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Shitstorm aus der Verwandschaft

Ach, ich liebe meine Verwandtschaft. Da hat man nach knapp 7 Monaten, in denen man mit weniger als 1000 Euro ALG leben muss, endlich einen neuen Job gefunden und erwähnt nebenbei bei einem Weihnachts-Telefonat, das man sich demnächst mal eine Wohnung anschauen möchte und schon bricht ein Familien-Shitstorm über einen herein :shock:

Ironischerweise das vorgebrachte Hauptargument gegen die eigene Wohnung:

Lasst Euch damit Zeit und wartet die Probezeit ab, vorher ist das zu riskant!

Dieser Ratschlag kommt zu allem Überfluss ausgerechnet von Leuten, die die Situation hier überhaupt nicht kennen, da sie noch nie hier waren und auch nicht den Eindruck erwecken, daran demnächst etwas ändern zu wollen. Darüber hinaus haben sie mit Probezeiten oder sonstigen beruflichen oder gar finanziellen Risiken absolut nichts mehr am Hut, da sie seit etlichen Jahren nicht mehr arbeiten und zu der Zeit, als sie noch gearbeitet haben, vernünftig bezahlt wurden.

Würde jeder junge Mensch so denken und so lange mit Familie und den eigenen 4 Wänden warten, bis es “sicher genug” ist,  würden viele von denen wahrscheinlich noch mit Mitte 40 bei ihren Eltern wohnen, weil immer wieder etwas dazwischen kommt und es eben nicht (mehr) sicher genug ist ;-)

Sicherheit hat man als Berufstätiger heute nur noch, wenn man Beamter auf Lebenszeit ist. Für alle anderen ist ein sicherer Job letztendlich nicht mehr als eine Illusion, an die man sich klammert, weil man weiss das es jederzeit jeden erwischen kann, wenn es nur schlecht genug läuft. Und das kann heute ja schneller passieren, als man denkt. :evil:

Habemus neuen Job

Quasi ein vorgezogenes Weihnachtsgeschenk. Gestern Mittag kam der Anruf von der Firma, bei der ich mich letzte Woche (im Nachhinein betrachtet) erfolgreich vorgestellt hatte. Mittwoch geht es dann nochmal zu der Firma, die letzten Details (Krankenkasse etc) klären und den Vertrag unterschreiben :-)

Damit heißt dann ab Mittwoch: Die Arbeitsagentur kann mich mal! Mit Verlaub! :cool:

Das nächste Projekt steht damit auch vor der Tür. Es heißt: eigene Wohnung ;-)

Bin ich in der Muppet-Show gelandet??

Bekanntlicher weise suche ich inzwischen bayernweit nach einem neuen Job. Jetzt hat es sich gestern ergeben, das ich nächsten Donnerstag in München ein Vorstellungsgespräch bei einem großen Versicherungskonzern habe.

Da ich auf den Fahrkosten nur ungern sitzenbleiben möchte, habe ich also bei der Arbeitsagentur angerufen, damit die mir den entsprechenden Erstattungsantrag zuschicken. Heute Vormittag rief mich jedoch die Vertretung meiner Vermttlerin an und erklärte mir, dass das mit der Erstattung nicht ginge, da ich ja nur im Umkreis von 50 Kilometern suchen würde und München weiter als 50 Km entfernt sei. :shock:

Nachdem ich der guten Dame dann erklärt habe, das ich mittlerweile bayernweit suche und sie mein Profil entsprechend geändert hat, bekomme ich den Antrag jetzt doch noch.

Bin ich in der Muppet-Show gelandet oder was soll der Käse?? :evil:

Bitte?!?

Es ist schon ein wenig faszinierend! Die ganze Zeit, seit mir beim ehemaligen Arbeitgeber gekündigt wurde, hat sich niemand dafür interessiert, wie es bei der Jobsuche aussieht und wo ich mich bewerbe.

