Social Media: Was (mich) nervt!

Ich bin ja schon ein paar Jahre online und in den so genannten „sozialen Medien“ unterwegs, aber in letzter Zeit gibt ein paar Dinge, die mir einfach nur noch tierisch auf die Nerven gehen. Und falls ich damit jetzt irgendwem auf den Schlips oder so trete: that’s life 😎

Tags from Hell

In letzter Zeit scheint es in Mode gekommen zu sein, seine Posts in den sozialen Medien mit Tags zu versehen, was ja an sich nichts schlechtes ist. Immerhin kann man über die Tags zum Teil weitere, interessante Posts zu einem Thema finden. Lästig und nervig wird es jedoch, wenn die Tag-Line ansich länger ist, als die eigentliche Nachricht.

Richtig albern wird es, wenn dann auch noch zusätzlich die deutschen Tags ins Englische übersetzt werden. Da frage ich mich dann immer insgeheim, warum die Leute die Tags nicht auch noch ins Französische, Spanische und Portugiesische übersetzen. Damit sollten dann alle relevanten Sprachen der westlichen Hemisphäre abgedeckt und der Post vollends unlesbar geworden sein. Manchmal ist weniger eben doch mehr …

Für jeden Furz ne Eilmeldung

Manche Medien scheinen sich darüber zu definieren, wie viele Eilmeldung sie pro Tag so raus posaunen. Da wird dann mal aus nebensächlichen Dingen wie der Bekanntgabe des finalen DFB-Kaders für die EM oder der Ankündigung(!) einer späteren Erklärung des Bundespräsidenten eine Eilmeldung gemacht.

Aber jetzt mal unter uns: Was soll der Quatsch? Eine Eilmeldung ist, wenn irgendwo eine Ortschaft absäuft, weil es mal wieder nen Starkregen gegeben hat und Bäche über ihre Ufer getreten sind oder sonst ein gravierendes Unglück passiert ist. Von mir kann man auch ne Eilmeldung raus hauen, wenn mal wieder ein Minister von seinem Amt zurücktritt. Aber doch bitte nicht wegen so einer Kinderkacke wie der Bekanntgabe des finalen DFB-Kaders oder das der Bundespräsident in 2 Stunden eine Erklärung abgeben wird!

Ich warte ja echt noch darauf, das sich irgendwer zu folgender Eilmeldung erblödet:

+++ EIL +++ Chefredakteur hat gestern Linseneintopf gegessen und deshalb jetzt Blähungen. Müssen die Redaktionsräume wegen bestialischen Gestank räumen. +++

Aber da werde ich wohl (zum Glück) noch lange drauf warten können 😉

Warum ich kaum noch Radio höre

Ich will ehrlich sein: Mittlerweile höre ich kaum noch Radio.

Die Sender klingen mit Ausnahme ihrer Jingle alle irgendwie gleich, da sie alle mehr oder weniger die selbe Musik spielen. Irgendwas von den 1970ern bis heute. Wenn ich dann auch noch zwischen mehreren Sendern wechseln muss, weil alle zur selben Zeit einen Song spielen, den ich nicht mag, bekomme ich Puls und weiß wieder, warum ich kaum noch Radio höre. Sicher kommt das jetzt nicht so oft vor, aber es ist ein gutes Beispiel für die Beliebigkeit der Sender.

Erschwerend kommt hinzu, das die Musik die sich heute so in den Charts tummelt, für mich kaum noch qualitativ gute Musik ist. Sicher haben die Künstler mit den Songs einen gewissen kurzfristigen Erfolg. Aber wirklich von Dauer ist da selten was. Von den meisten hört man 1 – 2 Songs und dann sind sie auch wieder in der Versenkung verschwunden, aus der sie gekommen sind. Quantität statt Qualität könnte man das vielleicht auch nennen.

Meine persönlichen Kriterien für gute Musik sind mittlerweile folgende:

  • Der Song brennt sich in Dein Gedächtnis ein, so das man auch Wochen oder Monate später nur maximal 2 Akkorde oder wenige Sekunden braucht, um den Song zu erkennen.
  • Der Rhythmus geht ins Blut und man hat Probleme, ruhig auf seinem Platz ruhig sitzen zu bleiben.
  • Der Text hat eine Botschaft und handelt nicht von irgendwelchen Belanglosigkeiten.
  • Es kommen echte Instrumente zum Einsatz und nicht nur irgendwelche Synthesizer oder Computer.
  • Die Künstler haben sich selber den Erfolg erarbeitet und nicht irgendwelche Casting-Shows gewonnen.
  • Die Künstler schreiben eigene Songs und covern nicht einfach ältere Hits anderer Künstler. Das geht nämlich inzwischen leider in den meisten Fällen einfach nur gewaltig in die Hose.

