Köln das Kackdorf

Als Norddeutscher durch widrige Umstände in die frohsinnverseuchte Kloake gespühlt, schreit und fleht man nach der heiteren Gelassenheit niedersächsischer Beerdigungen!

Dietmar Wischmeyer "Köln Das Kackdorf"

SPD stellt die Religionsfreiheit über die körperliche Unversehrtheit

Die so genannte Sozialdemokratische Partei Deutschlands hat sich ihres Vorturners Gestalt von Sigmar „Sigi Pop“ Gabriel sowie Brigitte „Zypresse“ Zypries mittlerweile auch zu dem Beschneidungs-Urteil des LG Köln geäußert.

In ihren Ausführungen stellt die SPD letztendlich das Grundrecht der Religionsfreiheit über das Grundrecht der Kinder auf körperliche Unversehrtheit. Oder anders formuliert:

Das erste Buch Mose ist der SPD wichtiger als das deutsche Grundgesetz!

Das bedeutet dann im Klartext, das ich, wenn es nach der SPD geht, meinem Kind keine Ohrfeige verpassen, es aber beschneiden lassen darf? Irgendwie paradox, das eine – im Vergleich – „harmlose“ Ohrfeige geächtet wird, während eine Beschneidung, die medizinisch in den seltensten Fällen notwendig und obendrein auch noch irreversibel ist, erlaubt bleiben soll.

Ich bin ja mal gespannt, wie lange es dann dauert, bis die ersten christlichen Fundamentalisten und Fanatiker aus ihren Löchern hervor kriechen und die Relegalisierung der Prügelstrafe oder andere Dinge mit den Argumenten „Steht in der Bibel“ und „gleiches Recht für alle“ fordern. 😯

Ich dachte immer, wir würden in einem säkularen Staat leben, aber das ist wohl nur auf dem (geduldigen) Papier der Fall. 👿

Nachtrag: Wer sich ein wenig mit diesem Thema auseinander setzt, wird folgendes bemerken: Das Grundrecht auf körperliche Unversehrtheit wird in Artikel 2 des Grundgesetzes garantiert. Die Religionsfreiheit hingegen „erst“ in Artikel 4 Grundgesetz. Folglich steht das Grundrecht auf körperliche Unversehrtheit vor und somit auch über der Religionsfreiheit, da die Artikel mit den Grundrechten nach ihrer Priorität geordnet sind. Aus genau diesem Grund wird die Würde des Menschen auch in Artikel 1 Grundgesetz garantiert.

Sprachlos

Gestern hat das LG Köln ein Urteil veröffentlicht, wonach die Beschneidung von Kindern ohne medizinischen Grund eine Körperverletzung und somit strafbar ist.

Man konnte förmlich die Uhr danach stellen, bis sich Juden und Moslems darüber echauffieren. Dabei hat das LG Köln nur festgestellt, dass das im Grundgesetz garantierte Recht der Kinder auf körperliche Unversehrtheit im Falle einer solchen Beschneidung schwerer wiegt, als das Erziehungsrecht der Eltern oder deren Recht auf freie Religionsausübung.

Fassungslos macht mach jedoch die Aussage 1Quelle: Nachrichten von Volker Beck:

Wir müssen uns darüber Gedanken machen, ob wir die Religionsfreiheit der jüdischen und muslimischen Glaubensgemeinschaft besser schützen müssen.

Wenn Herr Beck mit diesem Blödsinn durchkommt, dann kann zukünftig jeder, der sein Kind verprügelt argumentieren, das es eine religiös motivierte Züchtigung 2Sprüche (22, 15) gewesen wäre. Das Gegenteil dürfte sehr oft nur schwer nachzuweisen sein.

Fußnoten[+]