Aber kaum lässt die weltbeste Ehefrau gegenüber meinem Schwager verlauten, das ich jetzt auch überregional suche, kommt heute mein Schwiegervater auf mich zu und erklärt mir, das man sich über mein(!) Problem unterhalten habe, das der Versicherungskonzern, für den mein Schwager arbeitet ja auch immer Leute suchen würde und ich mich diesbezüglich mal mit meinem Schwager in Verbindung setzen solle. :evil:

Wie bitte?!?! Ich und Versicherungen?? Hab ich etwas verpasst oder ist heute der 1. April?? :shock:

Der zeitliche Zusammenhang wirkt auf mich jedenfalls sehr merkwürdig. Entweder hat da jemand Frack sausen bekommen, das die nützlichen Idioten bald weg sein könnten und es dann Probleme mit den ganzen (Osteuropa-)Touren vom VdK geben könnte. Oder jemand anderes hat es mit der Angst bekommen, das man sich in Zukunft an unserer Stelle während dieser Touren um Haus, Garten und Tiere kümmern “darf”. Ein Schelm, wer da böses denkt ;-)

Ist mir aber auch egal, weil das Angebot eh nicht für mich in Frage kommt. Diesen Stress und Ärger, wie ich ihn von meinem Schwager eh mitbekomme, tue ich mir jedenfalls definitiv nicht freiwillig an :cool:

Warum ich Personalvermittler (eigentlich) nicht mag

Eigentlich mag ich Personalvermittler nicht wirklich und halte sie für ein Krebsgeschwür des Arbeitsmarktes. Ich rede halt lieber direkt mit dem Kuchen anstatt mit der Kuchenform, wenn Ihr wisst, was ich meine.

Aber dummerweise kommt man aber immer schwerer an interessante Stellen, ohne sich mit eben diesen Personalvermittlern herumschlagen zu müssen. Was mich dabei jedes mal nervt, ist, das man sich auf eine konkrete Stelle bewirbt und anschließend Fragebögen und Fragen beantworten darf, die kaum etwas mit der Stelle, auf die man sich beworben hat, zu tun haben, nur weil man (angeblich) in die Kartei des jeweiligen Personalvermittlers aufgenommen werden “muss”.

Während man also diese ganzen Fragebögen ausfüllt, stellt man sich immer wieder unweigerlich die Frage

Warum fragen Sie das? Das steht doch alles in meinen Bewerbungsunterlagen!

Man bekommt also zwangsläufig den Eindruck, das diese Leute die Unterlagen entweder gar nicht lesen oder nur überfliegen.

Was mich aber immer wieder richtig ärgert, ist, das diese Leute einem Hoffnung machen, das sie einen passenden Job für einen haben oder zumindest eben so einen finden und man aber nie wieder etwas von ihnen hört.

Vergrößerter Radius

Nachdem sich bei mir allmählich die Erkenntnis durchgesetzt hat, das ich wohl keinen neuen Job in Coburg finden werde, der auch vernünftig bezahlt wird und wo ich unterm Strich nicht nur für die Miete und Spritkosten arbeiten würde, habe die weltbeste Ehefrau und ich beschlossen, den Suchradium auf Bayern auszudehnen. Ich hätte ja auch gerne die Freie und Hansestadt Hamburg mit einbezogen, das ist am Veto der Ehefrau gescheitert. :-(

Aber irgendwie ist das auch nicht wirklich tragisch. Hauptsache, ich kann der Arbeitsagentur möglichst bald sagen, das sie mich mal kreutzweise kann :cool:

Regensburg?

Eigentlich meide ich die Personalvermittler wie der Teufel das Weihwasser. Nur dummerweise werden immer mehr interessante Jobangebote über eben diese Krebsgeschwüre des Arbeitsmarktes abgewickelt.

So kam es, das ich heute mal wieder mit einem solchen Personalvermittler telefonieren durfte. Beim dem Telefonat ging es um eine Stelle als Delphi-Entwickler in Regensburg. Neben dem üblichen Verhör, konnte ich meinem Gesprächspartner noch ein paar Infos über den potentiellen Arbeitgeber entlocken. Es scheint sich dabei um ein Unternehmen in der Elektro-Branche mit mehreren Hundert Mitarbeitern und einigen Niederlassungen im gesamten Bundesgebiet zu handeln.

Auch wenn ich inzwischen ein wenig skeptisch in solchen Sachen bin, klang der Personalvermittler recht zuversichtlich, das er mich seinem Kunden schmackhaft machen könne. Und wenn so kommt, das ich die Stelle bekomme, dann müssen wir halt aus Coburg wegziehen und unsere Zelte in Regenburg aufschlagen.

Coburg ist zwar eine schöne Stadt, aber insgesamt halt doch ein Kaff und wenn ich warte, bis ich hier einen neuen Job bekomme, der anständig bezahlt ist, kann ich auch gleich den Hartz IV Antrag ausfüllen gehen.

Aber schauen wir erst einmal, wie sich der Kunde des Personalvermittler entscheidet und wie das eventuelle Vorstellungsgespräch verläuft. Bis dahin ist das alles nur Spekulatius ;-)