Zweiklassengesellschaft bei Vodafone?

Ob es bei anderen Mobilfunkanbietern ähnlich ist, kann ich nicht sagen, da ich bislang nicht darauf geachtet habe. Jedoch herrscht beim Kundenservice von Vodafone (D2) eine Art Zweiklassengesellschaft. Wer einen Laufzeitvertrag oder DSL-Anschluss hat, darf eine kostenlose Nummer anrufen, wer jedoch ein CallYa Karte besitzt, muss eine kostenpflichtige Rufnummer anrufen. Und der Trick, bei der kostenlosen Hotline anzurufen und sich von dort zur Kostenpflichtigen Hotline durch stellen zu lassen, funktioniert dummerweise auch nicht.

Wir wollten eigentlich nur in Erfahrung bringen, warum Vodafone die Portierung der Rufnummer der weltbesten Ehefrau zu o2 abgelehnt hat. Aber vielleicht haben wir morgen im Vodafone Shop mehr Erfolg.

Vorauseilender Gehorsam?

Nach einem Bericht der Berliner Zeitung speichern die Mobilfunkanbieter E-Plus, Vodafone und T-Mobile viele Daten, die nicht zur Abrechnung benötigt werden, (sog. Verkehrsdaten) zwischen 1 und 6 Monaten quasi „auf Vorrat“.

Zu diesen Daten gehört unter anderem, wann man in welcher Mobilfunkzelle eingeloggt war und wie lange man von dort mit wem telefoniert hat. Auch wenn es in dem Bericht nicht erwähnt wird, würde ich davon ausgehen, das auch diverse Discounter, welche die Netze von D1, D2 oder E-Plus nutzen, von dieser Speicherpraxis ebenfalls betroffen sind. Einziger Lichtblick ist o2, welche den Großteil dieser Daten dem Bericht zu Folge bereits nach 7 Tagen löschen.

Man könnte fast geneigt sein, zu glauben, das diese Unternehmen in einer Art vorauseilendem Gehorsam handeln, für den Fall, das es die Betonköpfe der ehemaligen Volksparteien CDU und CSU schaffen, ihren feuchten Traum von der Wiedereinführung der Vorratsdatenspeicherung durchzusetzen.

Auf jeden Fall sollte sich jeder, der Kunde bei Vodafone, T-Mobile oder E-Plus ist, gut überlegen, ob er weiterhin Kunde dort sein will oder ob er seinen Mobilfunkanbieter nicht lieber wechseln möchte.