9/11

Heute ist es mal wieder so weit: auf sämtlichen TV-Kanälen wird über das Gedenken an die Opfer der Anschläge von 9/11 berichtet.

Aber was ist mit den unzähligen zivilen Opfern der Militäreinsätze, welche den Anschlägen folgten? Alleine in Afghanistan hat die Invasion der USA und ihrer Verbündeter sowie der anschließende Kampf gegen die Taliban bislang mindestens 70.000 zivile Opfer gefordert. Auch dieser Menschen sollte man an diesem Tag gedenken. Sie sind mindestens genau so unschuldig wie die, die in den Türmen des WTC ihr Leben ließen!

Kindergarten 2.0?

Auf Facebook scheinen im Moment Fotomontagen, auf denen die vermutliche Haftstrafe von Kim Schmitz mit Urteilen von angeblichen Mördern oder Kinderschändern verglichen werden, der letzte Schrei zu sein. Dirk Banarek hat sich auf Google+ dazu ausgelassen, und sehr anschaulich erklärt, warum diese Fotomontagen in den (virtuellen) Papierkorb gehören.

Bedauerlicherweise mutiert Facebook anscheinend immer mehr zu einer Art Kindergarten 2.0 oder vielleicht liegt es auch an dem Thema, das man auf folgenden Kommentar, den man zu eben so einer Fotomontage, welche von einer virtuellen Freundin gepostet wurde eine Antwort von einem anderen Diskussionsteilnehmer bekommt, die sich auf einem Niveau bewegt, das ich freundlich formuliert als unterirdisch bezeichnen würde.

Mein Kommentar:

könnt Ihr bitte aufhören, diesen unsäglichen Mist weiter zu posten?! Das ist einfach nur billigste Demagogie und mehr nicht.

Einen Kommentar später habe ich noch den Link auf den oben verlinkten Beitrag auf Google+ nachgereicht. Als Antwort kam dann folgendes:

auch wenn das Bild ein Fake ist, ist es die Wahrheit. Einmal einen Menschen misshandelt – WEG !! SO aus basta… was soll der scheiss mit dem dämlichen „er ist krank, unzurechnungsfähig, hatte ne schwierige Kindheit“, scheiss auf den psychokram. der Täter ist ein TÄTER und warum eigentlich wird immer über den TÄTER gesprochen???? Weg mit ihm und kein wort mehr..um das Opfer muss man sich kümmern!!! SCHEISS SYSTEM !!!!!

Sorry, aber wenn ich so einen Müll als Antwort bekomme, disqualifiziert sich der Schreiber für mich von alleine für jede weitere Diskussion, weil das eh Zeitverschwendung wäre und man letztendlich genau so gut mit einer Wand diskutieren könnte.

In solchen Momenten bin ich irgendwie froh, das ich noch nen Account bei Google+ habe. Dort kann man wenigstens noch sachlich diskutieren.

Vorbilder, die keine mehr sind

Man sagt eigentlich, das Menschen, die in der Öffentlichkeit stehen, Vorbilder für den Rest der Gesellschaft sein und mit gutem Beispiel vorangehen sollen.

Von dieser noblen Forderung ist heutzutage jedoch nur noch wenig bis gar nichts übrig geblieben. Mit sehr viel Wohlwollen könnte man sagen, das viele derer, die in der Öffentlichkeit stehen, Vorbilder dafür sind, wie man es nicht machen soll.

Jüngstes Beispiel sind wohl die Politiker, welche dabei erwischt wurden, das sie sich ihren Doktor-Titel durch etwas, das man gemeinhin als „Betrug“ bezeichnen würde, erschlichen haben. Und auch im Moment des Ertappt werden verhalten sich diese Politiker wenig vorbildlich sondern eher wie Sechstklässler, die beim Abschreiben vom Nachbarn erwischt wurden:

Anstatt ihr Fehlverhalten offen und ehrlich zuzugeben und die entsprechenden Konsequenzen zu ziehen, wird erst einmal versucht, alles ab zu streiten oder mit fadenscheinigen Ausreden zu rechtfertigen. Falls das alles nicht funktioniert, wird als letztes Mittel versucht,  sich als Opfer eine Kampagne darzustellen, die vom politischen Gegner initiiert wurde.

