Sport ist der Schlüssel zu einem besseren Leben

Ich kann da auch ein wenig aus eigener Erfahrung sprechen: Als ich vor knapp 2 Jahren mit dem Laufen aufging, wog ich 101 Kilo, verteilt auf 188 Centimeter – nicht gerade das, was man als Idealgewicht bezeichnen würde. Hinzu kam, das ich zu dem Zeitpunkt von ALG2 Leben musste – was mir total gegen den Strich ging. Ich stand also vor der Wahl, mich entweder meinem Schicksal zu ergeben und in diesem System kaputt zu gehen oder zu versuchen, wieder Herr über mein Leben zu werden, indem ich wieder Arbeit bekomme, die genug abwirft, damit ich nicht mehr auf das Jobcenter angewiesen bin.

Ich haben noch dann für Letzteres entschieden und das Laufen angefangen, weil ich keine Lust hatte, noch mehr aus dem Leim zu gehen. Es hat dann zwar noch knapp 12 Monate und zwei Anläufe gebraucht, bis es mit dem Job geklappt hat, aber alleine schon, das ich es zweimal geschafft habe, mich als Langzeitarbeitsloser gegen andere Bewerber durchzusetzen, war schon ein riesen Erfolg und zeigt, wozu regelmäßiger Sport gut sein kann.

Nebenbei habe ich bis heute 15 Kilo abgenommen und bin noch knapp 8 Kilo von meinem Wunschgewicht entfernt.

Nix da mit Ambassador/Markenbotschafter!

Ich wurde jetzt schon ein paar mal gefragt, ob ich nicht Bock hätte, mich bei dem einen oder anderen Sportartikel-Hersteller als Ambassador/Markenbotschafter zu bewerben.

Ich sage es mal so:

Merkt Ihr es? Ich mag mich nicht gerne auf eine Marke festlegen, sondern experimentiere gerne mit verschiedenen Herstellern und kaufe das, was mir gefällt, ohne auf den Hersteller zu achten.

Ob ein Shirt jetzt z.B. von Asics oder Craft ist, ist für mich absolut nebensächlich. Es soll passen, seinen Zweck erfüllen und auch optisch ansprechend sein.

Nein, ich mache lieber mein eigenes Ding und lasse mich nicht darauf festlegen, von welchem Hersteller mein Outfit kommt oder mich dafür zu rechtfertigen, das ich gerade keine Sachen von Hersteller XY trage, obwohl ich doch Ambassor für die bin.

Ich habe echt besseres zu tun: Laufen gehen zu Beispiel 😉

Manche nennen es Trainingsplan …

… ich nenne es lieber Trainingsplanung.

Wie dem auch sei, habe ich meine Trainingsplanung heute ein wenig überarbeitet: ab sofort gibt es von Montag bis Freitag im täglichen Wechsel Stabi- und Stretching-Workouts. Samstags ist ein gemütlicher Wochenendlauf geplant (sofern das Wetter es erlaubt) um zum Abschluss der Woche wird nochmal gestretched. Bin mal gespannt, wie gut es klappt.

Sobald es abends wieder lange genug hell ist, um auch nach der Arbeit zu laufen, werden die Stabi-Workouts ihren Platz für Feierabend-Läufe räumen müssen.  Aber darüber mache ich mir dann Gedanken, wenn es so weit ist 😉

Bei der Gelegenheit habe ich mich auch gleich aus dem Nike+ Training Club verabschiedet und trainiere ab sofort wieder mit den Apps von Fitify. Besonders gut gefällt mir bei den Fitify-Apps, das man sich nicht irgendwo registrieren muss und die Daten nicht auf irgendwelchen Servern der Anbieter landen, sondern auf dem Smartphone bleiben.

Einfach laufen lassen – oder: kein Stress beim Laufen

Bis letztes Jahr gehörte ich auch zu den Menschen, die immer auf der Jagd nach der nächsten PB (persönliche Bestzeit) waren. Frei nach dem Motto „Immer weiter, immer schneller“.

