Manche Kunden

Vor ein paar Tagen kam von einem Kunden eine Mail, dass das IT 241 Portal bei einem seiner Kunden nach der Preisabfrage den Netto- als Bruttopreis anzeigen würde.

Auf meine Mail, uns doch bitte einen Screenshot sowie weitere Details zukommen zu lassen, kam (sinngemäß) als Antwort

Ich habe den Verdacht, das unsere EDV für das Problem verantwortlich ist und möchte noch ein paar Tests machen. Ich melde mich wieder.

Da fragt man sich dann schon, warum er uns dann überhaupt angeschrieben hat, zumal er sich seit dem nicht mehr gemeldet hat. Wie dem auch sei, sieht es wohl so aus, als hätte sich das Problem von alleine gelöst 😉

  1. Industrietechnik 24 []

Die Sache mit der Selbstverpflichtung

Die Selbstverpflichtung ist ein gerne genutztes Werkzeug der Wirtschaft, um gesetzgeberische Maßnahmen zu verhindern, die das eigene Geschäftsmodell gefährden könnten. Da so eine Selbstverpflichtung letztendlich für beide Seiten (Wirtschaft und Politik) eine Win-Win-Situation ist, hat die Politik auch kein Problem damit, sich auf dieses faule Spielchen einzulassen. Wie gesagt, gewinnen durch so eine Selbstverpflichtung beide Seiten: Die Wirtschaft hat ein wohl möglich (aus ihrer Sicht) zu strenges Gesetz verhindert und das Geld für die Lobbyisten gespart, die Politik kann diese Selbstverpflichtung als Erfolg feiern, den man der Wirtschaft in angeblich harten Verhandlungen abgerungen hat.

Was man von solchen Selbstverpflichtungen halten darf, will ich mal mit folgender (sarkastisch überspitzten) Aussage verdeutlichen:

Gerüchten zufolge arbeitet der Bundesverband deutscher Wohnungseinbrecher (BVdW) an einer Selbstverpflichtung seiner Mitglieder gegenüber den Strafverfolgungsbehörden, nicht mehr in Einfamiliehäuser einzubrechen, vor denen kein hochwertiges Fahrzeug der Oberklasse geparkt ist. Diese Selbstverpflichtung soll jedoch nicht für Einfamilienhäuser gelten, bei denen sich die Fahrzeuge in abgeschlossenen Garagen befinden, da Garagen und deren Inhalt in den Zuständigkeitsbereich des Bundesverbandes deutscher Autodiebe (BVdA) fallen würden.

Bitte nicht falsch verstehen. Es ist zwar schön und gut, wenn die Unternehmen sich an die Selbstverpflichtung halten, aber letztendlich ist sie nutzlos, sobald einzelne Unternehmen aufhören, sich an die Selbstverpflichtung zu halten, weil sehr oft keine abschreckenden Sanktionen vereinbart wurden. Warum denn auch? der Markt regelt doch angeblich alles von alleine!

Die Intransparenz des coburger Stadtrates

Wunderbar! Da berichtet Radio EINS, das die coburger Stadträte ihre Aufwandsentschädigung nicht um die vorgeschlagenen 10% senken wollen. In einem Kommentar hier im Blog hat der Stadtrat Dr. Dressel dem zwar widersprochen, jedoch keine weiteren Details genannt.

Womit wir ein gewisses Problem haben: Da die Printmedien nur unregelmäßig und dann auch nur über einzelne Entscheidungen berichten und das Projekt „Stadtratfernsehen“ seit einem knappen halben Jahr tot ist, heißt es im Moment für all jene, die nicht als Besucher der letzten Stadtratssitzung beigewohnt haben

nichts genaues weiß man nicht

Die Stadt leistet sich zwar ein so genanntes Bürgerinformationsportal, das aber meiner Meinung nach zumindest für den Stadtrat seinen Namen kaum gerecht wird, da die wirklich wichtigen Informationen wie z.B. Sitzungsprotokolle oder gestellte Anträge dort nicht veröffentlicht werden.

