Urlaub im Chiemgau

So, nachdem wir die letzte Woche seit langem mal wieder einen Urlaub gemacht haben – der letzte „Urlaub“ war ein verlängertes Wochenende im letzten Oktober – sind wir wieder in Coburg zurück und ich muss (leider) sagen:

Bonjour Coburg, bonjour Alltag!

Urlaub auf dem Brandstetterhof in Nußdorf am Inn

Von Sonntag bis Freitag waren wir auf dem Brandstetterhof in Nußdorf am Inn zu Gast. Das Örtchen liegt, wie der Name schon sagt, in unmittelbarer Nähe des Inn und ca 15 Kilometer von Rosenheim entfernt. Bis nach Kufstein in Österreich sind es auch nur ca 30 Minuten zu fahren, was dadurch begünstigt wird, das die A-93 in unmittelbarer Nähe verläuft.

Unsere Gastgeberin war absolut freundlich und hat Leon sofort in ihr Herz geschlossen, was uns doch ein wenig überrascht hat. Nichts desto trotz haben wir uns auf dem Hof absolut wohl gefühlt und bei unserer Abreise angekündigt, das wir auch unseren nächsten Urlaub dort verbringen werden.

Nußdorf selber hat neben dem üblichen Metzger, der sehr gut ist auch einen sehr guten Gasthof, den man ebenfalls bedenkenlos weiterempfehlen kann. Der örtliche Italiener ist hingegen Geschmackssache.

Neben den üblichen Ausflugszielen wie Rosenheim oder München, haben wir auch einen Abstecher nach Innsbruck gemacht, der sich definitiv gelohnt hat.

Urlaubsausklang auf den Weißenhof in Inzell

Nachdem wir am Freitag den Brandstetterhof verlassen mussten und unser Nachfolgequatier nicht unseren Vorstellungen und Erwartungen entsprach, haben wir kurzfristig entschieden, auf den Weißenhof in Inzell unseren Urlaub ausklingen zu lassen.

Den Samstag Nachmittag haben wir für einen Ausflug ins Designer Outlet im schönen Salzburg genutzt. Hauptprofiteur des Ausflugs war Leon, der dort für über 90 Euro hat einkaufen lassen 😀 Auf der Rückfahrt haben wir dann den Preisunterschied von 20 Cent ausgenutzt und verhältnismäßig preiswert vollgetankt 😉

Samstag Abend haben wir etwas in Inzell entdeckt, das bei uns Erinnerungen an das Flamers in der Mohrenstraße wachgerufen hat: das B306. Das B306 ist ein an der gleichnamigen Bundesstraße gelegenes Steakhouse, das auch selbst gemachte Burger anbietet, die sehr lecker sind. Sonntag war dann unser Lazy-Day, an dem wir nur einen Ausflug nach Ruhpolding gemacht haben. Nach dem Zwischenstopp im Cafe Chiemgau haben wir uns dann noch die ein wenig auswärts gelegene Chiemgau Arena angesehen und sind anschließend wieder auf den Weißenhof zurückgekehrt um uns am Abend noch einmal eine Ladung Burger aus dem B306 zu holen.

Rückfahrt mit kurzem Zwischenstopp am FJS Airport

Auf der Rückfahrt von Inzell nach Coburg haben wir noch einen kurzen Zwischenstopp am Flughafen München eingelegt und im Airbräu sehr gut zu Mittag gegessen.

Resumé

Insgesamt muss ich sagen, das uns allen die Woche Urlaub sehr gut getan hat, auch wenn wir feststellen mussten, das die Region Coburg dem Chiemgau in vielen Punkten hinterher hinkt. Alleine schon, wenn man sich den Wohnungsmarkt ansieht. Während in Coburg momentan chronischer Wohnungsmangel herrscht, gibt es im Chiemgau einen gewissen Leerstand an Wohnungen und es wird nichts desto trotz an allen Ecken neuer Wohnraum geschaffen!

Und ich bin ehrlich: Würde mir jemand aus der Region Rosenheim oder München einen gut bezahlten Arbeitsplatz anbieten, würde ich wahrscheinlich nicht sehr lange überlegen und dort hinziehen.

Alleine schon, weil ich dort für mich und meine Familie deutlich bessere Bedingungen vorfinden würde. Das dort auch die Gehälter im Schnitt deutlich über den in Coburg gezahlten liegen, ist da nur ein angenehmer Nebeneffekt.

Coburg ist leider eine sterbende Region und die örtliche Politik schaut anscheinend nahezu untätig zu!

Dümmer gehts (n)immer

Es soll doch tatsächlich Menschen geben, die so beschränkt sind, das sie jeden Mist auf Facebook posten und das obendrein auch noch für alle lesbar. Jüngstes Beispiel ist laut dem Beck-Blog eine Friseur-Azubine aus Düsseldorf, welche sich zuerst krankschreiben lies, anschließend Urlaub auf Mallorca gemacht und das ganze auch noch auf Facebook publik gemacht hat. Das ihr Chef in dem Fall eigentlich gar nicht anders kann, als die Notbremse in Form der sofortigen Kündigung zu ziehen, nachdem er davon Wind bekommen hatte, dürfte eigentlich klar sein.