Mittlerweile habe ich damit jedoch meinen Frieden gemacht und laufe wesentlich entspannter und bewusster. Während des Laufes vermeide ich es einfach, auf die Uhr zu schauen (nicht weiter schwer, bei den aktuellen Temperaturen 😉 ) und spare mir die Energie, die ich ansonsten dafür verbrauchen würde, mich über eine schlechte Pace zu ärgern, lieber für den Lauf auf. Ich habe auch festgestellt, das ich nicht unbedingt rockige Musik zum laufen brauche.

Mir reicht im Moment meine kleine, aber feine Dragon Nest Playliste. Die Musik ist das genaue Gegenteil von dem, was immer alle empfehlen: langsam und entspannend – ja ich singe während des Laufens manchmal auch leise mit. Schließlich bin ich bin ja auch beim Laufen und nicht auf der Flucht – und für irgendwelche Wettk(r)ämpfe trainiere ich auch nicht. Den Stress spare ich mir. Stress habe ich als allein verdienender Vater mit 2 Kindern schon so mehr als genug 😉

tl;dr: Wenn man nicht gerade für einen Wettkampf trainiert, sollte man sich nicht mit Paces, Bestzeiten und anderen Nebensächlichkeiten verrückt machen und die Energie, die man dafür verschwenden würde, lieber für das Laufen verwenden. Stattdessen sollte man die Zeit an der frischen Luft einfach nur genießen und den Gedanken freien Lauf lassen.

Lange Runde, die (wieder) Spaß macht

Ich habe mal wieder meine ausgetreten Laufpfade verlassen und vor 2 Wochen spontan meine geplante Runde ein wenig modifiziert, indem ich nicht auf dem selben Weg zurück gelaufen bin, sondern die große Runde am Hofbräuhaus vorbei gedreht habe. Während ich vor 2 Wochen durch eine blöde Bewegung die Runde knapp 300 Meter vor dem Ziel wegen Schmerzen im Knie abbrechen musste, hat es heute geklappt und ich habe die Runde komplett absolviert.

Gemäß meinem neuen Laufmotto „F**k the pace, enjoy the run“ habe ich nicht auf die Uhr geschaut und ein paar Gehpausen gemacht, wenn ich gemerkt habe, das die Luft bei mir raus war. Und ob ich die Runde jetzt mit einer 6:53, 6:30 oder noch schneller laufe, ist ja auch wirklich sekundär. Primäres Ziel war es, den Lauf gemäß dem Motto „Alltag aus, Laufschuhe an“ einfach zu genießen.

Falsche Schuhe machen Probleme (noch schlimmer)

Nachdem ich jetzt einige Zeit meine Laufeinheiten pausiert und versucht habe, durch verschiedene Workouts an meiner Muskulatur zu arbeiten, habe ich mir zu Weihnachten ein paar neue Laufschuhe gegönnt: Asics Gel Phoenix 8.

Die erste kurze Laufrunde nach Weihnachten deutete dann an, was die letzten beiden langen Runde bestätigt haben: Meine bisherigen Laufschuhe haben für meine Probleme mit dem linken Knie anscheinend wie eine Art Katalysator gewirkt.

Wie ich darauf komme? Ich habe kurz vor Weihnachten eine kurze Runde mit den alten Schuhen gedreht, auf der ich zum Ende hin wieder mit Schmerzen im Knie zu kämpfen hatte. In der ersten Laufrunde mit den neuen Schuhen waren die Probleme hingegen so gut wie verschwunden. Nur noch ein leichtes Zwicken am Anfang, mehr nicht. Und zwischen den beiden Runden habe ich keine Workouts gemacht. Somit haben sich im Grunde nur die Schuhe geändert.

Ausgetretene Pfade verlassen

Gestern Abend habe ich auf meiner Feierabenrunde mal spontan entschlossen, meine übliche Strecke zu verlassen und etwas neues zu probieren.

Insgesamt war das keine schlechte Idee. Die Route war nur unwesentlich länger als die, die ich zuletzt immer gelaufen bin und die Steigungen waren angenehm lang gezogen.

Mal schauen, vielleicht laufe ich die Route ja zukünftig im Wechsel. Ein wenig Abwechselung im (Lauf)Alltag schadet sicher nicht 😉