Schlagwort-Archiv: Telefonat

Bevormundung?

Wenn man auf der Suche nach einer Wohnung ist, erlebt man manchmal schon lustige Dinge:

Am Wochenende waren einige interessante Mietangebote in der Lokalpresse inseriert. Die Ehefrau hat sich also heute ans Telefon gehängt, um weitere Infos zu den Wohnungen zu bekommen und ggf einen Besichtigungstermin zu vereinbaren. Bei einem Wohnungseigentümer gab es aber ein lupenreines WTF-Erlebnis, nachdem dieser sich danach erkundigt hatte, wie alt und wie viele Personen wir wären. Die Frau hat die Fragen wahrheitsgemäß beantwortet, woraufhin der Wohnungseigentümer das Telefonat damit beendete, das die Wohnung für 4 Personen nicht optimal geschnitten wäre. :shock:

Schade, das wir uns davon nicht selber überzeugen durften :evil:

Shitstorm aus der Verwandschaft

Ach, ich liebe meine Verwandtschaft. Da hat man nach knapp 7 Monaten, in denen man mit weniger als 1000 Euro ALG leben muss, endlich einen neuen Job gefunden und erwähnt nebenbei bei einem Weihnachts-Telefonat, das man sich demnächst mal eine Wohnung anschauen möchte und schon bricht ein Familien-Shitstorm über einen herein :shock:

Ironischerweise das vorgebrachte Hauptargument gegen die eigene Wohnung:

Lasst Euch damit Zeit und wartet die Probezeit ab, vorher ist das zu riskant!

Dieser Ratschlag kommt zu allem Überfluss ausgerechnet von Leuten, die die Situation hier überhaupt nicht kennen, da sie noch nie hier waren und auch nicht den Eindruck erwecken, daran demnächst etwas ändern zu wollen. Darüber hinaus haben sie mit Probezeiten oder sonstigen beruflichen oder gar finanziellen Risiken absolut nichts mehr am Hut, da sie seit etlichen Jahren nicht mehr arbeiten und zu der Zeit, als sie noch gearbeitet haben, vernünftig bezahlt wurden.

Würde jeder junge Mensch so denken und so lange mit Familie und den eigenen 4 Wänden warten, bis es “sicher genug” ist,  würden viele von denen wahrscheinlich noch mit Mitte 40 bei ihren Eltern wohnen, weil immer wieder etwas dazwischen kommt und es eben nicht (mehr) sicher genug ist ;-)

Sicherheit hat man als Berufstätiger heute nur noch, wenn man Beamter auf Lebenszeit ist. Für alle anderen ist ein sicherer Job letztendlich nicht mehr als eine Illusion, an die man sich klammert, weil man weiss das es jederzeit jeden erwischen kann, wenn es nur schlecht genug läuft. Und das kann heute ja schneller passieren, als man denkt. :evil:

Regensburg?

Eigentlich meide ich die Personalvermittler wie der Teufel das Weihwasser. Nur dummerweise werden immer mehr interessante Jobangebote über eben diese Krebsgeschwüre des Arbeitsmarktes abgewickelt.

So kam es, das ich heute mal wieder mit einem solchen Personalvermittler telefonieren durfte. Beim dem Telefonat ging es um eine Stelle als Delphi-Entwickler in Regensburg. Neben dem üblichen Verhör, konnte ich meinem Gesprächspartner noch ein paar Infos über den potentiellen Arbeitgeber entlocken. Es scheint sich dabei um ein Unternehmen in der Elektro-Branche mit mehreren Hundert Mitarbeitern und einigen Niederlassungen im gesamten Bundesgebiet zu handeln.

Auch wenn ich inzwischen ein wenig skeptisch in solchen Sachen bin, klang der Personalvermittler recht zuversichtlich, das er mich seinem Kunden schmackhaft machen könne. Und wenn so kommt, das ich die Stelle bekomme, dann müssen wir halt aus Coburg wegziehen und unsere Zelte in Regenburg aufschlagen.

Coburg ist zwar eine schöne Stadt, aber insgesamt halt doch ein Kaff und wenn ich warte, bis ich hier einen neuen Job bekomme, der anständig bezahlt ist, kann ich auch gleich den Hartz IV Antrag ausfüllen gehen.

Aber schauen wir erst einmal, wie sich der Kunde des Personalvermittler entscheidet und wie das eventuelle Vorstellungsgespräch verläuft. Bis dahin ist das alles nur Spekulatius ;-)