Kein Versuchskaninchen!

Heute wäre es fast passiert: Um ein Haar hätte ich diesen blöden E10 Sprit getankt. Blöder weise ist an meine Stamm-Tanke mein Stamm-Zapfpistole die, aus der jetzt die E10 Plörre kommt 👿 Aber halb so schlimm, ich habe es ja noch rechtzeitig bemerkt 😎

Was mich heute ein wenig stutzig gemacht hat, ist die Tatsache, das Super und Super+ nur noch einen Cent auseinander sind. Sonst waren das doch immer mindestens 5 Cent/Liter 😯 Die werden doch nicht auch noch den Super-Sprit für diese Pseudo-Bio-Plörre opfern? 😈

Ich für meinen Teil bleibe bei meiner Meinung zu E10: Mein Auto ist kein Versuchskaninchen für irgendwelche Öko-Fanatiker und ihre Milchmädchenrechnungen. Von wegen CO² Reduktion: das was die Autos weniger an CO² ausstoßen, wird doch garantiert durch die erhöhte Produktion egalisiert und am Ende ist die ganze Sache wahrscheinlich sogar noch umweltschädlicher als E5 Benzin 😉

Und obendrein will nicht mit daran Schuld sein, wenn in anderen Ländern kleine Kinder hungern müssen, weil ihre Familien den Mais oder Weizen wegen der E10 Plörre nicht mehr bezahlen können 👿

Ist Die Linke manchmal die bessere SPD?

Die Partei „Die Linke“ wird von den Konservativen und Neoliberalen dieses Landes gerne als SED oder Kommunisten beschimpft und diffamiert. Unglücklicherweise springen die Führungskräfte der SPD gerne auf diesen Zug auf und lassen sich so von Konservativen und Neoliberalen von den Karren spannen.

Natürlich ist das, was so manches Parteimitglied der Linken gerne mal von sich gibt, völlig indiskutabel und bedarf keiner weiteren Diskussion. Aber man darf nicht vergessen, das in den Reihen der Linken viele Menschen sind, die früher in der SPD Mitglied waren und die durch den neoliberalen Basta-Kurs von Gerhard Schröder1 und seiner Rot-Grünen Koalition vor den Kopf gestoßen wurden und deshalb die Partei verlassen haben. Viele Leute, die früher in der SPD waren und heute in der Linken sind, sind wahrscheinlich nur aus einem Grund gewechselt:

Sie wollen keinen neoliberalen Turbokapitalismus, wie er heute herrscht, in dem der Großteil der Bevölkerung immer ärmer, oder zumindest nicht reicher wird, während eine Hand voll Menschen immer reicher wird, ohne oft überhaupt etwas dafür tun zu müssen. Die „kleinen Leute“, sprich Arbeitslose, Arbeiter und einfache Angestellte wollen auch nicht von den Parteien „abgeholt“ werden, sie wollen auch den Neoliberalismus nicht erklärt bekommen, weil sie ihn schon längst verstanden und durchschaut haben.

Sie wollen ihren Sozialstaat aus den 70er und 80er Jahren zurück, der sich noch um seine Bürger gekümmert hat und sie nicht immer mehr sich selbst überlässt, wie er es heutzutage tut. Sie wollen keinen Staat, der Schulen, Kindergärten und Infrastruktur verfallen lässt, um die Steuergeschenke für Reiche und Superreiche finanzieren zu können.

Und weil die Linke diese Forderungen – ob ernst gemeint oder nicht – immer wieder aufs neue äußert und die SPD diese immer öfter nur übernimmt, ist die Linke für viele sozialdemokratisch gesinnte Menschen die bessere SPD, weil sie diese Forderungen zuerst aufgestellt hat.

