Laufen im Winter: Von „bäh!“ zu „yeah!“ in 12 Monaten.

Es ist irgendwie schon faszinierend, wie sich Ansichten innerhalb vom 12 Monaten ändern können.

Im letzten Winter war draußen und im Dunklen Laufen so ziemlich das letzte, was mir in den Kopf gekommen wäre. Ein längerer Lauf am Samstag Nachmittag war alles, was ich mir vorstellen konnte: Laufen? Draußen? Es ist nass, kalt und dunkel! Bäh!

Heute, 12 Monate später, ist es quasi genau anders herum: Ich mag es irgendwie, wenn es draußen nass, kalt und dunkel ist. Okay, wenn es regnet oder schneit, bleibe ich drinnen, aber ansonsten gibt es kaum einen Grund, nicht auch im Winter nach der Arbeit laufen zu gehen. Mit einer Ausnahme: Restday 😀

Dieses Gefühl, dem Wind und der Kälte die Stirn geboten zu haben, während die meisten anderen Menschen es sich (wahrscheinlich) daheim auf ihrer Couch vor dem Fernseher bequem gemacht haben, ist echt geil.

Man fühlt sich danach irgendwie wie ein Badass – und das gefällt mir 😉

Da fällt es schwer, Gentleman zu bleiben

Normalerweise bin ich beim Laufen ja so weit möglich ein Gentleman. Ich grüße Leute, die mir entgegen kommen oder rufe, bevor ich andere Fußgänger überhole.

Gestern wurde diese Tugend jedoch auf eine harte Probe gestellt: Auf meiner Laufrunde komme ich am Wohnheim der Hochschule vorbei, wo mir 4 Studentinnen entgegen kamen, von denen eine quasi im Tarnmodus war: dunkle Kleidung und keine Reflektoren – und das im Dunklen!

Blöderweise war ausgerechnet diese eine Studentin so sehr damit beschäftigt, mit ihrer Laufpartnerin zu schnattern, das mich beide trotz meiner eingeschalteten Stirnlampe nicht bemerkt haben, weshalb ich auf den Grünstreifen ausweichen musste, damit wir nicht zusammenstoßen!

Sorry, aber so ein Verhalten geht ja mal überhaupt nicht! Ich musste echt mit mir ringen, nicht den Ellenbogen auszufahren oder verbal ausfällig zu werden, als ich an den beiden Schnatterinchen vorbei gelaufen bin. Verdient hätte(n) sie es ja irgendwie …

Erster 5er in 2019 weggeballert

Spontane Laufstrecken-Planung kann manchmal zu ungeahnten Ergebnissen führen – so wie gestern:

Das Wetter war – bis auf die Temperatur (wirklich 100% ideal ist die wohl nie😉) – wunderbar und nicht Laufen zu gehen, wäre eine Schande gewesen. Also fix umziehen, die Laufschuhe schnüren und los geht es. Normalerweise laufe im Winter am Wochenende eine knapp 4 Km Runde. Normalerweise

Gestern habe ich jedoch ein paar Spontane Schlenkerer in die Route eingebaut und damit ungewollt dafür gesorgt, das aus den knapp 4 auf einmal 5,6 Kilometer wurden 😮

Somit habe ich gestern früher als geplant den ersten 5er in 2019 – um es mit den Worten von Florian Neuschwader zu sagen – weggeballert ✌

Eigentlich wollte ich mir die langen Runden ja für die warme Jahreszeit aufheben, aber erstens kommt es anders und zweitens, als man denkt 🤷 😎

Heimtückisches Winterwetter

Heute durfte ich einmal mehr am eigenen Leib erfahren, dass das Wetter im Winter zuweilen heimtückisch sein kann.

Als ich meinen heutigen Lauf gestartet habe, kam zwar ein wenig Schneeregen herunter, aber das habe ich für mich als „Bange machen“ verbucht – im Nachhinein ein Fehler, wie sich später herausstellen sollte.

Kaum das ich knapp die Hälfte der Runde hinter mir hatte und ein Umkehren somit keinen wirklichen Sinn mehr gemacht hätte, fing es nämlich richtig an, zu regnen. Also Augen zu und durch. Frei nach dem Motto

Es gibt kein schlechtes Wetter, nur falsche Kleidung.

Nebenbei habe ich dann auch noch feststellen dürfen, das meine Decathlon Laufjacke zumindest für eine gewisse Zeit auch vor Regen schützt 👍

Noch immer Sub 05:30/Km

Ich bin jetzt schon einige Zeit in meiner persönlichen Off-Saison und meine Laufrunden bewegen sich normalerweise zwischen 3,5 Km unter der Woche und 4,x Km am Wochenende. Erstaunlicherweise hat das bislang keinen großen Einfluss auf meine Pace – die ist noch immer erstaunlich konstant unter 05:30 Minuten pro Kilometer.

Off-Topic: Was mir bei meinen abendlichen Läufen jedoch gehörig auf den Keks geht, sind die Mitmenschen, die sich beschweren, wenn man sie fast über den Haufen rennt, weil man sie „dank“ ihrer dunklen Kleidung erst dann sieht, wenn schon fast vor ihnen steht. Wahrscheinlich denken diese Leute „wenn ich die andere sehen kann, können die mich auch sehen“ 🤦

Welcome to the off-saison

Winterzeit – oder wie viele Läufer sagen würden: Off-Saison.

Die wohl entspannteste Zeit des Jahres. Kein Stress mehr wegen irgendwelchen Trainingsplänen oder Bestzeiten. Laufen, einfach nur für die Seele und um Form und Figur möglichst unbeschadet in den nächsten Frühling zu retten.

Für mich heißt das hauptsächlich, nach Feierabend im Dunklen zu laufen und auch nur dann, wenn es das Wetter erlaubt. Wobei es dann weniger an den Temperaturen liegt, sondern eher daran, ob es Regnet/Schneit oder nicht.

Aber selbst, wenn dass Wetter etwas dagegen hat, das ich Laufen gehe, habe ich noch immer die Möglichkeiten, ein wenig Functional-Yoga zu machen oder ins Gym zu gehen.

Nightrun Premiere

Gemäß dem Motto

Nicht lange sabbeln, sondern machen

Habe ich heute meinen ersten Lauf bei Dunkelheit unternommen und damit quasi offiziell in den Herbst-/Winter-Modus umgeschaltet. Aus dem Grund war die Runde auch „nur“ knapp 3,5 Kilometer, aber bis zum Frühling liegt der Fokus auch nicht mehr auf „Kilometer fressen“, sondern darauf, die Form ohne größere Verluste über den Winter zu retten.

Und wenn wir ehrlich sind, ist es doch sch**ßegal, ob wir 3, 4, 5 oder noch mehr Kilometer laufen. Das wichtigste ist doch, das wir Laufen 😉