Geburtstage: lästige Pflicht statt schöner Kür

Ich bin mir nicht sicher, ob es nur mir so geht, aber in der letzten Zeit werden für mich meine Geburtstage immer mehr zu einer lästigen Pflichtaufgabe.

Das fängt schon damit an, das man ständig mit der Frage terrorisiert wird, was  man sich denn wünscht. Was soll der Scheiß? Ich verdiene mein eigenes Geld und wenn ich etwas haben möchte, dann kaufe ich es mir einfach! Punkt!

Und wenn man diesen „Was wünscht Du Dir zum Geburtstag?“ Terror einigermaßen glimpflich überstanden hat, geht das Drama ungebremst weiter. Man ist dummerweise durch irgendein ungeschriebenes Gesetz dazu verpflichtet, seinen Geburtstag auch zu feiern und am besten alle, die man kennt, einzuladen und verköstigen. Tasse Tee und ein Stück Kuchen reichen da aber nicht. Nein, man muss natürlich auch noch eine opulente Grillplatte für die Meute ordern. Ungeachtet dessen, das man auf der gefühlten Hälfte der Platte sitzen bleibt!

Wer man einen Shit-Storm im echten Leben erleben will, der sollte mal unter die Einladung zu seinem Geburtstag so etwas wie

Zu essen und zu trinken bitte selber mitbringen. Ich bin nicht die Heilsarmee!

schreiben und danach am besten für einige Zeit an einem unbekannten Ort Urlaub machen :mrgreen:

Ein Festival-Gelände für Coburg?

Ich habe es ja hier schon einmal ganz kurz angerissen, aber will die Idee noch mal etwas ausführlicher fort schreiben.

Bislang finden sämtliche coburger Festivitäten, wie z.B. das Samba-Festival oder das HUK-Open-Air in Coburg selber Stadt, was für die Anwohner mehr oder weniger mit Einschränkungen verbunden ist. Beispielsweise:

  • Während des Samba-Festivals ist in der Regel vor 2 Uhr nicht an Schlafen zu denken
  • Während des HUK Open Air wird regelmäßig die Straße zwischen Bürglas-Schloss und Ehrenburg gesperrt, um den Zaungästen das Leben schwer zu machen.

Was wäre denn, wann man in Coburg, ähnlich wie in vielen anderen Städten ein Festival-Gelände am Stadtrand mit ausreichend Parkplätzen schaffen würde? Okay, die coburger Wirte würden im ersten Moment Sturm laufen, weil ihnen (angeblich) ein Haufen Geld durch die Lappen geht und einige andere würden die fehlende Atmosphäre beklagen. Aber ansonsten wäre das doch für alle beteiligten eine Win-Win-Situation:

Wie Festival-Gäste brauchen sich um irgendwelche Ruhezeiten kaum zu scheren und können feiern, bis sie umfallen und die Bewohner der coburger Innenstadt können wieder ruhig schlafen und brauchen sich nicht über die gesperrte Straße zwischen Bürglas-Schloss und Ehrenburg ärgern. Die Veranstalter würden auch einiges an Geld, was sie im Moment für Sicherungsmaßnahmen ausgeben müssen, für andere Zwecke zur Verfügung haben. Und die coburger Wirte könnten mit einigen Sauf- und Fressbuden auf dem Festival-Gelände auch noch ein paar Euros verdienen und müssten nicht befürchten, demnächst Insolvenz beantragen zu müssen, weil ihnen die Einnahmen vom Samba-Festival und HUK-Open-Air fehlen.

Oder sehe ich das falsch?

Wehmut, Sehnsuch oder wie auch immer man das verdammt noch einmal nennen will

Es gibt Wochenenden, an denen vermisse ich es irgendwie, Samstag Abends bei guten Freunden abzuhängen und später mit ihnen in die Disco zu gehen, um dort bis Sonntag Morgens die vergangene Woche und den Frust und Ärger, den sie einem vielleicht bereitet hat, mit Bier und Charly ((Weinbrand mit Cola)) herunter zu spühlen 🙁

All denen, die jetzt vielleicht ermahnend den Finger heben und faseln, das Alkohol keine Lösung ist, sei eins gesagt:

Sicher ist Alkohol keine Lösung. Aber es macht Probleme erträglich, solange es noch keine Lösung gibt!

Und außerdem war es damals einfach eine geile Zeit, mit richtig guten Freunden, bei denen man sich auch mal gepflegt aus kotzen konnte, wenn man mal wieder richtig Dampf ablassen musste. Und die Samstagabend Partys waren einfach eine super Abwechselung zum tristen Alltag eines Realschülers! 😉

Ach, manchmal wünschte ich, ich könnte die Uhr nochmal 15 Jahre zurück drehen und diese geile Zeit nochmal erleben 🙁