MITM-Angriff von Facebook

Unser aller Lieblings Social Network Facebook hat mal wieder kräftig in die braune Masse gegriffen, indem sie einen Man-in-the-middle-Angriff auf Ihre Mitglieder bzw. deren Kommunikationswege gestartet haben.

Die Jungs und Mädels haben vor kurzem jedem Facebook-Mitglied zwangsweise eine @facebook-Mailadresse verpasst und kurz darauf ein Feature ausgerollt, über das man steuern kann, welche Mail-Adresse auf dem eigenen Profil angezeigt werden soll. Beim Ausrollen dieses Features hat Facebook aber auch gleich die Einstellungen so geändert, das bei allen Mitgliedern die von Facebook vergebene @facebook-Mailadresse angezeigt wird.

Und genau das ist der Man-in-the-middle-Angriff von Facebook auf die Kommunikationswege seiner Mitglieder! Facebook ändert die auf dem Profil angezeigte Mail-Adresse auf die von ihnen vergebene Mail-Adresse und fortan läuft die gesamte Kommunikation der Mitglieder über die Server von Facebook, bis das jeweilige Mitglied die Einstellung wieder ändert. Hier gibt es übrigens ein Video, wie man die Einstellung wieder ändern kann.

Und bevor jetzt wieder „reg Dich doch nicht über solche Lappalien auf“ Kommentare kommen: Es gibt genug Facebook-Mitglieder, die bewusst keine @facebook-Mailadresse nutzten wollen. Und diese Facebook-Mitglieder (zu denen ich auch gehöre) werden sich über dieses Verhalten von Facebook bestimmt tierisch freuen 😉

Aufräumen und Entrümpeln

Ich habe heute mal ein wenig meine Subdomains entrümpelt und auf meinen Domains aufgeräumt.

Bislang war es so, das mein Linkverkürzer auf der Domain www.juli1981.de läuft, während meine Piwik-Installation als Subdomain dieses Blogs lief. Das habe heute kurzerhand geändert und damit auch eine gewisse Ordnung hergestellt: Meine beiden Blogs laufen jetzt auf ihrer jeweiligen Domain, während zusätzliche Services, die ich selber hoste, ab sofort auf www.juli1981.de laufen.

Bei der Gelegenheit habe ich den Linkverkürzer auch noch mit Piwik verknüpft, so das ich zukünftig alle Besucherstatistiken an eine Stelle gebündelt habe.

Zusätzlich habe ich ein paar Subdomains oder Umleitungen, die nur dazu dienten, sperrige Profil-URLs leichter merkbar zu machen, durch URLs meines Linkverkürzers ersetzt. Und dank der Verbindung mit den Besucherstatistiken kann ich ab sofort feststellen, von woher die Besucher meiner Profile gekommen sind. Google+ und Co bieten so ein Feature ja nicht an.

Vorratsdatenspeicherung 2.0?

Laut diversen Medien (u.a. heise) hat Winfried Kretschmann, seines Zeichens grüner Ministerpräsident von Baden-Würtemberg, einen eigenen Vorschlag in die Diskussion um eine PKW-Maut präsentiert.

Gemäß dem Vorschlag von Herrn Kretschmann sollen alle PKW-Bewegungen satellitengestützt aufgezeichnet und zentral gespeichert werden. Anhand dieser Daten soll dann die zu entrichtende Maut berechnet werden.

So gut der Vorschlag im ersten Moment klingt, so schlecht ist er auf den zweiten Blick. Das, was Herr Kretschmann da vorschlägt ist im Grunde nichts anderes, als eine Art Vorratsdatenspeicherung für PKWs. Anhand der gespeicherten Daten kann man dann sehr einfach Bewegungsprofile erstellen oder auch nur herausfinden, wer wann wo war. Keine sehr schöne Vorstellung oder? 1984 und der gläserne Bürger lassen grüßen!

Und das solche Datenmengen alleine schon aufgrund ihrer Existenz gewissen Begehrlichkeiten bei Nachrichtendiensten und Ermittlungsbehörden wecken, muss wahrscheinlich auch nicht mehr erwähnt werden.

Warum die VZ-Netzwerke das nächste MySpace sind

Ich wage einfach mal, die These aufzustellen, das die VZ-Netzwerke das nächste MySpace sein werden.

Einerseits, weil die VZ-Netzwerke aufgrund ihres teils rigiden Datenschutzes 1Profile nicht öffentlich zugänglich, keine Infos über Profiländerungen im Buschfunk und der völlig altbackenen Oberfläche schlicht und einfach unattraktiv sind. Was war denn die letzte große Neuerung? Ein Facelift für den Buschfunk! Oder anders gesagt: Wo ist das Killer-Feature der VZ-Netzwerke? Es gibt keins! Die VZ-Netzwerke vermitteln ihren Nutzern einfach ein Gefühl von Stillstand in der Weiterentwicklung und das rächt sich in abwandernden Nutzern.

Andererseits wird die Nutzerzahl der VZ-Netzwerke eher kleiner oder bleibt im besten Fall einigermaßen konstant. Einen größeren Abgang von Nutzern (>= 100.000) dürfte den VZ-Netzwerken aber wohl deutlich mehr zusetzen, als beispielsweise Facebook.

Schlussendlich muss man aber einfach sagen, das die Zeit der kleinen Netzwerke schlicht und ergreifend vorbei ist, weil die meisten Menschen, wenn Sie z.B. alte Freunde suchen, dies gleich bei Facebook tun und immer weniger Menschen bereit sind, in mehreren Netzwerken parallel angemeldet zu sein.

Fußnoten   [ + ]

1.Profile nicht öffentlich zugänglich, keine Infos über Profiländerungen im Buschfunk