Legen Sie das Gutachten offen!

Das muss man sich mal auf der Zunge zergehen lassen: In Coburg streiten ein Stadtrat, der Vorstandsprecher der HUK und der Oberbürgermeister darüber, ob und wenn ja, wer die Konsolidierung des Haushaltes bremst.

Das beste aber ist, das dieses, durch Steuergelder bezahlte, Gutachten bislang in irgendwelchen Schubladen schlummert und die Bürger, die qua Verfassung der Souverän der Politik sind,  davon abgehalten werden, sich ihre eigene Meinung zu bilden.

Von daher ist es eigentlich unausweichlich, dieses Gutachten zeitnah und vollständig zu veröffentlichen. Die Bürger der Stadt Coburg haben ein Anrecht auf dieses Gutachten, da sie es durch ihre Steuern und sonstigen Abgaben bereits bezahlt haben. Es wäre mir jedenfalls neu, das die Stadträte oder der Oberbürgermeister dieses oder auch andere Gutachten aus ihrem privaten Geldbeutel bezahlt haben!

Ein Festival-Gelände für Coburg?

Ich habe es ja hier schon einmal ganz kurz angerissen, aber will die Idee noch mal etwas ausführlicher fort schreiben.

Bislang finden sämtliche coburger Festivitäten, wie z.B. das Samba-Festival oder das HUK-Open-Air in Coburg selber Stadt, was für die Anwohner mehr oder weniger mit Einschränkungen verbunden ist. Beispielsweise:

  • Während des Samba-Festivals ist in der Regel vor 2 Uhr nicht an Schlafen zu denken
  • Während des HUK Open Air wird regelmäßig die Straße zwischen Bürglas-Schloss und Ehrenburg gesperrt, um den Zaungästen das Leben schwer zu machen.

Was wäre denn, wann man in Coburg, ähnlich wie in vielen anderen Städten ein Festival-Gelände am Stadtrand mit ausreichend Parkplätzen schaffen würde? Okay, die coburger Wirte würden im ersten Moment Sturm laufen, weil ihnen (angeblich) ein Haufen Geld durch die Lappen geht und einige andere würden die fehlende Atmosphäre beklagen. Aber ansonsten wäre das doch für alle beteiligten eine Win-Win-Situation:

Wie Festival-Gäste brauchen sich um irgendwelche Ruhezeiten kaum zu scheren und können feiern, bis sie umfallen und die Bewohner der coburger Innenstadt können wieder ruhig schlafen und brauchen sich nicht über die gesperrte Straße zwischen Bürglas-Schloss und Ehrenburg ärgern. Die Veranstalter würden auch einiges an Geld, was sie im Moment für Sicherungsmaßnahmen ausgeben müssen, für andere Zwecke zur Verfügung haben. Und die coburger Wirte könnten mit einigen Sauf- und Fressbuden auf dem Festival-Gelände auch noch ein paar Euros verdienen und müssten nicht befürchten, demnächst Insolvenz beantragen zu müssen, weil ihnen die Einnahmen vom Samba-Festival und HUK-Open-Air fehlen.

Oder sehe ich das falsch?