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Linux Mint 16 auf Mint 17 mit apt-get upgraden

Offiziell unterstützt Linux Mint für Upgrades nur den extrem umständlichen Weg, seine Daten zuerst zu sichern, das System anschließend komplett neu zu installieren und zum Schluss das Backup der eigenen Daten wiederherzustellen – warum auch immer.

Wichtig: Es ist immer eine gute Idee, vor einem Upgrade den Inhalt seinen Home-Verzeichnisses auf ein externes Medium zu sichern. Man weiß ja nie ;-)

Wer jedoch mutig ist, kann sein Mint auch mit Hilfe von apt-get upgraden. Dazu muss man lediglich die /etc/apt/sources.list.d/official-packages-repositories.list mittels

sudo gedit /etc/apt/sources.list.d/official-packages-repositories.list

öffnen und dort petra durch qiana und saucy durch trusty ersetzen, damit apt-get die Paketquellen der neuen Verion verwendet.

Es empfiehlt sich, sich vor dem eigentlichen Upgrade von der grafischen Oberfläche abzumelden und mittels STRG+ALT+F1 in ein Terminal zu wechseln. Dort kann man dann anschließend das eigentliche Upgrade mittels

sudo apt-get update
sudo apt-get dist-upgrade

anstossen und nach Beendigung des Upgradeprozesses das System mittels

sudo init 6

neu starten.

Nach dem Neustart empfiehlt es sich, das System mittels

sudo aptitude full-upgrade

sowie

sudo apt-get autoremove && sudo apt-get autoclean

zu entrümpeln.

Repository-Umzug

Wie einige Leser dieses Blogs vielleicht wissen, habe ich unter http://repo.heiko-adams.de ein kleines Repository für meine eigenen Fedora-Pakete bereitgestellt. Dieses Repository wird in den nächsten Stunden umziehen und dann unter http://copr.fedoraproject.org/coprs/heikoada/Repository/ verfügbar sein.

Dies bietet unter anderem den Vorteil, das ich das Erstellen und Verteilen der Pakete in die Infrastruktur des Fedora-Projektes auslagern und meinen eigenen Server dadurch entlasten kann. Für die Nutzer des Repositories bietet diese Lösung dementsprechend eine wesentlich höhere Ausfallsicherheit.

Wer bereits das alte Repository nutzt und auf das COPR-Repository umsteigen möchte, der sollte zuerst mein Release-Paket für das alte Repository mittels

su -c'yum remove ha-release'

entfernen und sich anschließend das aktuelle Repository-File aus dem COPR-Repository herunterladen.

Wichtig: Momentan fehlen noch einige Pakete im COPR-Repository, die ich mittlerweile selber nicht mehr verwende.

Dear Lazyweb

Es gibt für Gnome einige mehr oder wenige Apps, die einen über neue Mails benachrichtigen. Aber warum muss ich bei diesen Apps in Zeiten der Gnome-Shell und den Gnome-Online-Accounts die Zugangsdaten für die Mail-Accounts nochmals in den Einstellungen der Notifier-Apps hinterlegen?

Warum hat denn noch niemand die Idee gehabt, einen solchen Notifier – vielleicht sogar als Extension für die Gnome-Shell – zu schreiben, der sich die benötigten Daten aus den GOAs besorgt und den Anwender nur noch mit Detail-Einstellungen behelligt?

Das so etwas möglich ist, zeigt “Gmail-Notify”[1], das es als Extension für die Gnome-Shell gibt, der aber leider nur auf Google Mail beschränkt ist. Also warum gibt es dann so etwas nicht auf für normale IMAP-Accounts, die in den GOAs hinterlegt sind?

[1] https://extensions.gnome.org/extension/154/gmail-notify/

Finger weg von rpm und Co!

Es soll ja noch immer Leute geben, die Pakete, die sie aus für sie vertrauenswürdigen Fremdquellen heruntergeladen haben, per Hand mittels rpm oder einem anderen Paketmanager installieren.

