Anne Will und Co absetzen!

Ich weiß nicht, ob ich der einzige bin, dem es so geht. Aber für mich haben politische Diskussionsrunden (neudeutsch Talkshow) wie Anne Will und Konsorten einen Informationsgehalt, der gegen NULL tendiert. Einen Einfluss die (politische) Meinungsbildung spreche ich diesen Formaten per se auch ab, da er für mich schlicht und einfach nicht erkennbar ist.

Ich würde sogar soweit gehen und folgendes Gesetz für Sendungen wie Anne Will und Co aufstellen:

Die Häufigkeit von Phrasen steigt exponentiell zur Anzahl der anwesenden Politiker.

Abgesehen davon scheint es bei Politikern eine Art „Talkshow-Modus“ zu geben, der dafür sorgt, das sie die einfachsten Regel der Konversation vergessen: man lässt sein Gegenüber ausreden. In diesem Fall müssen sich die Moderatoren aber auch den Vorwurf gefallen lassen, das sie entweder nicht willens oder fähig sind, solche Unarten zu unterbinden!

Aus diesem Grund gehören solche Formate für mich schlicht und ergreifend abgesetzt, da sie in meinen Augen eine reine Verschwendung von Gebührengeldern sind!

Phrasenschwein

Vielleicht kommt es nur mir so vor, aber wenn Politiker vor ein Mikrophon/eine Fernsehkamera treten, mutieren sie sehr oft zu Phrasendreschern, die sich ihre heiße Luft auch sparen könnten, weil sie eh nichts neues von sich geben.

Besonders schlimm wird es, sobald mehrere Politiker an einer Diskussionsrunde teilnehmen. Da erlebt man dann sehr oft eine Art kollektives Phrasendreschen (quasi Phrasendreschern 2.0) 🙂

Aber wo wäre das Problem, bei politischen Diskussionsrunden ein Phrasenschwein aufzustellen, in welches der Phrasendrescher für jede Phrase 5 oder 10 Euro stecken „darf“. Dem Niveau so mancher Diskussionsrunde würde so ein Phrasenschwein sicher zuträglich sein 😉