Aber auch in der freien Wirtschaft sind viele Akteure auch kein Kind von Traurigkeit, wenn es darum geht, sich selbst oder dem eigenen Unternehmen, notfalls auch mit nicht völlig legalen Mitteln, einen wirtschaftlichen Vorteil in Form von lukrativen Aufträgen zu verschaffen. Wie oft hört oder liest man von Spitzen-Managern, die entweder selber die Hand verbotener Weise aufgehalten haben oder anderen Leuten „Aufmerksamkeiten“ aus irgendwelchen schwarzen Kassen haben zukommen lassen?

Die Systematik der (politischen) Skandale in Deutschland

Ist Euch schon einmal aufgefallen, das die Abläufe bei (politischen) Skandalen fast immer die gleichen sind, nachdem ein Fehlverhalten eines Betroffenen ans Tageslicht gekommen ist?

Zuerst wird in einer Art Reflex alles abgestritten. Wenn dann immer mehr Details ans Licht der Öffentlichkeit kommen, wird stückchenweise immer nur das zugegeben, was eh nicht mehr zu leugnen ist. Wahrscheinlich in der Hoffnung, das die ganze Sache noch immer im Sande verlaufen wird. Irgendwann sind dann aber entweder so viele unangenehme Details bekannt geworden oder der Druck von allen Seiten wird so groß, das der Betroffene nur noch zurücktreten kann. Schlechte Verlierer schieben auch jetzt noch alle Schuld von sich weg und versuchen, ihre Hände in Unschuld zu waschen und sich als Opfer einer Kampagne des (politischen) Gegners und/oder der Medien darzustellen.

Wenn es nicht so erbärmlich wäre, könnte man wahrscheinlich darüber lachen, das Skandale in Deutschland fast immer nach diesem Schema ablaufen 😉

Kein Versuchskaninchen!

Heute wäre es fast passiert: Um ein Haar hätte ich diesen blöden E10 Sprit getankt. Blöder weise ist an meine Stamm-Tanke mein Stamm-Zapfpistole die, aus der jetzt die E10 Plörre kommt 👿 Aber halb so schlimm, ich habe es ja noch rechtzeitig bemerkt 😎

Was mich heute ein wenig stutzig gemacht hat, ist die Tatsache, das Super und Super+ nur noch einen Cent auseinander sind. Sonst waren das doch immer mindestens 5 Cent/Liter 😯 Die werden doch nicht auch noch den Super-Sprit für diese Pseudo-Bio-Plörre opfern? 😈

Ich für meinen Teil bleibe bei meiner Meinung zu E10: Mein Auto ist kein Versuchskaninchen für irgendwelche Öko-Fanatiker und ihre Milchmädchenrechnungen. Von wegen CO² Reduktion: das was die Autos weniger an CO² ausstoßen, wird doch garantiert durch die erhöhte Produktion egalisiert und am Ende ist die ganze Sache wahrscheinlich sogar noch umweltschädlicher als E5 Benzin 😉

Und obendrein will nicht mit daran Schuld sein, wenn in anderen Ländern kleine Kinder hungern müssen, weil ihre Familien den Mais oder Weizen wegen der E10 Plörre nicht mehr bezahlen können 👿

Offenbarungseid zur Unwählbarkeit

Gesine Lötsch, eine der beiden Witzfiguten im Bundes-Vorstand der Linken hat laut dem Spiegel (>>klick) den Kommunismus zum Ziel der Parteiarbeit erklärt:

… Die Wege zum Kommunismus können wir nur finden, wenn wir uns auf den Weg machen und sie ausprobieren, ob in der Opposition oder in der Regierung. Auf jeden Fall wird es nicht den einen Weg geben, sondern sehr viele unterschiedliche Wege, die zum Ziel führen. Viel zu lange stehen wir zusammen an Weggabelungen und streiten über den richtigen Weg, anstatt die verschiedensten Wege auszuprobieren. Zu lange laufen wir auf Wegen, obwohl wir ahnen oder gar wissen, dass sie nicht zum Ziel führen. Doch wir kehren nicht um, weil wir Angst vor denen haben, die immer noch diskutierend an der Weggabelung stehen und uns mit höhnischem Gelächter empfangen könnten. Wir müssen lernen, Sackgassen zu verlassen und sie nicht ambitioniert als Wege zum Kommunismus zu preisen. Egal, welcher Pfad zum Kommunismus führt, alle sind sich einig, dass es ein sehr langer und steiniger sein wird. Warum eigentlich? …

Was die Sache besonders schlimm macht, ist, das Frau Lötsch sich nicht von den Verbrechen, die im Namen dieser Ideologie begangen wurden oder auch noch immer begangen werden, distanziert und damit in gewisser Weise die Opfer dieser Verbrechen verhöhnt.

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