Hängt den Weihnachtsmann!

Weihnachten ist schon lange nicht mehr das Fest der Liebe, sondern das Fest des Konsums. Es dreht sich alles nur noch darum, wer wem was schenkt und wer die größten, schönsten oder teuersten Geschenke bekommen hat.

Ich würde mir wünschen, das wir es irgendwann schaffen, Weihnachten wieder von diesem Konsumwahn zu befreien und die Vorweihnachtszeit wieder zu einer Zeit des innehalten und des gemütlichen Jahresausklang wird.

Sieht man den Weihnachtsmann mit seinem Sack voller Geschenke vor diesem Hintergrund als Symbol des vor-weihnachtlichen Konsumterrors, dann kann die Forderung nur lauten:

Hängt den Weihnachtsmann! Für eine besinnliche Weihnacht!

Der Witz mit den einheitlichen Ladegeräten für Handys

Die EU-Kommission feiert sich grade selber dafür, das sie einheitliche Ladegeräte für Handys durchgesetzt hat. Was sie aber laut der taz (>>klick) geflissentlich verschweigt, ist das die Hersteller nur eine butterweich formulierte Selbstverpflichtung für

datenübertragungsfähige Mobiltelefone 1auf Deutsch: Smartphones

abgegeben haben. Und so scheren mit Apple und Nokia auch prompt die ersten Hersteller aus. Während Nokia schlicht erklärt, auch weiterhin seine „alten“ Ladegeräte zu vertreiben, führt Apple die ganze Veranstaltung mit seinem Statement

Wir stehen zu dem Apple dock connector, diese Initiative erfordert nicht, ihn zu verändern.

mehr oder weniger direkt ad-absurdum und degradiert sie zur Symbolpolitik. Ob sich daran zukünftig etwas ändern wird und es irgendwann tatsächlich einen einheitlichen Anschluss für Ladegeräte geben wird, muss wohl mal wieder die Zeit zeigen.

Fußnoten[+]

Seien wir doch mal ehrlich!

Weihnachten

Aber als Erwachsener ist Weihnachten total für den A***h!

Anstatt gemütlich auf dem Weihnachtsmarkt an der Glühweinbude zu stehen, und sich einen Glühwein (nach dem anderen :mrgreen:) in die Rüstung zu kippen, macht man sich freiwillig Stress, indem man nach passenden Geschenken für den Rest der Familie sucht.

Mit fortschreitendem Alter des zu beschenkenden steigt dummerweise auch der Schwierigkeitsgrad der Geschenksuche, da der zu beschenkende gefühlt schon alles hat, was einem so einfällt. Also schenkt man entweder Geld, einen schnöden Gutschein oder etwas, das nach Weihnachten möglichst dezent umgetauscht werden kann.

Dummerweise geht der Stress aber auch an den Weihnachtstagen weiter. Immerhin will sich die ganze Bargage ja auch noch bei einem am für teures Geld erstandenen Weihnachtsbraten satt fressen. Wenn dieser Zwang zur Versorgung der Familie mit Weihnachtsbraten wenigstens wechselt und jeder mal dran ist, ist das jedoch nur ein schwacher Trost.

Deshalb mein Weihnachtsfazit: Der Weihnachtsmann kriegt Hausverbot und Geschenke gibt es nur noch für die Kinder! Damit man im Dezember endlich wieder Zeit für die wichtigen Dinge hat: Weihnachtsmärkte besuchen, Glühwein saufen und Stollen futtern, bis man platzt 😎

Gedanken zum Advent

Adventszeit, die Zeit der Ruhe und Besinnlichkeit vor dem Weihnachtsfest, dem Fest der Liebe. Soweit zumindest die Theorie. Aber bekanntlich lieben zwischen der Theorie und der Praxis zuweilen Welten. Heutzutage heißen diese Welten Komsum.

Nicht ganz unberechtigt, finde ich folgende Parodie eine bekannten Adventsreimes:

Advent, Advent ein Lichtlein brennt. Erst 1, dann 2, dann 3, dann 4 und schon beginnt die Gier!

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