorf selber hat neben dem üblichen Metzger, der sehr gut ist auch einen sehr guten Gasthof, den man ebenfalls bedenkenlos weiterempfehlen kann. Der örtliche Italiener ist hingegen Geschmackssache.

Neben den üblichen Ausflugszielen wie Rosenheim oder München, haben wir auch einen Abstecher nach Innsbruck gemacht, der sich definitiv gelohnt hat.

Urlaubsausklang auf den Weißenhof in Inzell

Nachdem wir am Freitag den Brandstetterhof verlassen mussten und unser Nachfolgequatier nicht unseren Vorstellungen und Erwartungen entsprach, haben wir kurzfristig entschieden, auf den Weißenhof in Inzell unseren Urlaub ausklingen zu lassen.

Den Samstag Nachmittag haben wir für einen Ausflug ins Designer Outlet im schönen Salzburg genutzt. Hauptprofiteur des Ausflugs war Leon, der dort für über 90 Euro hat einkaufen lassen 😀 Auf der Rückfahrt haben wir dann den Preisunterschied von 20 Cent ausgenutzt und verhältnismäßig preiswert vollgetankt 😉

Samstag Abend haben wir etwas in Inzell entdeckt, das bei uns Erinnerungen an das Flamers in der Mohrenstraße wachgerufen hat: das B306. Das B306 ist ein an der gleichnamigen Bundesstraße gelegenes Steakhouse, das auch selbst gemachte Burger anbietet, die sehr lecker sind. Sonntag war dann unser Lazy-Day, an dem wir nur einen Ausflug nach Ruhpolding gemacht haben. Nach dem Zwischenstopp im Cafe Chiemgau haben wir uns dann noch die ein wenig auswärts gelegene Chiemgau Arena angesehen und sind anschließend wieder auf den Weißenhof zurückgekehrt um uns am Abend noch einmal eine Ladung Burger aus dem B306 zu holen.

Rückfahrt mit kurzem Zwischenstopp am FJS Airport

Auf der Rückfahrt von Inzell nach Coburg haben wir noch einen kurzen Zwischenstopp am Flughafen München eingelegt und im Airbräu sehr gut zu Mittag gegessen.

Resumé

Insgesamt muss ich sagen, das uns allen die Woche Urlaub sehr gut getan hat, auch wenn wir feststellen mussten, das die Region Coburg dem Chiemgau in vielen Punkten hinterher hinkt. Alleine schon, wenn man sich den Wohnungsmarkt ansieht. Während in Coburg momentan chronischer Wohnungsmangel herrscht, gibt es im Chiemgau einen gewissen Leerstand an Wohnungen und es wird nichts desto trotz an allen Ecken neuer Wohnraum geschaffen!

Und ich bin ehrlich: Würde mir jemand aus der Region Rosenheim oder München einen gut bezahlten Arbeitsplatz anbieten, würde ich wahrscheinlich nicht sehr lange überlegen und dort hinziehen.

Alleine schon, weil ich dort für mich und meine Familie deutlich bessere Bedingungen vorfinden würde. Das dort auch die Gehälter im Schnitt deutlich über den in Coburg gezahlten liegen, ist da nur ein angenehmer Nebeneffekt.

Coburg ist leider eine sterbende Region und die örtliche Politik schaut anscheinend nahezu untätig zu!

Zynismus

Wäre ich zynisch, würde ich behaupten, das ein guter Grund für ein Kind das erhöhte ALG im Falle von Arbeitslosigkeit wäre.

Aber wer sich rein aus finanziellen Gründen für ein Kind entscheidet, der hat nicht kapiert, das ein Kind keine Kapitalanlage sondern ein Lebewesen ist, für das man für eine sehr lange Zeit Verantwortung übernimmt.

Glühwein für den Wasti? 2.0

Wir dürften heute auf dem Weihnachtsmarkt in Sesslach feststellen, dass es noch eine Steigerung zu den konventionellen Wastis auf Weihnachtsmärkten gibt: Wastis, die entgegen ihrer Natur – bevorzugt vom Frauchen – über den Weihnachtsmarkt getragen werden! 👿

Wahrscheinlich wird der Wasti aus Angst, in der Menschenmenge auf den Weihnachtsmärkten schlicht tot getrampelt zu werden, von Frauchen getragen. Immerhin sind die getragenen Wasti-Exemplare auch eher als Kompakt-Klasse zu bezeichnen und würden auch ohne größere Probleme in eine der üblich überdimensionierten Damenhandtaschen passen :mrgreen:

Gegen so einen Flug-Wasti hilft zum Glück das elterliche Doppler-Radar relativ zuverlässig: Derjenige Elternteil, der den Buggy schiebt, behält den Boden im Auge, der andere Elternteil scannt permanent den Luftraum rund um den Buggy nach getragenen Wastis. Das man deshalb kaum dazu kommt, die Auslagen der Stände zu begutachten, bedarf hoffentlich keiner weiteren Erwähnung! 👿

Es wäre aber auch mal interessant zu erfahren, ob die Wastis auch beim Verspeisen von Glühwein und Stollen getragen werden oder ob sie dann auf den harten Boden der Wirklichkeit müssen.

Um es nochmals zu erwähnen: Für hundefreie Weihnachtsmärkte!!!! 😈