Eltern-Kind-Parkplätze [Update]

Ich habe soeben folgende Frage via abgeordnetenwatch an Dr. Peter Ramsauer übermittelt:

Sehr geehrter Herr Dr. Ramsauer,
als Familienvater muss ich immer wieder erleben, das die an sich sinnvollen aber chronisch zu wenigen Eltern-Kind-Parkplätze von Personen blockiert werden, die augenscheinlich kein Kind an Bord Ihres Fahrzeugs transportieren. Teilweise werden diese Parkplätze sogar von Leuten blockiert, da sie im Schatten gelegen sind und es auf einem normalen Parkplatz für den an Bord befindlichen Vierbeiner offensichtlich sehr schnell zu warm wird.

Meine Frage lautet daher:
Wann werden diese Eltern-Kind-Parkplätze in die Straßenverkehrsordnung aufgenommen und unberechtigtes Parken auf diesen mit einem ähnlich hohen Bußgeld geahndet, wie es bereits bei Behindertenparkplätzen der Fall ist? Damit würde die Politik mal etwas für die Familienfreundlichkeit in Deutschland tun, wovon alle Familien etwas hätten und das fast nichts kosten würde.

Mit freundlichen Grüßen

Heiko Adams

Sobald die Frage freigeschaltet ist, werde ich den entsprechenden Link hier posten, damit sich interessierte über eine eventuelle Antwort informieren lassen können.

Update: Die Frage wurde mittlerweile freigeschaltet: http://www.abgeordnetenwatch.de/frage-575-37884–f354721.html#q354721

Bildungsföderalismus ist toll!

Lang lebe der Bildungsföderalismus in Deutschland. Er macht das Leben wunderbar kompliziert und ohne ihn hätten wir kaum Probleme wie mein aktuelles, was da lautet

Schreibe ich jetzt ‚mittlere Reife‘ oder ‚Erweiterter Sekundarabschluss 1‘ in den Lebenslauf?

Für alle nicht Niedersachsen hier mal ein kleiner Exkurs, um das Problem zu verdeutlichen:

Während es in den meisten Bundesländern nur den Realschulabschluss, den man allgemein als „mittlere Reife“ kennt, gibt, hat man in Niedersachsen beschlossen, diesen Abschluss in den Realschulabschluss und den Erweiterten Sekundarabschluss 11 zu teilen. Und wie so oft steckt der Teufel im Detail. Auf das Gymnasium darf man in Niedersachsen nach der Realschule nur, wenn man den Erw. Sek. 1 bekommen hat. Mit dem normalen Realschulabschluss ist nach Klasse 10 erst einmal Endstation, was die schulische Laufbahn angeht.

Zurück zum eigentlichen Problem. Da der Erweiterter Sek.1 eine niedersächsische Eigenart ist, kann in Bayern und dem Rest der Republik kaum jemand etwas mit dem Begriff anfangen.

Um damit sind wir auch schon bei des Pudels Kern angekommen: Schreibe ich jetzt „mittlere Reife“ in meinen Lebenslauf, stimmen Lebenslauf und Kopie des Abschlusszeugnisses der Realschule nicht überein und ich darf im besten Fall entsprechende Nachfragen beantworten. Im schlimmsten Fall wird mir deswegen abgesagt. Schreibe ich hingegen „Erweiterter Sekundarabschluss 1“ in den Lebenslauf, kann ich darauf wetten, das ich den Leuten erklären darf, was das denn für ein „komischer“ Schulabschluss ist. 🙁

Die einzige Möglichkeit, die ich sehe, um diese Zwickmühle aufzulösen, ist,

Erweiterten Sekundarabschluss 1 (mittlere Reife)

in den Lebenslauf zu schreiben. Nicht wirklich schön, aber Hauptsache, jeder weiß (hoffentlich), was Sache ist. 😎

  1. Erw. Sek.1 []

Warum ich Personalvermittler (eigentlich) nicht mag

Eigentlich mag ich Personalvermittler nicht wirklich und halte sie für ein Krebsgeschwür des Arbeitsmarktes. Ich rede halt lieber direkt mit dem Kuchen anstatt mit der Kuchenform, wenn Ihr wisst, was ich meine.

Aber dummerweise kommt man aber immer schwerer an interessante Stellen, ohne sich mit eben diesen Personalvermittlern herumschlagen zu müssen. Was mich dabei jedes mal nervt, ist, das man sich auf eine konkrete Stelle bewirbt und anschließend Fragebögen und Fragen beantworten darf, die kaum etwas mit der Stelle, auf die man sich beworben hat, zu tun haben, nur weil man (angeblich) in die Kartei des jeweiligen Personalvermittlers aufgenommen werden „muss“.

Während man also diese ganzen Fragebögen ausfüllt, stellt man sich immer wieder unweigerlich die Frage

Warum fragen Sie das? Das steht doch alles in meinen Bewerbungsunterlagen!

Man bekommt also zwangsläufig den Eindruck, das diese Leute die Unterlagen entweder gar nicht lesen oder nur überfliegen.

Was mich aber immer wieder richtig ärgert, ist, das diese Leute einem Hoffnung machen, das sie einen passenden Job für einen haben oder zumindest eben so einen finden und man aber nie wieder etwas von ihnen hört.

Stellt Fragen!

Ich denke, wir sollten endlich damit aufhören, all das, was die Politiker beschließen und fordern als Gott gegeben hinzunehmen und wieder anfangen, die Dinge zu hinterfragen:

  • Warum soll ein Gesetz erlassen oder geändert werden?
  • Wer profitiert und verliert dadurch, das ein bestimmtes Gesetz geändert oder erlassen wird?
  • Warum fordert Politiker XY etwas?
  • Welche Motive oder Ziele verfolgt er damit?

Erst wenn wir diese und ähnliche Fragen laut, deutlich und öffentlich stellen, werden die Politiker irgendwann merken, das wir kein dummes Stimmvieh mehr sind, das nur dazu gebraucht wird, um alle 5 Jahre ihre Mandate zu verlängern.

Spread the word!

Herr Michelbach, ich hab da mal ne Frage

Folgende Frage habe ich „meinem“ Bundestagsabgeordneten, Hans Michelbach, über abgeordnetenwatch gestellt. Parallel dazu stelle ich Frage hier online, damit andere diese Frage auch „ihrem“ Abgeordneten stellen können:

Sehr geehrter Herr Michelbach,
wie beurteilen Sie die Forderung Ihres Partei- und Fraktionskollegen Hans-Peter Uhl nach eine schnellen Wiedereinführung der Vorratsdatenspeicherung unter Verweis auf den Bombenanschlag von Oslo sowie den anschließenden Amoklauf in einem Sommercamp, insbesondere im Hinblick auf den Zeitpunkt, zu dem die Forderung geäußert wurde?

Immerhin sind die Opfer dieser beiden Gräueltaten noch nicht beigesetzt worden.