Also liebe Radiosender, wenn ihr mich als Hörer zurückgewinnen wollt, dann fangt endlich wieder an, euch von den anderen Sendern zu unterscheiden, indem ihr vielleicht mal Songs spielt, die man nicht ständig irgendwo anders auch hört. Sucht Euch ein paar Perlen, die auch ruhig schon ein wenig älter sind, und spielt die mal wieder. Die Künstler freuen sich sicher, wenn sie von ihrer Plattenfirma mal wieder ein paar Euros überwiesen bekommen 😉

Beispiel gefällig? Bitte!

Und ja, ich mag die Simple Minds und ihre Musik. 30 Jahre in dem Business aktiv sein und dabei auch noch einen gewissen Erfolg zu haben, muss man auch erst einmal schaffen!

Euer Fanatismus kotzt mich an! (Rant)

Es geht mir langsam echt auf den Sack, das man auf Twitter oder anderen Plattformen kaum noch etwas über WhatsApp schreiben kann, ohne, das früher oder später die „WhatsApp ist böse, nutzt doch alle Signal/Telegram/Threema/whatever“ Nervensägen um die Ecke kommen!

Es ist ja schön, das ihr anscheinend euren Freundes- und Bekanntenkreis solange genervt habt, bis sie alle von WhatsApp zu dem von Euch bevorzugten Messenger gewechselt sind. Aber daraus eine Verallgemeinerung nach dem Motto

Wenn das bei mir klappt, dann hat das auch bei Euch zu klappen. Strengt Euch halt mehr an!

zu konstruieren, ist einfach nur idiotisch!

Wieso sollte meine Familie von WhatsApp zu einem anderen Messenger wechseln, wenn ihre gesamten Kontakte auch bei WhatsApp sind? Warum sollten sie von einem Messenger, bei dem sie mit zig anderen Leuten kommunizieren können zu einem wechseln, wo sie wahrscheinlich nur mit mir kommunizieren könnten? Mir fällt jedenfalls auf die Schnelle kein plausibler Grund ein!

Und um ehrlich zu sein, bin ich eigentlich auch kein großer Freund von WhatsApp. Ich bin aber auch eher pragmatisch veranlagt und betrachte WhatsApp daher als nötiges Übel, um mit Freunden und Bekannten in Kontakt bleiben zu können. Wenn einer von denen zu einer der von Euch gelobten Alternativen wechselt, schön. Aber überreden werde ich jedenfalls niemanden!

Lasst die Leute doch einfach den Messenger nutzen, den sie nutzen wollen und hört auf mit Eurem missionarischen Gelaber!

Leben und Leben lassen 😉

Die Coburg-App – ein Fall für die Tonne

Coburg will hipp sein und so gibt es seit einiger Zeit schon eine Coburg-App, mit der z.B. Touristen schnell herausfinden können sollen, was in Coburg Event-mäßig so los ist. Die Idee war sicher gut, aber die Umsetzung wurde wie so oft bei solchen Unternehmungen meiner Meinung nach ordentlich versemmelt, um es höflich zu formulieren.

Das fängt schon mit dem Userinterface an, das ich persönlich hässlich wie die Nacht und total altbacken finde. Solche UIs hat man vielleicht zu Zeiten von Android 2.x gebaut, aber nicht mehr im Jahr 2016! Wie heißt es so schön: 2010 hat angerufen und will sein (Android-)Userinterface zurück! Das sich das Userinterface der Android-Version nicht an die Material-Design-Regeln von Google hält und die App deshalb wie ein Fremdkörper wirkt, ist da schon fast nebensächlich. Ebenso wie der Umstand, das sich hinter vielen Punkten der App lediglich Verweise auf Webseiten befinden, die dann in der App geöffnet werden.

Als Fazit kann man festhalten, das die aktuelle Coburg-App ein gutes Beispiel dafür ist, wie man eine Stadt-App nicht umsetzen sollte, wenn man sich nicht vollends damit blamieren möchte. Auch die Bewertung im Google Play-Store mit 3,5 Sternen und die letzten Kommentare sprechen schon fast für sich und gegen die App.

Unseriös, unprofessionell und respektlos

Ich weiß nicht, ob ich der einzige bin, dem es so geht, aber wenn ich mich bei einem Unternehmen bewerbe, dann erwarte ich, das man mir zuerst einmal den Eingang meiner Bewerbung bestätigt und mir entweder zeitnah absagt oder mich zum Vorstellungsgespräch einlädt.

