Einfach laufen lassen – oder: kein Stress beim Laufen

Bis letztes Jahr gehörte ich auch zu den Menschen, die immer auf der Jagd nach der nächsten PB (persönliche Bestzeit) waren. Frei nach dem Motto „Immer weiter, immer schneller“.

Mittlerweile habe ich damit jedoch meinen Frieden gemacht und laufe wesentlich entspannter und bewusster. Während des Laufes vermeide ich es einfach, auf die Uhr zu schauen (nicht weiter schwer, bei den aktuellen Temperaturen 😉 ) und spare mir die Energie, die ich ansonsten dafür verbrauchen würde, mich über eine schlechte Pace zu ärgern, lieber für den Lauf auf. Ich habe auch festgestellt, das ich nicht unbedingt rockige Musik zum laufen brauche.

Mir reicht im Moment meine kleine, aber feine Dragon Nest Playliste. Die Musik ist das genaue Gegenteil von dem, was immer alle empfehlen: langsam und entspannend – ja ich singe während des Laufens manchmal auch leise mit. Schließlich bin ich bin ja auch beim Laufen und nicht auf der Flucht – und für irgendwelche Wettk(r)ämpfe trainiere ich auch nicht. Den Stress spare ich mir. Stress habe ich als allein verdienender Vater mit 2 Kindern schon so mehr als genug 😉

tl;dr: Wenn man nicht gerade für einen Wettkampf trainiert, sollte man sich nicht mit Paces, Bestzeiten und anderen Nebensächlichkeiten verrückt machen und die Energie, die man dafür verschwenden würde, lieber für das Laufen verwenden. Stattdessen sollte man die Zeit an der frischen Luft einfach nur genießen und den Gedanken freien Lauf lassen.

Gedanken zur (Vor)Weihnachtszeit

So, heute ist der 2. Advent und quasi das Bergfest auf dem Weg zu Weihnachten.

Und wie in jedem Jahr davor besteht für viele Menschen die Zeit vor Weihnachten aus Stress und Hektik:

  • Plätzchen wollen gebacken werden,
  • Geschenke für die Kinder und Verwandtschaft müssen gekauft werden,
  • Das Haus/die Wohnung muss dekoriert werden
  • Man muss sich Gedanken machen, was man sich selber wünscht

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Schwein gehabt

Gestern Abend wollte ich eigentlich nur die Beta von Fedora 15 via Preupgrade installieren. Blöder weise kam Preupgrade nach dem Download der benötigten Pakete auf die Idee, zu bemängeln, das auf /boot zu wenig Platz frei wäre. Also fix gparted installiert und /boot ein wenig mehr Platz zu geschustert und dann Upgraden. Denkste! Irgendwie hat es beim Ändern der Größe von /boot den Grub zerschossen, und beim Neustart kam das Notebook nur noch in eine Endlosschleife. Nu ham ma aber Stress! 👿

Also fix meinen Stapel mit den diversen Live-CDs durchsucht und zum Glück eine relativ frische Ultimate Boot CD gefunden, die glücklicherweise auch Parted Magic an Bord hat. Unter Parted Magic also kurz eine Shell auf gemacht, und Grub neu installiert. Danach lief wieder alles und ich kann heute den zweiten Versuch des Upgrades wagen 😎

Diese Gesellschaft kann mich langsam mal!

Langsam habe ich die Schnauze voll von dieser verlogenen Gesellschaft! Dieses Geschwafel von wegen „Chancengleichheit“ kann ich langsam nicht mehr hören! Das ist nämlich die reinste Lüge! „Chancengleichheit“ bedeutet nämlich nicht, das jeder die Chance auf eine faire Bezahlung hat, sondern, das alle (auf dem Papier) die gleiche Chance haben. Ein kleiner aber gemeiner Unterschied, der mich langsam mehr als ankotzt!

