Auf zu neuen (Linux-)Ufern

Nachdem sich mein Fedora beim Versuch, auf Fedora 29 Beta zu aktualisieren, quasi selber zerlegt hat, indem das Notebook sich während des Updates abgeschaltet hat, weil der Stecker der Dockingstation nicht richtig eingesteckt war, habe ich beschlossen mal etwas neues zu wagen.

Nach beinahe 10 Jahren mit Fedora möchte ich mal eine neue Distribution ausprobieren. Aber nicht wieder CentOS oder etwas anderes, das auf RHEL oder SUSE basiert. Das hatte ich ja schon einmal.

Nein, diesmal sollte es etwas völlig anderes sein und irgendwie habe ich auch schon immer ein wenig mit Arch-Linux geliebäugelt.  Da die Installation und Konfiguration von Arch aber durchaus eine Herausforderung sein kann, habe ich mich dann jedoch für Manjaro entschieden. Basiert auf Arch, ist aber deutlich einfacher zu installieren und konfigurieren. Zumindest in der Theorie – dazu jedoch später mehr.

Zuerst einmal musste ich mein Fedora wieder soweit lauffähig bekommen, das ich mein Home-Verzeichnis auf meiner externen USB-Festplatte sichern konnte. Was dann auch recht zügig von statten ging. Hinterher noch ein kurzes Diff, um sicher zu gehen, da auch wirklich alle Dateien gesichert wurden und dann kann es auch schon los gehen, mit Manjaro.

Oder auch nicht. Nachdem die Live-CD erfolgreich gebootet war und der Installer den Auftrag bekam, für die Installation von Manjaro, die vorhandenen Fedora-Partitionen zu löschen, kam die erste Ernüchterung: der Installer erklärte mir in wenigen Worten, das er nicht in der Lage war, die Partitionen zu löschen.

Glücklicherweise enthält die Live-CD GParted und die Partitionen wurden dann kurzerhand und völlig humorlos manuell gelöscht. Im zweiten Anlauf verrichtete der Installer sein Werk auf der nun quasi jungfäulichen Festplatte ohne weitere Probleme.

Zum Schluss mussten nach dem Neustart noch die üblichen Dinge erledigt werden:

  • benötigte Daten von der USB-Platte zurück kopieren
  • fehlende Programme sowie verfügbare Updates installieren.

Wobei das mit den fehlenden Programmen auch etwas komplizierter als zuerst gedacht war, weil es diese nur im AUR (Arch User Repository) gibt, was bedeutet, das diese Programme über ein separates Programm heruntergeladen, lokal compiliert und installiert werden müssen.

Abschließend kann ich schon jetzt sagen, das sich Manjaro sehr schnell anfühlt, was den Bootvorgang angeht und auch sonst einen sehr angenehmen Eindruck hinterlässt.

Repository-Umzug

Wie einige Leser dieses Blogs vielleicht wissen, habe ich unter http://repo.heiko-adams.de ein kleines Repository für meine eigenen Fedora-Pakete bereitgestellt. Dieses Repository wird in den nächsten Stunden umziehen und dann unter http://copr.fedoraproject.org/coprs/heikoada/Repository/ verfügbar sein.

Dies bietet unter anderem den Vorteil, das ich das Erstellen und Verteilen der Pakete in die Infrastruktur des Fedora-Projektes auslagern und meinen eigenen Server dadurch entlasten kann. Für die Nutzer des Repositories bietet diese Lösung dementsprechend eine wesentlich höhere Ausfallsicherheit.

Wer bereits das alte Repository nutzt und auf das COPR-Repository umsteigen möchte, der sollte zuerst mein Release-Paket für das alte Repository mittels

su -c'yum remove ha-release'

entfernen und sich anschließend das aktuelle Repository-File aus dem COPR-Repository herunterladen.

Wichtig: Momentan fehlen noch einige Pakete im COPR-Repository, die ich mittlerweile selber nicht mehr verwende.

Bye bye corebird

In meinem privaten Paket-Repository für Fedora habe ich seit einiger Zeit Pakete für den Twitter-Client Corebird angeboten gehabt. Nachdem Corebird mittlerweile auch in den offiziellen Fedora-Repositories enthalten ist, habe ich mich entschieden, meine Pakete aus meinem Repository zu entfernen. Es macht in meinen Augen keinen Sinn, die gleiche Arbeit zweimal zu machen.

Wer Corebird bereits aus meinem Repository installiert hat, sollte automatisch auf die Version aus dem Fedora-Repository aktualisiert werden. Ansonsten sollte folgender Befehl helfen:

su -c'yum reinstall corebird --disablerepo=heiko-adams\*'

Mieses Timing

Warum müssen Hardware-Defekte eigentlich immer so ein besch…eidenes Timing haben?

