Operation: Pimp my backyard

Was macht der geneigte Hausbesitzer, wenn der Frühling einem die Tür eintritt? Richtig! Er bringt den Garten auf Vordermann!

Nachdem also klein Leevke immer wieder sehnsüchtig in den leeren und ein wenig verwilderten Garten schaute, haben wir beschlossen, die Operation Pimp my backyard zu starten.

In Phase Eins wurde zuerst einmal der Rasen hinter dem Haus gemäht, vertikutiert und vom Moos befreit und der Grünschnitt anschließend fachgerecht auf dem Wertstoffhof entsorgt.

In Phase Zwei haben wird den im Keller gelagerten Sandkasten aufgebaut und mit Sand befüllt und mit ausreichend Equipment ausgestattet.

Als nächstes folgte Phase Drei (Rise of the Schaukel), der bislang umfangreichste Teil von OP Pimp my backyard. Zuerst musste das Gestell der Doppelschaukel montiert und an seiner endgültigen Position im Garten positioniert werden. Anschließend wurden 4 ca 40 cm tiefe Löcher für die Fundamente gegraben. Im Anschluss daran wurden die Füße des Schaukelgestells montiert und das Gestell an seine endgültige Position zurück gebracht. Im vorletzten Schritt wurden dann die vier Fundamente mit Ruck-Zuck-Beton gegossen und nachdem der Beton ausgehärtet war, die Löcher wieder mit Sand verfüllt. Zum Schluss noch die Schaukeln aufhängen und fertig.

Momentan läuft Phase Vier: Der entwas unansehnliche Hang am anderen Ende des Gartens soll mit ein paar Pflanzsteinen und viel Erde augeschüttet und aufgehübscht werden.

Das mit der Erziehung

Erziehung ist die Kunst der Eltern, die freie Entwicklung ihrer Kinder innerhalb gesellschaftlicher und juristischer Normen zu lenken, ohne sie dabei zu brechen oder ihnen den eigenen Willen aufzuzwingen.

„Meinen Kindern soll es mal besser gehen als mir!“

Den Satz

Meinen Kindern soll es mal besser gehen als mir!

hört man wohl von so ziemlich allen Eltern und an dem Wunsch ist auch erst einmal nichts auszusetzen. Wer aus dem Heer der Erziehungsberechtigten will nicht, das es die eigenen Kinder mal zu etwas bringen im Leben und ein glückliches und erfülltes Leben führen?

Problematisch wird es in meinen Augen nur, wenn diesem an sich noblen Wunsch alles untergeordnet wird und die Kinder letztendlich das erreichen sollen, was man selber nicht geschafft hat. Wenn man anfängt die eigenen Kinder unter einen Erfolgsdruck zu setzen, an dem sie eventuell sogar innerlich zerbrechen und man am Ende vielleicht sogar genau das Gegenteil von dem erreicht hat, was man eigentlich erreichen wollte: man hat das Leben seiner Kinder zerstört, bevor es richtig angefangen hat.

Ich sehe das hingegen ein wenig entspannter. Sicher sollen meine Kinder es später nach Möglichkeit einmal besser haben, als ich. Aber mir reicht es schon, wenn sie die Chancen, die sich ihnen eröffnen bestmöglich nutzen und so unterm Strich das beste aus ihrem Leben machen. Ich würde auch beispielsweise meine Kinder nicht wieder besseren Wissens auf dem Gymnasium lassen, obwohl ich merke, das sie dort überfordert sind und wohl möglich verheizt werden. Wenn es jemals zu so einer Situation kommen würde, stünde für meine Frau und mich fest, das unsere Kinder dann auf die Realschule wechseln würden, um dort eine ordentliche mittlere Reife zu bekommen, mit der sie dann später das Abitur nachholen können, wenn sie es denn wollen.

Ich habe in meiner eigenen Schulzeit 2x miterlebt, was mit Kindern passiert, die auf dem Gymnasium bleiben mussten, bis es nicht mehr ging, nur weil Mama und Papa es so wollten: die waren total verheizt und haben den direkten Durchmarsch in die Hauptschule gemacht.

So etwas möchte ich meinen Kindern ersparen und würde deshalb im Zweifelsfall eine gute mittlere Reife einem mittelmäßigen oder schlechten Abitur, das sie sich im schlimmsten Fall übers sprichwörtliche Klo hängen können, vorziehen.

Lieber sage ich meinen Kindern später einmal so etwas wie

Du hast Deine Chancen so gut es ging genutzt, aber mehr war einfach nicht drin. Wir sind aber trotzdem stolz auf Dich!

anstatt mir Vorwürfe von ihnen machen zu lassen, das ich ihnen ihr Leben versaut habe, weil ich unbedingt wollte, das sie das Abitur machen.

Wenn einer das Leben meiner Kinder versaut, dann sind sie das selber. Aber meine Frau und ich werden unser möglichstes tun, sie davon abzuhalten, es so weit kommen zu lassen 😉

Wir sollten uns schämen

Wer einmal einen integrativen Kindergarten besucht hat, der wird schnell merken, das Kinder von natur aus keinerlei Vorurteile z.B. gegenüber körperlich gehandycapten Kindern haben und ihnen völlig unvoreingenommen begegnen.

