Guttenberg

Zum diesem an chronischem Realitätsverlust leidenden Ex-Politiker gibt es eigentlich nur eins zu sagen:

sudo mv /dev/politiker/guttenberg /dev/null

Oder auf deutsch: Deckel drauf, abhaken und ignorieren.

Der Typ ist es nicht wirklich wert, das man sich mehr als nötig mit ihm beschäftigt. Der Mann ist politisch erledigt und eine zweite Dissertation dürfte ihm zumindest in Deutschland in der nächsten Zeit keine Universität ermöglichen. Womit wohl auch sein politisches Comeback von alleine erledigt hätte.

In diesem Sinne: Ich habe fertig!

Geschichtskurs nötig

So so, die BLÖD-Zeitung war sich mal wieder nicht zu schade, den verbalen Durchfall 1Logorrhoe des Herrn Dobrindt, seines Zeichens Rampensau, Frontschwein und Generalsekretär der CSU, zu publizieren.

Wahrscheinlich in Folge eines akuten Anfalls von Realitätsverlust gibt Dobrindt dort u.a. folgendes zu Protokoll:

SPD, Grüne und Linkspartei müssen von uns gezwungen werden, sich ihrer eigenen Vergangenheit zu stellen und insbesondere das Unrecht des Mauerbaus und den SED-Unrechtsstaat ohne jede Relativierung beim Namen zu nennen.

Was Herr Dobrindt aber wohlwollend unterschlägt, ist die Tatsäche, das es die konservativen Parteien im Reichstag waren, die 1933 Adolf Hitlers Ermächtigungsgesetz zugestimmt und damit Deutschlands Weg in die Diktatur der Nazis geebnet haben.

Wenn sich hier also jemand für etwas entschuldigen sollte, dann sind es wohl eher die selbsternannten Konservativen. Immerhin haben sie eine gewisse Teilschuld an den Ereignissen, die letztendlich zur Teilung Deutschlands und dem Bau der Mauer geführt haben.

Vielleicht sollte man Herrn Dobrindt einen Auffrischungskurs in deutscher Geschichte, mit dem Schwerpunkt 1920 bis 1933, spendieren.

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Die SPD hat gestern nicht gewonnen!

Die Behauptung, die SPD hätte gestern auch nur eine der beiden Wahlen gewonnen, grenzt Realitätsverlust! In Baden Württemberg wurde die schwarz-gelbe Regierung zwar abgewählt, das war jedoch nicht das Verdienst der SPD, die selber über 2% im Vergleich zur letzten Wahl verloren hat. In Rheinland Pfalz sieht es ähnlich aus. Auch wenn dort der SPD Ministerpräsident weiter regieren kann, hat auch dort die SPD die Wahl nicht gewonnen, da sie fast 10% verloren hat und nur noch hauchdünn vor der CDU liegt.

Um von einem Wahlsieg sprechen zu können, sollte eine Partei entweder eine vorhandene Regierung ablösen und dabei zumindest das eigene Ergebnis der letzten Wahl wieder erreichen oder besser noch steigern. Alles andere ist kein echter Wahlsieg. Ähnlich verhält es sich, wenn eine Partei auch weiterhin den Ministerpräsidenten stellt, aber dabei Stimmen verliert. Auch das ist kein echter Wahlsieg sondern höchstens ein dickes, blaues Auge. So gesehen, gab es gestern nur eine Partei, die sich tatsächlich als Gewinner bezeichnen kann und das sind die Grünen.

Zumindest in Baden Württemberg kommt jetzt auf die Grünen eine sehr schwere Aufgabe zu: Sie müssen aufpassen, die in sie gesetzten Erwartungen nicht zu sehr zu enttäuschen und dürfen obendrein aufgrund des Wahlergebnisses nicht den Boden unter den Füßen verlieren.

Für die Parteiführung der SPD heißt es jetzt, weiterhin ihre Hausaufgaben zu machen und sich nicht zu sehr auf dem Erfolg der Hamburger SPD, der ja zu erwarten war, auszuruhen. Bis die SPD wieder Wahlen gewinnt, ist es noch ein weiter Weg, auch wenn sie zuweilen auf einem guten Weg ist. Das Ziel ist aber noch lange nicht erreicht. Ein wichtiger Schritt muss dabei nach wie vor sein, das an die PDL 1Partei „Die LINKE“ verlorene Wählerpotential zurück zu gewinnen und wieder dauerhaft an sich zu binden. Zwei Parteien, die von sich behaupten, linke Politik zu machen, schaden sich auf Dauer gegenseitig mehr, als das sie sich helfen.

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Realitätsverlust?

Host Seehofer, seines Zeichens Chef der CSU 1und der Schwarz-Gelben Gurkentruppe in München ist laut der Welt (>>klick) allen ernstes der Meinung, die Schwarz-Gelbe Gurkentruppe in Berlin wäre

die erfolgreichste Regierung in Europa

Kann man so sehen, muss man aber nicht 😉

Nichts desto trotz stelle ich mir die Frage, ob das erste Anzeichen eines schleichenden Realitätsverlustes sind oder schlicht und einfach nur Zweck-Optimismus im Angesicht der zu erwartenden Wahlniederlagen in den nächsten Jahren 😎

Aber vielleicht wurde Herr Seehofer auch einfach nur falsch zitiert und er meinte seine Münchener Gurkentruppe, die sich bekannter weise ja auch aus schwarzen und gelben Wildsäuen zusammensetzt 😉

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