Samstag Nachmittag hatte ich auf einmal nur noch ein Standbild. Nix ging mehr. In der Hoffnung, das Notebook sei einfach nur ein wenig zu warm geworden, das Gerät ausgeschaltet und ein wenig gewartet, bis es sich vielleicht wieder abgekühlt hat. Doch das half leider auch nicht weiter. Anstatt meines Desktops bzw. des Start-Bildschirms bekam ich nur noch graue und weiße Rechtecke zu sehen, egal wie oft ich neu gestartet habe. Das hieß dann, den Rest des Wochenendes mit dem Smartphone ins Web gehen. Geht zwar auch, aber es gibt schöneres.

Am Montag dann mit dem Notebook auf zur Firma Regenspurger, in der Hoffnung, das ich wenigstens noch irgendwie an meine Daten komme. Die erste Diagnose war dann aber durchwachsen. Festplatte etc funktionieren anscheinend noch, aber das Kabel vom Mainboard zum Display hätte entweder nen Wackelkontakt oder wäre defekt.

Da die Reparatur mit mindestens 200 Euro zu buche geschlagen hätte, was sich bei einem 3 Jahre alten Notebook nicht mehr wirklich rentiert hätte und a der Service des Herstellers inzwischen aber recht grottig ist (ein Notebook eines anderen Kunden war vor ca 10 Wochen eingeschickt worden und bislang 0 Reaktion) habe ich dann schweren Herzens ein neues Notebook ohne Betriebssystem für 450 Euro gekauft.

Den Rest des Montag Abends habe ich dann damit verbracht, die Daten vom alten Notebook mit Zwischenstopp auf einer neuen Festplatte auf das neue Notebook zu kopieren und vorher auf dem neuen Notebook die 64bit Version von Fedora 16 zu installieren. Nachdem die Daten dann irgendwann einmal ihren Umzug vollendet hatten, habe ich noch einige Stunden damit zugebracht, das System nach meinen Vorlieben einzurichten. Für die paar Windows Programme, die ich für das Onlinebanking und die Steuererklärung benötige, habe ich mir heute dann eine Windows XP VM1 installiert. 😉

Jetzt hoffe ich mal, das ich nicht wieder in 3 Jahren den selben Spaß habe 😎

  1. Virtuelle Maschine []

Anfrage beim BSI

Da es von der AusweisApp, die für die Nutzung des ePerso im Internet benötigt, bislang nur Pakete für Debian und Ubuntu gibt, habe ich mir erlaubt, folgende Anfrage per Mail an das BSI zu schicken:

Sehr geehrte Damen und Herren, wie kann ich die Linux-Version der AusweisApp unter Fedora Linux installieren?

Auch wenn ich schon fast darauf wetten würde, das die Antwort sinngemäß „geht nicht“ lautet, bin ich mal gespannt, was geantwortet wird.

Dummer Frage am Rande: geht das eigentlich als Diskriminierung durch, wenn die AusweisApp nicht alle populären Distributionen oder zumindest die Paket-Formate RPM und DEB unterstützt?

Gnome3: Der Anfang vom Ende?

Seit dem ich heute mein Fedora auf die Beta von Version 15 aktualisiert habe, kämpfe ich mit Gnome3. Was mich am meisten nervt ist, das es kaum noch Einstellungen gibt, um die Oberfläche nach dem eigenen Geschmack anpassen zu können.

Das die Gnome-Entwickler mit Einstellungsmöglichkeiten sparsam sind und zuweilen sogar selbige wieder entfernen, ist ja hinlänglich bekannt. Aber dieses Mal haben sie es für meinen Geschmack eindeutig übertrieben. Mag sein, das ich nur zu faul bin, mich um zu gewöhnen, aber solch elementare Änderungen wie beim Sprung von Gnome2 auf Gnome3 hätten vielleicht besser über mehrere Releases verteilt werden sollen. Immerhin ist der Mensch ein Gewohnheitstier. Und gerade im professionellen Umfeld, auf das Gnome nach eigener Aussage zielt, reagiert man zuweilen sehr empfindlich auf solch fundamentale Änderungen wie bei Gnome3. Möglicherweise ist Gnome3 der Anfang vom Ende des Gnome-Desktops. Überraschen würde es mich jedenfalls nicht.

Schwein gehabt

Gestern Abend wollte ich eigentlich nur die Beta von Fedora 15 via Preupgrade installieren. Blöder weise kam Preupgrade nach dem Download der benötigten Pakete auf die Idee, zu bemängeln, das auf /boot zu wenig Platz frei wäre. Also fix gparted installiert und /boot ein wenig mehr Platz zu geschustert und dann Upgraden. Denkste! Irgendwie hat es beim Ändern der Größe von /boot den Grub zerschossen, und beim Neustart kam das Notebook nur noch in eine Endlosschleife. Nu ham ma aber Stress! 👿

Also fix meinen Stapel mit den diversen Live-CDs durchsucht und zum Glück eine relativ frische Ultimate Boot CD gefunden, die glücklicherweise auch Parted Magic an Bord hat. Unter Parted Magic also kurz eine Shell auf gemacht, und Grub neu installiert. Danach lief wieder alles und ich kann heute den zweiten Versuch des Upgrades wagen 😎