Glühwein für den Wasti?

Es ist toll. Nein, nicht wirklich. Da will man in Ruhe ein wenig mit Frau und Kind über den Weihnachtsmarkt im Mitwitzer Wasserschloss schlendern. Aber vor lauter Hunden kommt man kaum dazu sich die Auslagen der Stände anzuschauen, weil man mehr damit beschäftigt ist, aufzupassen, das nicht irgendwelche Hunde die Bahn von Leons Buggy kreuzen.

Warum in 3 Teufels Namen nehmen die Leute ihre Hunde auch auf Weihnachtsmärkte mit? Soll der Wasti auch einen Glühwein trinken und ein Stück Stollen fressen oder warum? Das so ein Besuch auf einem Weihnachtsmarkt, zumal auf so einem beengten wie dem in Mitzwitz für die Hunde alles andere als ein entspannter Spaziergang ist, sollte auch dem letzten Deppen klar sein.

Von daher: Für hundefreie Weihnachtsmärkte!

Stille Weihnachtsmärkte? Warum denn nicht?

Laut dem Berliner Kurier hat der GEMA in einem Rechtsstreit um deren Abrechnungsmodell für Jahrmärkte Recht gegeben. Das nun die Schausteller, denen das Urteil anscheinend die Suppe mächtig versalzt, auf die Barrikaden gehen und das Schreckgespenst

stumme Weihnachtsmärkte

aus dem Hut zaubern, überrascht aber auch nicht wirklich.

Aber was spricht denn dagegen, wenn man auf Weihnachtsmärkten mal nicht an jeder Ecke mit dem ewig gleichen unweihnachtlichen Gewummer beschallt wird? Ich habe jedenfalls noch kein Fahrgeschäft auf einem Weihnachtsmarkt erlebt, in dem „Do they know it’s christmas“ oder ähnliches gespielt wurde :mrgreen:

Die Adventszeit wird doch auch immer wieder als Zeit der Besinnung bezeichnet und dem sollten auch die Schausteller auf den Weihnachtsmärkten Folge leisten. Und in unserem ohnehin schon hektischen und lauten Alltag gibt es doch nichts schöneres, mit Freunden oder Bekannten auf dem Weihnachtsmarkt einen Glühwein zu trinken und dabei von Weihnachtsmusik in angemessener Lautstärke beschallt zu werden 😉