Neues Projekt: Bewerbungsmanager

Nach einiger Abstinenz vom Quellcode-Hacking habe ich vor einigen Tagen ein neues Projekt gestartet: Bewerbungsmanager.

Der Grund für die Idee zu dem Programm war eigentlich relativ trivial: ich habe allmählich den Überblick darüber verloren, wo und als was ich mich beworben habe. Und es gibt wahrscheinlich nichts schlimmeres, als sich zwei mal auf die gleiche Stelle zu bewerben 😉

Zu den Features des Programmes zählen momentan neben der eigentlichen Liste der Bewerbungen ein rudimentäres Wiedervorlage-System, eine Aktivitätsübersicht und ein rudimentäres Dokumenten-Management-System.

Die technischen Details sind relativ simpel: Das Programm ist in Free Pascal mit der Lazarus IDE geschrieben und nutzt eine SQLite3 Datenbank als Backend. Da ich momentan unter Liunx programmiere und das Programm noch eine 0.x Version ist, gibt es nur den Quellcode, welcher unter der GPL 3 lizenziert ist, unter https://bitbucket.org/heikoadams/bewerbungsmanager zum Download.

nicht integriert :-)

Böse Zungen könnten glatt auf die Idee kommen, das ich nicht integriert sei. Immerhin trinke ich Flensburger Bier, bin Sympathisant des SV Werder Bremen und höre Musik von Lotto King Karl aus Hamburg. 😯

Aber wie mein Mathematik-Lehrer so treffend sagte:

Das tangiert mich nur peripher

:mrgreen:

Typisch Politiker

Es gibt etwas, das ist wohl typisch für den Typus Politiker1, und das ist die Tatsache, das ihnen immer erst dann einfällt, das ein Vorhaben vielleicht doch keine so gute Idee sein könnte, wenn es akut wird.

Jüngstes Beispiel Ketschentor: Die Pläne, die westliche Zufahrt wieder zu verschließen, sind schon lange bekannt und inzwischen wahrscheinlich auch schon des öfteren in der Coburger Bevölkerung kontrovers diskutiert worden. Aber komischerweise fällt einigen Stadträten vom CSB erst jetzt ein, dass das vielleicht doch keine so gute Idee sein könnte.

Da fragt sich der geneigte Bürger, warum solche Geistesblitze Überlegungen immer erst so spät kommen und nicht schon dann vorgebracht werden, wenn solche Ideen „auf den Tisch“ kommen?

Aber das wäre wahrscheinlich zu einfach. 😎

  1. auch wenn es zuweilen positive Ausnahmen gibt []

Ein Festival-Gelände für Coburg?

Ich habe es ja hier schon einmal ganz kurz angerissen, aber will die Idee noch mal etwas ausführlicher fort schreiben.

Bislang finden sämtliche coburger Festivitäten, wie z.B. das Samba-Festival oder das HUK-Open-Air in Coburg selber Stadt, was für die Anwohner mehr oder weniger mit Einschränkungen verbunden ist. Beispielsweise:

  • Während des Samba-Festivals ist in der Regel vor 2 Uhr nicht an Schlafen zu denken
  • Während des HUK Open Air wird regelmäßig die Straße zwischen Bürglas-Schloss und Ehrenburg gesperrt, um den Zaungästen das Leben schwer zu machen.

Was wäre denn, wann man in Coburg, ähnlich wie in vielen anderen Städten ein Festival-Gelände am Stadtrand mit ausreichend Parkplätzen schaffen würde? Okay, die coburger Wirte würden im ersten Moment Sturm laufen, weil ihnen (angeblich) ein Haufen Geld durch die Lappen geht und einige andere würden die fehlende Atmosphäre beklagen. Aber ansonsten wäre das doch für alle beteiligten eine Win-Win-Situation:

Wie Festival-Gäste brauchen sich um irgendwelche Ruhezeiten kaum zu scheren und können feiern, bis sie umfallen und die Bewohner der coburger Innenstadt können wieder ruhig schlafen und brauchen sich nicht über die gesperrte Straße zwischen Bürglas-Schloss und Ehrenburg ärgern. Die Veranstalter würden auch einiges an Geld, was sie im Moment für Sicherungsmaßnahmen ausgeben müssen, für andere Zwecke zur Verfügung haben. Und die coburger Wirte könnten mit einigen Sauf- und Fressbuden auf dem Festival-Gelände auch noch ein paar Euros verdienen und müssten nicht befürchten, demnächst Insolvenz beantragen zu müssen, weil ihnen die Einnahmen vom Samba-Festival und HUK-Open-Air fehlen.

Oder sehe ich das falsch?

Der K(r)ampf mit Flyback

Gestern kam ich auf die (im Nachhinein) bescheuerte Idee, ein rpm für flyback zu erstellen. Was sich Nachhinein als komplizierter als gedacht herausstellen sollte. Entweder sind die Programmierer Anfänger oder Idioten, die noch nie etwas davon gehört haben, das Python-Skripte unter /usr/bin und Glade-Dateien1 unter /usr/share/<Programmname> abgelegt werden. 👿

Blöder weise ist flyback nämliche so programmiert, das es die Glade-Dateien in einem Unterverzeichnis des Verzeichnisses erwartet, in dem die Python-Skripte abgelegt werden. Würde ich mich daran halten, würde das rpm mit Pauken und Trompeten durch den Review rasseln. Also Hardcore-Patching zum ersten. Danach ging der Spaß weiter, da den Python-Skripten die übliche #!/usr/bin/python Kopfzeile fehlte. Also nochmal sämtliche Python-Skripte patchen. Das zu guter letzt noch die .desktop-Datei und die Glade-Dateien von dem Execute-Attribut befreit werden mussten, fällt da kaum noch ins Gewicht.

Am Ende meiner kleinen Patch-Orgie habe ich 9(!) Patches, die beim Bauen des rpm auf die flyback-Dateien losgelassen werden. 😎 Natürlich habe ich die Patches an die Entwickler weitergereicht. Ich bezweifle jedoch, das sie Einzug in den upstream Code finden werden. 🙁 Nichts desto trotz habe ich diesen K(r)ampf heute Nachmittag gewonnen und meinen Review-Request für flyback eingereicht. :mrgreen:

  1. enthalten die Informationen für die Masken []