Glühwein für den Wasti? 2.0

Wir dürften heute auf dem Weihnachtsmarkt in Sesslach feststellen, dass es noch eine Steigerung zu den konventionellen Wastis auf Weihnachtsmärkten gibt: Wastis, die entgegen ihrer Natur – bevorzugt vom Frauchen – über den Weihnachtsmarkt getragen werden! 👿

Wahrscheinlich wird der Wasti aus Angst, in der Menschenmenge auf den Weihnachtsmärkten schlicht tot getrampelt zu werden, von Frauchen getragen. Immerhin sind die getragenen Wasti-Exemplare auch eher als Kompakt-Klasse zu bezeichnen und würden auch ohne größere Probleme in eine der üblich überdimensionierten Damenhandtaschen passen :mrgreen:

Gegen so einen Flug-Wasti hilft zum Glück das elterliche Doppler-Radar relativ zuverlässig: Derjenige Elternteil, der den Buggy schiebt, behält den Boden im Auge, der andere Elternteil scannt permanent den Luftraum rund um den Buggy nach getragenen Wastis. Das man deshalb kaum dazu kommt, die Auslagen der Stände zu begutachten, bedarf hoffentlich keiner weiteren Erwähnung! 👿

Es wäre aber auch mal interessant zu erfahren, ob die Wastis auch beim Verspeisen von Glühwein und Stollen getragen werden oder ob sie dann auf den harten Boden der Wirklichkeit müssen.

Um es nochmals zu erwähnen: Für hundefreie Weihnachtsmärkte!!!! 😈

Glühwein für den Wasti?

Es ist toll. Nein, nicht wirklich. Da will man in Ruhe ein wenig mit Frau und Kind über den Weihnachtsmarkt im Mitwitzer Wasserschloss schlendern. Aber vor lauter Hunden kommt man kaum dazu sich die Auslagen der Stände anzuschauen, weil man mehr damit beschäftigt ist, aufzupassen, das nicht irgendwelche Hunde die Bahn von Leons Buggy kreuzen.

Warum in 3 Teufels Namen nehmen die Leute ihre Hunde auch auf Weihnachtsmärkte mit? Soll der Wasti auch einen Glühwein trinken und ein Stück Stollen fressen oder warum? Das so ein Besuch auf einem Weihnachtsmarkt, zumal auf so einem beengten wie dem in Mitzwitz für die Hunde alles andere als ein entspannter Spaziergang ist, sollte auch dem letzten Deppen klar sein.

Von daher: Für hundefreie Weihnachtsmärkte!

Stille Weihnachtsmärkte? Warum denn nicht?

Laut dem Berliner Kurier hat der GEMA in einem Rechtsstreit um deren Abrechnungsmodell für Jahrmärkte Recht gegeben. Das nun die Schausteller, denen das Urteil anscheinend die Suppe mächtig versalzt, auf die Barrikaden gehen und das Schreckgespenst

stumme Weihnachtsmärkte

aus dem Hut zaubern, überrascht aber auch nicht wirklich.

Aber was spricht denn dagegen, wenn man auf Weihnachtsmärkten mal nicht an jeder Ecke mit dem ewig gleichen unweihnachtlichen Gewummer beschallt wird? Ich habe jedenfalls noch kein Fahrgeschäft auf einem Weihnachtsmarkt erlebt, in dem „Do they know it’s christmas“ oder ähnliches gespielt wurde :mrgreen:

Die Adventszeit wird doch auch immer wieder als Zeit der Besinnung bezeichnet und dem sollten auch die Schausteller auf den Weihnachtsmärkten Folge leisten. Und in unserem ohnehin schon hektischen und lauten Alltag gibt es doch nichts schöneres, mit Freunden oder Bekannten auf dem Weihnachtsmarkt einen Glühwein zu trinken und dabei von Weihnachtsmusik in angemessener Lautstärke beschallt zu werden 😉

Warum ich Personalvermittler (eigentlich) nicht mag

Eigentlich mag ich Personalvermittler nicht wirklich und halte sie für ein Krebsgeschwür des Arbeitsmarktes. Ich rede halt lieber direkt mit dem Kuchen anstatt mit der Kuchenform, wenn Ihr wisst, was ich meine.

Aber dummerweise kommt man aber immer schwerer an interessante Stellen, ohne sich mit eben diesen Personalvermittlern herumschlagen zu müssen. Was mich dabei jedes mal nervt, ist, das man sich auf eine konkrete Stelle bewirbt und anschließend Fragebögen und Fragen beantworten darf, die kaum etwas mit der Stelle, auf die man sich beworben hat, zu tun haben, nur weil man (angeblich) in die Kartei des jeweiligen Personalvermittlers aufgenommen werden „muss“.

Während man also diese ganzen Fragebögen ausfüllt, stellt man sich immer wieder unweigerlich die Frage

Warum fragen Sie das? Das steht doch alles in meinen Bewerbungsunterlagen!

Man bekommt also zwangsläufig den Eindruck, das diese Leute die Unterlagen entweder gar nicht lesen oder nur überfliegen.

Was mich aber immer wieder richtig ärgert, ist, das diese Leute einem Hoffnung machen, das sie einen passenden Job für einen haben oder zumindest eben so einen finden und man aber nie wieder etwas von ihnen hört.

Sozial ist …

Es gab eine Zeit, in der galt die Losung

sozial ist, was Arbeit schafft

irgendwann hat man diese Variante jedoch in Folge der zunehmenden Verbreitung marktradikalem und neoliberalem Gedankengutes aufgeben und durch

sozial ist, was Wachstum schafft

ersetzt und fortan auf Teufel komm raus alles dafür getan, ein kontinuierliches Wachstum der Wirtschaft zu erzwingen. Das sich dabei jedoch beispielsweise in der Zeitarbeit und der privaten Arbeitsvermittlung zunehmend mafiöse Strukturen gebildet haben, die einzig darauf ausgelegt sind, den Profit auf Kosten der ausgebeuteten Arbeitnehmer zu mehren wurde billigend in Kauf genommen und den Leuten wurde mit dem Versprechen, der Markt würde sich selber regulieren und bereinigen säckeweise Sand in die Augen gestreut.

Dabei hätte die Losung eigentlich schon Anfang an

sozial ist, was Wohlstand für alle schafft

heißen müssen.

Was nützt einem eine Arbeitsstelle. wenn man von dem Gehalt nicht leben kann und auf staatliche Transferleistungen 1ALG2 angewiesen ist? Oder was nutzt einem ein Wirtschaftswachstum von jährlich 10%, wenn die ganze Arbeitsplätze ins billige Ausland verlagert werden und man permanent arbeitslos ist? Nichts!

Darum ein für alle mal: Sozial ist, was Wohlstand für alle schafft und nichts anderes!

Fußnoten[+]