Leider haben es anscheinend immer weniger Unternehmen nötig, sich diesen Aufwand zu leisten. Empfangsbestätigungen und zeitnahe Rückmeldungen bekommt man meiner Erfahrung nach – wenn überhaupt –  fast nur noch von größeren Unternehmen. Aber wo ist das Problem? Zur Not wird dazu der Auszubildende im 1. Lehrjahr oder ein Praktikant rekrutiert und entsprechend instruiert. Damals, als man seine Bewerbung noch auf Papier und per Post verschickt hat, ging das mit den Empfangsbestätigungen doch auch?!?

Zumal Unternehmen, die nicht auf Bewerbungen reagieren, einen unprofessionellen und unseriösen Eindruck hinterlassen. Von dem anscheinend nicht vorhandenen Respekt gegenüber dem Bewerber ganz zu schweigen. Ein allgemeines Massenmailing a la

Sehr geehrter Bewerber, vielen Dank für Ihr Interesse … Wir werden Ihre Unterlagen prüfen und uns zeitnah bei Ihnen melden. …

würde schon völlig reichen, damit man sich als Bewerber respektiert fühlt und das Unternehmen sich nicht sofort durch unprofessionelles Verhalten als unseriös disqualifiziert.

Richtig unprofessionell wirken aber Unternehmen, die entweder gar nicht auf (schriftliche) Rückfragen reagieren oder einem dann nur lapidar mitteilen, das die Stelle zwischenzeitlich besetzt wurde. Ja Danke für gar nichts! Da fühlt man sich dann ja als Bewerber mal so richtig vera***t und wahrscheinlich kann man froh sein, das es mit der Bewerbung nicht geklappt hat. Wer weiß, wie solche Unternehmen ihre Angestellten behandeln, wenn sie schon so unprofessionell und respektlos mit Bewerbern umgehen?!?

Liebe Personalvermittler …

Mal ganz unabhängig davon, das meine Meinung von Euch nicht die beste ist, weil ich bei der Stellensuche am liebsten direkt mit dem sprichwörtlichen Bäcker rede und nicht mit dem Verkaufspersonal, finde ich solche Sätze in einer Mail, in der Ihr mich zu einem Vorstellungsgespräch einladen möchtet, einfach nur noch frech:

Damit wir Sie optimal in unseren Betreuungsprozess einbinden können, möchten wir Sie zunächst bitten, sich auf unserem xxx-Bewerberportal  unserer Homepage xxx  NL xxx B&D ID xxx… zu registrieren und anschließend Ihren beruflichen Werdegang, Ihre persönlichen Kenntnisse und Ihre fachlichen Fähigkeiten einzutragen. Da sich unsere Kunden eng an diesen von uns entwickelten Standard in ihrer Kandidatenauswahl halten, ist es wünschenswert, alle Tätigkeitsbeschreibungen so genau als möglich zu umschreiben. Sie unterstützen uns damit, von Ihnen schnellstens ein anonymes Exposé zu erstellen

Und um es mal ganz deutlich zu sagen: Ich werde einen Teufel tun!

Alle relevanten Informationen über mich und meinen beruflichen Werdegang stehen in meinen Bewerbungsunterlagen und es hat mich schon so einiges an Freizeit und Arbeit gekostet, diese zu erstellen und aktuell zu halten.

Und dann wollt Ihr allen ernstes, das ich noch mehr meiner Freizeit investiere, um letztendlich Eure Arbeit zu machen und die Daten in Euer System zu übertragen?

Vergesst es!

Newsletter

Ich gebe zu, ich habe einige Newsletter abonniert, um zum Beispiel zu wissen, welcher Supermarkt nächste Woche welche Artikel im Angebot hat und entsprechend die Einkäufe zu planen.

Was mich aber nervt, sind diese Sätze am Ende der Newsletter, die immer nach folgendem Schema lauten (Vorsicht: Zynismus!)

Lieber Empfänger, bitte trage unsere Absenderadresse in das Adressbuch Deines Mail-Clients ein, damit unser super duper mega geiler Newsletter nicht von Deinem ultra mega bösen Spam-Filter aussortiert wird.

Aber mal ehrlich:

Wie wäre es, liebe Versender von Newslettern, wenn Ihr Eure Newsletter so baut, das sie den Spamfiltern keinen Grund geben, sie für Spam zu halten uns auszusortieren? Zum Beispiel, indem ihr wieder Textmails verschickt in denen Ihr Eure Angebote teasert und dann auf Eure Seite verlinkt? 😉 Damit würdet Ihr gleichzeitig auch noch ein wenig zusätzlichen Traffic und ein paar zusätzliche Pageimpressions für Eure Seiten generieren. Eine Win-Win-Situation sollte man also meinen.

Ich werde mein Adressbuch jedenfalls nicht mit Euren Adressen verstopfen, nur damit Eure Newsletter nicht in meinem Spam-Filter hängen bleiben und nach Herzenslust Grafiken (Webbugs?) aus dem Netz nachladen können!

Deal with it!