Für mich unverständlicherweise hat das Arbeitsgericht der Dame auch noch eine Abfindung von 150 Euro zugestanden. In meinen Augen hat die Dame keinen Cent verdient. Immerhin hat sie die Kündigung ja durch ihre eigene Beschränktheit förmlich provoziert.

Oder um es drastisch zu formulieren:

Jeder hat es verdient sich den Lebensweg so zu verbauen wie er es verdient. 1(c) by Helmut Sieber

Fußnoten[+]

Geburtstage: lästige Pflicht statt schöner Kür

Ich bin mir nicht sicher, ob es nur mir so geht, aber in der letzten Zeit werden für mich meine Geburtstage immer mehr zu einer lästigen Pflichtaufgabe.

Das fängt schon damit an, das man ständig mit der Frage terrorisiert wird, was  man sich denn wünscht. Was soll der Scheiß? Ich verdiene mein eigenes Geld und wenn ich etwas haben möchte, dann kaufe ich es mir einfach! Punkt!

Und wenn man diesen „Was wünscht Du Dir zum Geburtstag?“ Terror einigermaßen glimpflich überstanden hat, geht das Drama ungebremst weiter. Man ist dummerweise durch irgendein ungeschriebenes Gesetz dazu verpflichtet, seinen Geburtstag auch zu feiern und am besten alle, die man kennt, einzuladen und verköstigen. Tasse Tee und ein Stück Kuchen reichen da aber nicht. Nein, man muss natürlich auch noch eine opulente Grillplatte für die Meute ordern. Ungeachtet dessen, das man auf der gefühlten Hälfte der Platte sitzen bleibt!

Wer man einen Shit-Storm im echten Leben erleben will, der sollte mal unter die Einladung zu seinem Geburtstag so etwas wie

Zu essen und zu trinken bitte selber mitbringen. Ich bin nicht die Heilsarmee!

schreiben und danach am besten für einige Zeit an einem unbekannten Ort Urlaub machen :mrgreen:

Irgendwas mache ich falsch!

Wir waren heute mal mit Leon ein wenig im Neubaugebiet Mühlleite spazieren und ich muss echt sagen, das ich irgendwas gewaltig falsch mache. Für Familien ist die Lage nahezu perfekt: relativ ruhig und trotzdem ist man in wenigen Minuten in der Stadt. Aber für die Häuser dort wird man wohl ein Gehalt benötigen, das weit von den 1.800 €, die ich bislang bekommen habe, entfernt ist. 👿 So aus der Hüfte heraus würde ich auf 3.500 € + X tippen. Und selbst dann dürfte man noch nicht um einen Kredit herum kommen. 🙁

Aber was mich ein wenig überrascht hat, war ein Haus, das so gar nicht zwischen die ganzen Malkasten-Häuser passt. Der Besitzer muss entweder aus Norddeutschland kommen oder dort zumindest sehr oft Urlaub gemacht haben. Anders kann ich mir nicht erklären, das jemand in Coburg ein Haus baut, und die Außenwände mit Klinkersteinen hochzieht, anstatt sie zu verputzen und ein paar Eimer Farbe drüber zu kippen 😎

E10 und die Politik

Falls man sich noch immer wundert, warum die Politik den E10 Kraftstoff so hartnäckig verteidigt, sollte man folgendes nicht vergessen:

  1. Die Dienstwagen von Politikern sind in der Regel mit Dieselmotoren bestückt. Da Politiker oft und viel unterwegs sind, haben sich die Mehrkosten in der Anschaffung sehr schnell durch den Preisvorteil an der Zapfsäule amortisiert.
  2. Die gesamte Regierung wird aus Steuermitteln finanziert. Das bedeute auch, das ein Minister die Tankrechnungen für dienstliche Fahrten nicht selber bezahlen muss. Das tut letztendlich der Steuerzahler. Und wie einfach man privates und dienstliches verbinden kann, hat Ulla Schmidt sehr gut in ihrem letzten Spanien-Urlaub als Gesundheitsministerin vorgemacht.

Ich wette, das die Herren Minister auch nur dann mit gutem Vorbild vorangehen und E10 tanken (lassen), wenn die Medien in der Nähe sind. Ansonsten werden die Fahrzeuge der Ministerien mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit mit SuperPlus bzw. normalem Diesel betankt. Es würde ja auch etwas peinlich sein, wenn der Dienstwagen von Herrn Brüderle oder Herrn Röttgen auf der A1 mit einem Motorschaden liegenbleiben würde, weil der E10 Kraftstoff vielleicht doch nicht so ungefährlich ist :mrgreen:

Nein, das Privileg des Motorschadens bleibt wahrscheinlich dem Steuern zahlendem Stimmvieh vorbehalten 👿