Ehrlicherweise muss man aber sagen, das man als normaler Endanwender tunlichst die Finger vom Paketmanager lassen und stattdessen die Paketverwaltung (yum, apt-get etc) verwenden sollte. Alleine schon, weil man sich so unnötige Arbeit spart, sobald irgendwelche Abhängigkeiten nicht erfüllt sind. Weiterlesen

Bye bye corebird

In meinem privaten Paket-Repository für Fedora habe ich seit einiger Zeit Pakete für den Twitter-Client Corebird angeboten gehabt. Nachdem Corebird mittlerweile auch in den offiziellen Fedora-Repositories enthalten ist, habe ich mich entschieden, meine Pakete aus meinem Repository zu entfernen. Es macht in meinen Augen keinen Sinn, die gleiche Arbeit zweimal zu machen.

Wer Corebird bereits aus meinem Repository installiert hat, sollte automatisch auf die Version aus dem Fedora-Repository aktualisiert werden. Ansonsten sollte folgender Befehl helfen:

su -c'yum reinstall corebird --disablerepo=heiko-adams\*'

Au revoir Fedora 18!

Gestern Abend habe ich die Pakete für Fedora 18 aus meinem privaten RPM-Repository entfernt, da ersten niemand, der das Repository nutzt, meines Wissens noch mit Fedora 18 unterwegs ist.

Noch wichtiger ist aber, das Fedora 18 aller Wahrscheinlichkeit nach im Februar oder März 2014 eh sein EoL (End of Life) erreicht hat und sich Leute, die Fedora 18 noch nutzen, so oder so allmählich Gedanken über ein Upgrade machen sollten.

Blick über den Tellerrand: KDE – und warum ich trotzdem bei Xfce bleibe

Das tolle  an Linux ist ja, das man nicht, wie bei Windows oder Apple, auf einen bestimmten Desktop festgelegt ist, sondern die Wahl zwischen verschiedenen Desktops hat.

Auch wenn ich mit dem relativ schlanken Xfce vollauf zufrieden bin, habe ich mir trotzdem die letzten Tage mal KDE angeschaut. Alleine schon, weil man ja wissen sollte, worüber man das nächste mal ablästert, wenn man sich wieder über Linux-Desktops unterhält ;-)

Ansich ist KDE ein optisch sehr ansprechender Desktop, den man im Gegensatz zu Gnome 3 auch recht gut an die eigenen Wünsche und Vorlieben anpassen kann und der in sich stimmig und “rund” wirkt. So kann z.B. der Mediaplayer Amarok auf die von der Desktop-Suche Nepomuk indizierten Musikdateien zugreifen und müsste dies eigentlich gar nicht mehr selber machen. Auch akonadi, das KDE Pendant zum Evolution Data Server, welches neben Googles Kalendern und Aufgaben unter anderem auch die Mail- und Usenet-Accounts verwaltet, macht einen guten Job.

Ich habe mich aber trotz des rundum positiven Eindrucks von KDE dafür entschieden, dem Xfce treu zu bleiben, da ich wahrscheinlich nur einen Bruchteil der Möglichkeiten des KDE Desktops nutze und dafür ist mir der Ressourcenbedarf von KDE dann doch zu hoch. Komischerweise war es zumindest bei mir auch so, das KDE nach einer gewissen Zeit anfing, träge zu reagieren, was wahrscheinlich auch mit daran lag, das dort diverse Dinge im Hintergrund laufen, um dem Benutzer das Leben so angenehm wie möglich zu machen.

Kurz und gut: KDE ist ein in sich stimmiger Desktop, den ich auch gerne jemandem empfehlen werde, der mich danach fragt. Für mich ist er aber einfach zu oversized, da er viele durchaus sinnvolle Features hat, die ich einfach nicht oder nicht in dem Umfang benötige. Und außerdem macht es auch irgendwie Spaß solche Features mehr oder weniger mit den Xfce Bordmitteln nachzubauen. ;-)