  1. den man auch gerne als ersten FDP-Kanzler Deutschland bezeichnen darf []

Die Kinderfeindlichkeit der Senioren-CDU

Wie die taz schreibt (>>klick), hat der Vorsitzende der Senioren-Union in NRW und stellvertretende Bundesvorsitzende der selbigen, Leonhard Kuckart, die geplanten Novellierungen der Bauordnung und des Bundes-Immissionsschutzgesetzes zugunsten von Spielplätzen und Kitas abgelehnt.

Kuckart erdreistet sich in seiner Begründung, den Lärm spielender Kinder mit dem von Presslufthämmern gleichzusetzen. Die taz zitiert Kuckart mit folgenden Worten:

Ein Dauerpegel von 90 Dezibel bleibt eine unzumutbare Lärmbelästigung – gleich, ob die Quelle nun sympathisches Kindergeschrei ist oder das Hämmern eines Pressluftbohrers

So langsam sollte sich diese Gesellschaft mal überlegen, was sie eigentlich will: wollen wir immer älter werden und uns über steigende Kosten des Sozialstaat und sinkende Renten beschweren, oder wollen wir dafür sorgen, das sich wieder mehr junge Leute dafür entscheiden, eine Familie zu gründen und Kinder zu bekommen? Mit Äußerungen, wie denen von Herrn Kuckart motiviert man jedoch niemanden, eine Familie zu gründen.

Ironischer weise beschweren sich aber in der Regel die Menschen über Kinder und den Lärm, den Kinder machen, die später von eben diesen Kindern profitieren. Man sollte nie vergessen, das in unserem umlagefinanzierten Rentensystem die Kinder von heute die sind, die später den Rentnern von morgen ihre Rente überhaupt ermöglichen.

Seien wir doch mal ehrlich!

Weihnachten

Aber als Erwachsener ist Weihnachten total für den A***h!

Anstatt gemütlich auf dem Weihnachtsmarkt an der Glühweinbude zu stehen, und sich einen Glühwein (nach dem anderen :mrgreen:) in die Rüstung zu kippen, macht man sich freiwillig Stress, indem man nach passenden Geschenken für den Rest der Familie sucht.

Mit fortschreitendem Alter des zu beschenkenden steigt dummerweise auch der Schwierigkeitsgrad der Geschenksuche, da der zu beschenkende gefühlt schon alles hat, was einem so einfällt. Also schenkt man entweder Geld, einen schnöden Gutschein oder etwas, das nach Weihnachten möglichst dezent umgetauscht werden kann.

Dummerweise geht der Stress aber auch an den Weihnachtstagen weiter. Immerhin will sich die ganze Bargage ja auch noch bei einem am für teures Geld erstandenen Weihnachtsbraten satt fressen. Wenn dieser Zwang zur Versorgung der Familie mit Weihnachtsbraten wenigstens wechselt und jeder mal dran ist, ist das jedoch nur ein schwacher Trost.

Deshalb mein Weihnachtsfazit: Der Weihnachtsmann kriegt Hausverbot und Geschenke gibt es nur noch für die Kinder! Damit man im Dezember endlich wieder Zeit für die wichtigen Dinge hat: Weihnachtsmärkte besuchen, Glühwein saufen und Stollen futtern, bis man platzt 😎

Gesellschaftskritik

Was ist das für eine Gesellschaft, in der behinderte und Menschen mit Handicap oft als Menschen 2ter Klasse angesehen werden?

In was für einer Gesellschaft leben wir, in der nur bestehen kann, wer schnell genug ist, um nicht hinten runter zu fallen?

Was für eine Gesellschaft ist das, in der sich die Starken auf Kosten der Schwachen und Armen bereichern, anstatt ihre Not und Elend zu mindern?

Was ist das für eine Gesellschaft, die schon die Kleinsten einem stetigen Leistungsdruck unterwirft und die, die dem Druck nicht standhalten aufs Abstellgleis abschiebt anstatt ihnen zu helfen?

In was für einer Gesellschaft leben wir, in der politische „Reformen“ sehr oft zu Lasten der Schwachen und zu Gunsten der Starken gehen?

Just think about it!