Eigentlich sollten wir Erwachsene uns schämen, unseren Kindern beizubringen, Menschen, die anders als wir sind, mit Vorurteilen und Voreingenommenheit zu begegnen! Die Welt wäre sicher eine viel bessere, wenn es keine negativen Vorurteile mehr geben würde.

Wer sind wir eigentlich, das wir es uns anmaßen, jemand anderen nur anhand seines Aussehens, seiner Herkunft, seiner Religion, sexuellen Orientierung oder einfach nur aufgrund der Tatsache, das er ein körperliches und/oder geistiges Handycap hat, zu bewerten?

Sollte man sein gegenüber nicht zumindest ein wenig kennen lernen, bevor man sich eine Meinung über ihn bildet? …

Just my 5 Cent

Sankt Martins Fest

Im Moment macht ein Kindergarten aus Bad Homburg Schlagzeilen, weil man dort das Sank Martins Fest in Sonne Mund und Sterne Fest umbenannt hat.

Ob so etwas jetzt gut oder schlecht ist, darüber kann man wohl lang und breit diskutieren, zumal Sankt Martin ja auch für Werte steht, die man wahrscheinlich in jeder Religion wieder findet: Nächstenliebe und Hilfe für Schwache und Arme.

Aber jetzt seien wir doch mal ehrlich:

Den Kindern ist es wahrscheinlich so was von egal, wie das Fest jetzt heißt. Für sie ist es viel wichtiger, das sie mit ihren (selbst gebastelten) Laternen durch die Straßen ziehen und dabei Lieder singen dürfen.

Und diese Freude sollten wir ihnen nicht durch solche völlig nebensächlichen Diskussionen verderben. Namen sind doch eh nur Schall und Rauch 😉

Je mehr Kinder man hat, ….

Je mehr Kinder man hat, um so mehr ändert sich das Verhalten!

Hier ein paar Beispiele:

Deine Klamotten:
1.Kind: Du kaufst Umstandskleidung, sobald der Test positiv ist
2.Kind: Du trägst Deine normalen Sachen, solange wie möglich
3.Kind: Deine Umstandskleidung SIND Deine normalen Sachen

Geburtsvorbereitungen:
1.Kind: Deine Atemübungen werden täglich geübt
2.Kind: Keine Lust zu üben, da es eh nix bringt
3.Kind: Du fragst, ob Du ab dem 8.Monat eine PDA haben darfst

Kinderzimmer:
1.Kind: Alles wird vorher gewaschen, gebügelt, farbig sortiert und sehr ordentlich in Babys Wickeltisch gelegt
2.Kind: Du überprüfst, ob alles sauber ist und nur die mit den dunkelsten Flecken werden weggeworfen
3.Kind: „Jungs können pink tragen, oder??“

Sorgen:
1.Kind: Bei ersten Anzeichen von Unwohlsein, Grimassen oder Pups wird das Baby auf den Arm genommen
2.Kind: Wird nur auf den Arm genommen, wenn Du Angst hast, das Schreien könnte das 1.Kind wecken
3.Kind: Der 3jährigen wird gezeigt, wie sie den Schaukelsitz anschubsen kann

Zuhause:
1.Kind: Den ganzen Tag verbringst du damit, das Kind anzusehen
2.Kind: Du verbringst ein wenig Zeit damit, zuzusehen, ob der Ältere das Baby kneift, beißt usw.
3.Kind: Du verbringst ein wenig Zeit täglich damit, Dich vor den Kindern zu verstecken

Schnullies:
1.Kind: Falls er auf den Boden fällt, wird er erst wieder gegeben, wenn man zu Hause ist und er sterilisiert wurde
2.Kind: Schnulli wird vom Boden aufgehoben und mit ein bisschen Saft aus der Flasche bespritzt oder abgeleckt
3.Kind: Schnulli wird am Hemd abgewischt und wieder in den Mund gesteckt

Windel:
1.Kind: Werden jede Stunde gewechselt, egal ob nötig oder nicht
2.Kind: Werden jede 2-3 Stunden gewechselt, wenn nötig
3.Kind: Werden gewechselt, bevor andere Leute anfangen über den Geruch zu meckern, oder wenn es um die Knie hängt

Frühförderung:
1.Kind: Geht zur „Babymassage“, „Mutter und Baby Treff“ und zum „Still Treff“
2.Kind: „Mutter und Baby Treff“
3.Kind: Wird zum Einkaufen mitgenommen

Babysitter:
1.Kind: Das 1.Mal wenn Du weg bist, rufst Du jede Stunde an und fragst, ob alles in Ordnung ist
2.Kind: Eine Telefonnummer wird hinterlassen
3.Kind: Dem Babysitter wird gesagt, er solle NUR anrufen, wenn Blut zu sehen ist

Geld geschluckt:
1.Kind: Wird sofort ins Krankenhaus gebracht, am besten mit Krankenwagen
2.Kind: Du passt täglich auf, ob es wieder da ist
3.Kind: Das Geld wird vom Taschengeld abgezogen

Geschützt: Eine kleine Raupe nimmersatt namens Leon

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