Ich habe meine Ausbildung zum Fachinformatiker zu einer Zeit gemacht, als der Schwierigkeitsgrad der Abschlussprüfung noch ein Lotterie-Spiel war. In einem Jahr war der Schwierigkeitsgrad sehr hoch, in nächsten Jahr hatte man eine 2 sicher, wenn man sich nicht total dämlich angestellt hat. Ich hatte das Los der schweren Abschlussprüfung gezogen.

Seit fast 5 Jahren arbeite ich jetzt für ein Gehalt, das im Bereich dessen liegt, was manch andere große Firma unmittelbar nach der Ausbildung zahlt. Und mit diesem Geld muss ich eine Familie ernähren! Jede Bewerbung die ich irgendwo hin schicke, bekomme ich binnen weniger Wochen zurück, zusammen mit einem scheinheiligen Standard-Schreiben, deren Text ich inzwischen schon fast auswendig kann und das ich darum auch nur noch überfliege.

Wenn man sich einmal die Stellenangebote anschaut, die im Internet stehen, dann bekommt man immer wieder den Eindruck, das nach Eierlegenende-Wollmilch-Säuen gesucht wird und man die ausgeschriebene Stelle nur bekommt, wenn man es schafft, die Anforderungen noch zu überbieten. Mir fällt jedes mal, wenn ich wieder einmal lese, das man z.B. gut in Java sein muss, ein Spruch eines Berufsschullehrers ein, der sinngemäß war:

Ihr lernt keine Programmiersprache sondern Programmieren

Und die ganze Verlogenheit an der Geschichte kann man auch gut daran fest machen, das es für einen Anwendungsentwickler, der den obrigen Satz beherzigt, relativ egal ist, mit welcher Sprache er programmiert. Sicher muss man sich erst einmal umstellen und einarbeiten. Aber das muss wohl jeder, der seinen Arbeitgeber wechselt. Aber mal ganz überspitzt gefragt: Warum sollte ich mir den Stress machen und mir zusätzlich zu meiner 40-Stunden Woche z.B. für 12 Monate einen Java-Fernlehrgang an Bein binden, wenn ich dieses Wissen auf absehbare Zeit gar nicht beruflich nutzen kann? Und selbst wenn ich die Fähigkeiten, die mir dieser Fernlehrgang gebracht hat, bei einer Bewerbung anbringen kann, kommt 100% sofort das Gegenargument der fehlenden Berufserfahrung. Aber wie soll ich denn Berufserfahrung sammeln, wenn mir niemand die Möglichkeit dazu gibt?

Das ist in meinen Augen schlicht und einfach verlogen und es kotzt mich langsam tierisch an!

Seien wir doch mal ehrlich!

Weihnachten

Aber als Erwachsener ist Weihnachten total für den A***h!

Anstatt gemütlich auf dem Weihnachtsmarkt an der Glühweinbude zu stehen, und sich einen Glühwein (nach dem anderen :mrgreen:) in die Rüstung zu kippen, macht man sich freiwillig Stress, indem man nach passenden Geschenken für den Rest der Familie sucht.

Mit fortschreitendem Alter des zu beschenkenden steigt dummerweise auch der Schwierigkeitsgrad der Geschenksuche, da der zu beschenkende gefühlt schon alles hat, was einem so einfällt. Also schenkt man entweder Geld, einen schnöden Gutschein oder etwas, das nach Weihnachten möglichst dezent umgetauscht werden kann.

Dummerweise geht der Stress aber auch an den Weihnachtstagen weiter. Immerhin will sich die ganze Bargage ja auch noch bei einem am für teures Geld erstandenen Weihnachtsbraten satt fressen. Wenn dieser Zwang zur Versorgung der Familie mit Weihnachtsbraten wenigstens wechselt und jeder mal dran ist, ist das jedoch nur ein schwacher Trost.

Deshalb mein Weihnachtsfazit: Der Weihnachtsmann kriegt Hausverbot und Geschenke gibt es nur noch für die Kinder! Damit man im Dezember endlich wieder Zeit für die wichtigen Dinge hat: Weihnachtsmärkte besuchen, Glühwein saufen und Stollen futtern, bis man platzt 😎