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Starke Menschen, die Respekt und Anerkennung verdienen

Leons Physio-Praxis hat heute ihr 10-jähriges Bestehen gefeiert. Wir haben uns das natürlich nicht entgehen lassen und sind mit Leon zu Feiern dort gewesen. Da Leon es verständlicherweise nicht sehr lange in seinem Maxi-Cosi ausgehalten hat, wurde in einem der beiden großen Behandlungsräume, in denen auch die Buffets aufgebaut waren, kurzerhand eine der Schaumstoff-Matten ausgebreitet, damit Leon ein wenig auf dem Boden toben konnte, was er auch mit Begeisterung gemacht hat :-)

Während Leon also auf dem Boden sein Unwesen trieb, kam eine Mutter mit ihrem Sohn, der anscheinend kleinwüchsig war und im Rollstuhl saß, in den Raum. Als wir mit der Mutter ins Gespräch kamen, haben wir erfahren, das ihr Sohn unwesentlich älter als Leon ist und an der so genannten Glasknochenkrankheit leidet. Bei dieser Krankheit brechen die Knochen sehr leicht (“wie Glas”, daher der umgangssprachliche Name), weshalb der Junge wohl nie ohne seinen Rollstuhl auskommen wird, weil das Risiko einfach zu groß ist, das er sich im wahrsten Sinne alle Knochen bricht, wenn er stürzt.

Seine Mutter erzählte uns auch, das sie für ihren Sohn schon kreuz und quer durch die Republik gefahren sind: Der Rollstuhl, in dem der Junge sitzen muss, ist eine Spezialanfertigung, die in Deutschland nur von einem Anbieter in Dortmund hergestellt werden. Der Junge musste wohl auch schon einmal operiert werden, was die Eltern dazu veranlasst hat, ihren Sohn zu Experten nach Stuttgart zu bringen, da sie nicht wollten, das ihr Kind eine Art Versuchskaninchen für Ärzte ist, die so einen Eingriff noch nie vorher gemacht haben, was man nachvollziehen kann.

Ich muss ehrlich zugeben, das Eltern, die das Schicksal so hart getroffen hat, große Anerkennung und Respekt verdienen, dafür, wie sie versuchen, das beste aus der Situation zu machen.

Deutsche Überheblichkeit jetzt auch im Frauenfußball

Okay, die deutschen Fußballerinnen haben es vermasselt und sind bei der WM im eigenen Land, wie auch die Herren der Schöpfung vor 5 Jahren, vorzeitig aus dem Turnier geflogen und müssen jetzt ohne WM-Titel leben.

Wieder einmal typisch deutsch war nach dem Spiel auch das Geschwafel, das ja niemand damit rechnen konnte, das man ausgerechnet gegen Japan ausscheidet. Japan ist ja auch nur auf Platz 4 der FIFA Weltrangliste und somit (noch) 2 Plätze hinter den Deutschen. Also eigentlich keine ernst zu nehmende Gefahr für unsere Mannschaft.

Was hätte wohl dagegen gesprochen, wenn Frau Neid nach dem Spiel ehrlich zugegeben hätte, das die Japanerinnen einfach die glücklichere Mannschaft waren? Wahrscheinlich war es der typisch deutsche Stolz oder eine nicht ganz unbegründete Angst vor einem auflagenstarken Schmierenblatt aus dem Springer-Verlag.

Wobei es wohl eh nur noch eine Frage der Zeit sein wird, bis dort Frau Neid, wie seinerzeit Berti Vogts, zum Abschuss freigegeben wird, da die Deutschen Fußballer ein natürliches Anrecht auf sämtliche internationalen Titel haben, die es im Fußball zu holen gibt. Und sollte es mit den Titeln halt mal nicht so klappen, wird entweder der amtierende Bundestrainer nach Kräften gemobbt oder man lässt mal wieder den kleinen Nazi heraushängen und zieht bei jeder sich bietenden Gelegenheit nach Kräften über das Team her, das es gewagt hat, gegen die deutschen Fußballer zu gewinnen. Zur Not bleibt man dabei dann auch nicht so ganz bei der Wahrheit. Der Zweck heiligt ja bekanntlich die Mittel.

Manchmal kann ich gar nicht so viel essen wie kotzen möchte. In diesem Sinne: gute Nacht :-)

Disclaimer: Dieses Posting enthält eine hohe Konzentration Ironie und Sarkasmus!

Der scheinheilige Kampf gegen Rechts der Union (CDU/CSU)

Wer von der Union einen ernst gemeinten und mit Nachdruck verfolgten Kampf gegen den rechten Sumpf erwartet, der wird wahrscheinlich auch an den Weihnachtsmann oder den Osterhasen glauben.

Zur Erinnerung war es Franz Joseph Strauß, der die von der Union noch immer befolgte Forderung

Rechts von der CSU darf es keine demokratisch legitimierte Partei geben

aufgestellt hat. Würde die Union jetzt mit Nachdruck den Kampf gegen Rechts verfolgen, würde sie Gefahr laufen, den rechten Sumpf, den sie bei Wahlen immer wieder gerne umgarnt, vollends zu verschrecken. Und gerade in Zeiten sinkender Umfragewerte wäre wohl jeder mit einem Klammerbeutel gepudert, der seine Wählerschaft ohne Not dezimiert.