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The best days of my life

Man sagt ja, das man gutes erst dann erkennt, wenn es vorbei ist. Von daher war die Zeit zwischen der 7. und 10. Realschulklasse wohl die besten Tage meines bisherigen Lebens. Unbestätigten Gerüchten nach, war sich die Lehrerschaft weitestgehend einig, das wir die mit Abstand größten der Schule waren. Zumindest während der Pausen :D

Diese Zeit ist eine Zeit, die ich um nichts in der Welt missen möchte, denn es war eine Zeit, in der ich zumindest sehr viel Spaß hatte. Bei vielen Sachen von damals würde ich heute wahrscheinlich

Ich bin zu alt für so einen Mist

sagen. Ob das jetzt daran liegt, das ich demnächst das Dritte Jahrzehnt meines Lebens beginne oder daran, das sich vieles ändert, wenn man Vater ist, lasse ich jetzt einfach mal dahingestellt. Wahrscheinlich ist es eine Mischung aus beiden und einigen andern Punkten, die ich wahrscheinlich übersehen habe ;-)

Auf jeden Fall an dieser Stelle ein dickes Dankeschön an alle, die mit mir gemeinsam die Schulbank gedrückt haben. Ohne Euch wäre es wohl nur halb so schön gewesen!

Samba-Festival: es nervt!

Es ist mal wieder (wie jedes Jahr) Samba-Festival in Coburg und an Schlafen ist vor 2 Uhr irgendwie nicht zu denken. Wir sind zwar auf dem Judenberg, aber man hört das Getrommel aus der Stadt so gut, das man meinen könnte, das Festival ist nur 2 Straßen weiter und nicht unten in der Stadt.

Ich habe gestern (oder besser heute) Nacht mal auf die Uhr geschaut, wann die Trommeln in der Stadt endgültig verstummt sind: 01:50! Es grenzt schon an einen Unverschämtheit, wenn man unbeteiligte bis kurz vor 2 von der Nachtruhe abhält. Schon mal daran gedacht, das es auch Menschen gibt, die auch Samstag arbeiten müssen? Wahrscheinlich nicht!

Ich hätte nichts dagegen, wenn man das Samba-Festival entweder auf die Lauterer Höhe oder in den Herbst verlegen würde :cool:

Diese Gesellschaft kann mich langsam mal!

Langsam habe ich die Schnauze voll von dieser verlogenen Gesellschaft! Dieses Geschwafel von wegen “Chancengleichheit” kann ich langsam nicht mehr hören! Das ist nämlich die reinste Lüge! “Chancengleichheit” bedeutet nämlich nicht, das jeder die Chance auf eine faire Bezahlung hat, sondern, das alle (auf dem Papier) die gleiche Chance haben. Ein kleiner aber gemeiner Unterschied, der mich langsam mehr als ankotzt!

Ich habe meine Ausbildung zum Fachinformatiker zu einer Zeit gemacht, als der Schwierigkeitsgrad der Abschlussprüfung noch ein Lotterie-Spiel war. In einem Jahr war der Schwierigkeitsgrad sehr hoch, in nächsten Jahr hatte man eine 2 sicher, wenn man sich nicht total dämlich angestellt hat. Ich hatte das Los der schweren Abschlussprüfung gezogen.

Seit fast 5 Jahren arbeite ich jetzt für ein Gehalt, das im Bereich dessen liegt, was manch andere große Firma unmittelbar nach der Ausbildung zahlt. Und mit diesem Geld muss ich eine Familie ernähren! Jede Bewerbung die ich irgendwo hin schicke, bekomme ich binnen weniger Wochen zurück, zusammen mit einem scheinheiligen Standard-Schreiben, deren Text ich inzwischen schon fast auswendig kann und das ich darum auch nur noch überfliege.

Wenn man sich einmal die Stellenangebote anschaut, die im Internet stehen, dann bekommt man immer wieder den Eindruck, das nach Eierlegenende-Wollmilch-Säuen gesucht wird und man die ausgeschriebene Stelle nur bekommt, wenn man es schafft, die Anforderungen noch zu überbieten. Mir fällt jedes mal, wenn ich wieder einmal lese, das man z.B. gut in Java sein muss, ein Spruch eines Berufsschullehrers ein, der sinngemäß war:

Ihr lernt keine Programmiersprache sondern Programmieren

Und die ganze Verlogenheit an der Geschichte kann man auch gut daran fest machen, das es für einen Anwendungsentwickler, der den obrigen Satz beherzigt, relativ egal ist, mit welcher Sprache er programmiert. Sicher muss man sich erst einmal umstellen und einarbeiten. Aber das muss wohl jeder, der seinen Arbeitgeber wechselt. Aber mal ganz überspitzt gefragt: Warum sollte ich mir den Stress machen und mir zusätzlich zu meiner 40-Stunden Woche z.B. für 12 Monate einen Java-Fernlehrgang an Bein binden, wenn ich dieses Wissen auf absehbare Zeit gar nicht beruflich nutzen kann? Und selbst wenn ich die Fähigkeiten, die mir dieser Fernlehrgang gebracht hat, bei einer Bewerbung anbringen kann, kommt 100% sofort das Gegenargument der fehlenden Berufserfahrung. Aber wie soll ich denn Berufserfahrung sammeln, wenn mir niemand die Möglichkeit dazu gibt?

Das ist in meinen Augen schlicht und einfach verlogen und es kotzt mich langsam tierisch an!

Ich hätte da mal eine Frage

Liebe Regierung, wieviele Super-GAUs und Störfälle müssen noch passieren, damit Ihr endlich kapiert, das Kernenergie weder sicher noch beherrschbar ist? Reichen die Katastrophen von Three Mile Island (1979), Tschernobyl (1989) und Fukushima (2011) oder müssen erst noch mehr Menschen verstrahlt werden?

Sicher ist es nicht ohne weiteres möglich, von Heute auf Morgen aus der Kernenergie aus zusteigen. Aber mit der Verlängerung der Restlaufzeiten für die deutschen AKWs habt ihr bewiesen, das Euch die Gewinne der Kraftwerksbetreiber wichtiger sind als der Umstieg auf erneuerbare Energien und die Sicherheit der Bevölkerung. Man könnte meinen, das Euch die Brücke Kernenergie wichtiger ist als das Ufer, zu dem sie führt.

Die deutsche Industrie mit ihren hoch qualifizierten Ingenieuren hätte es sicher geschafft, die erneuerbaren Energien bis zum Jahr 2020 so weit voran zu bringen, das wir auf Kernenergie hätten verzichten können. Und eine gewisse Herausforderung hätte auch noch bestanden. Man sagt doch immer, das der Mensch am besten unter Zeitdruck arbeitet ;-)