Wie soll man als Bürger seine verfassungsmäßige Aufgabe als politischer Souverän verantwortungsvoll wahrnehmen, wenn man kaum in der Lage ist, die Arbeit der lokalen Politik objektiv und zeitnah kontrollieren zu können, ohne mich auf die Märchenstunden im Wahlkampf verlassen zu müssen? Immerhin finden die Stadtratssitzungen in der Regel zu einer Zeit statt, zu der der Großteil der Bevölkerung einem Arbeitsverhältnis nachgehen dürfte.

Von daher wäre es im Sinne der politischen Transparenz durchaus angebracht, wenn der Stadtrat zumindest Anträge und Sitzungsprotokolle zeitnah im Bürgerinfo-System der Stadt Coburg zum Abruf bereitstellen würde.

Bildungsföderalismus ist toll!

Lang lebe der Bildungsföderalismus in Deutschland. Er macht das Leben wunderbar kompliziert und ohne ihn hätten wir kaum Probleme wie mein aktuelles, was da lautet

Schreibe ich jetzt ‚mittlere Reife‘ oder ‚Erweiterter Sekundarabschluss 1‘ in den Lebenslauf?

Für alle nicht Niedersachsen hier mal ein kleiner Exkurs, um das Problem zu verdeutlichen:

Während es in den meisten Bundesländern nur den Realschulabschluss, den man allgemein als „mittlere Reife“ kennt, gibt, hat man in Niedersachsen beschlossen, diesen Abschluss in den Realschulabschluss und den Erweiterten Sekundarabschluss 11 zu teilen. Und wie so oft steckt der Teufel im Detail. Auf das Gymnasium darf man in Niedersachsen nach der Realschule nur, wenn man den Erw. Sek. 1 bekommen hat. Mit dem normalen Realschulabschluss ist nach Klasse 10 erst einmal Endstation, was die schulische Laufbahn angeht.

Zurück zum eigentlichen Problem. Da der Erweiterter Sek.1 eine niedersächsische Eigenart ist, kann in Bayern und dem Rest der Republik kaum jemand etwas mit dem Begriff anfangen.

Um damit sind wir auch schon bei des Pudels Kern angekommen: Schreibe ich jetzt „mittlere Reife“ in meinen Lebenslauf, stimmen Lebenslauf und Kopie des Abschlusszeugnisses der Realschule nicht überein und ich darf im besten Fall entsprechende Nachfragen beantworten. Im schlimmsten Fall wird mir deswegen abgesagt. Schreibe ich hingegen „Erweiterter Sekundarabschluss 1“ in den Lebenslauf, kann ich darauf wetten, das ich den Leuten erklären darf, was das denn für ein „komischer“ Schulabschluss ist. 🙁

Die einzige Möglichkeit, die ich sehe, um diese Zwickmühle aufzulösen, ist,

Erweiterten Sekundarabschluss 1 (mittlere Reife)

in den Lebenslauf zu schreiben. Nicht wirklich schön, aber Hauptsache, jeder weiß (hoffentlich), was Sache ist. 😎

  1. Erw. Sek.1 []

Kindergarten reloaded in Coburg

Der coburger Politik-Kindergarten hat anscheinend seine Tore wieder geöffnet. Zum Leidwesen all derer, die froh waren, das es eine fast schon zu lange Zeit sehr ruhig war. Aber wahrscheinlich geht in Coburg Politik nur mit permanentem Hauen und Stechen.

Sowohl Herr Kastner, als auch Herr Herdan haben von den Wählern bei der letzten Kommunalwahl einen unmissverständlichen Auftrag bekommen. Und der hieß nicht, sich in der Presse darüber streiten, ob und wenn ja, wer die Konsolidierung des Haushalt verzögert, sondern, sich um das Wohl der Stadt Coburg und ihrer Bürger zu kümmern. Das man dabei nicht immer einer Meinung ist, liegt zwar in der Natur der Sache, nichts desto trotz hat man als verantwortungsbewusster Politiker solche Meinungsdifferenzen in meinen Augen zuerst unter 4 Augen zu klären.

In diesem Sinne: Frisch, fromm, fröhlich und frei an die Arbeit meine Herren!

Disclaimer: Dieser Beitrag kann Spuren eines Rants enthalten

Geschützt: Ich glaube, wir haben ein Problem

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